Börse Frankfurt Kaum Impulse, kaum Bewegung

Das Geschehen auf dem deutschen Aktienmarkt bleibt am Freitag absolut überschaubar. Letztlich schließt der Dax mit leichten Abschlägen – und scheitert immer wieder an einer strategisch wichtigen Marke.
Update: 18.11.2016 - 18:22 Uhr 3 Kommentare

Analysten: „Das hier war die Ruhe vor dem Sturm“

DüsseldorfZick-Zack-Zeit im Dax: Auch am letzten Handelstag der Woche kann sich der Dax nicht so recht für eine Richtung entscheiden. Es geht mal hoch, mal runter – allerdings bleibt die Bewegung insgesamt überschaubar. Letztlich schließt der Dax nach wechselhaftem Verlauf 0,2 Prozent leichter bei 10.664 Punkten – auf Wochensicht bleibt fast keine Veränderung.

Nach Ansicht der Landesbank Helaba hat es dem Dax in den vergangenen Tagen an der nötigen Kraft gefehlt, um die jüngste Rally nach dem US-Wahlsieg von Donald Trump auszubauen. Im Gegensatz zur Rekordjagd an der Wall Street scheiterte der deutsche Leitindex seit Monaten immer wieder an der viel beachteten Marke von 10.800 Punkten.

Die Indizes aus der zweiten Reihe bewegten sich zum Wochenschluss etwas deutlicher: Die mittelgroßen Werte im MDax gaben um 0,32 Prozent auf 20.520,77 Zähler nach, während der Technologiewerteindex TecDax um 0,60 Prozent auf 1735,88 Punkte stieg.

Vom Freud und Leid der T-Aktionäre
Anfang 1995 und 18. November 1996
1 von 30

Anfang 1995 wird die Deutsche Bundespost Telekom in eine AG umgewandelt. Ron Sommer, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, ist selbstverständlich persönlich dabei, als am 18. November 1996 die DT1-Aktie erstmals an der Börse notiert. 1,9 Millionen Privatanleger erwerben die Aktie zum Erstausgabepreis von 28,50 DM (14,57 Euro). 650.000 von ihnen investieren zum ersten Mal in Aktien. In die Kasse der junge AG spült der Börsengang insgesamt zehn Milliarden Euro. Für Erstzeichner sollte sich die Kursentwicklung der T-Aktie als nervenaufreibendes Nullsummenspiel erweisen. Nur dank der Dividenden steht unter dem Strich letztlich ein mageres Plus.

28. Juni 1999
2 von 30

Bei der zweiten Tranche der T-Aktie mussten Anleger schon einen Ausgabepreis von 39,50 Euro berappten. Die sogenannte DT2-Aktie wird mit einem Gesamterlös von 10,8 Milliarden Euro erstnotiert. Die Platzierung richtet sich an Privatanleger aus allen damaligen Euro-Ländern.1,7 Millionen Menschen erwerben die Aktie, davon mehr als 600.000 aus den Euro-Teilnehmerstaaten.

06. März 2000
3 von 30

Die T-Aktie erreicht einen Höchstwert von 103,50 Euro.

17. April 2000
4 von 30

Die Telekom bringt die Tochterfirma T-Online an die Börse. Der Ausgabepreis beträgt 27 Euro.

19. Juni 2000
5 von 30

T-Aktie zum Dritten: Weil die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihren Telekom-Beteiligung von etwa 22 auf 15 Prozent verringert, haben Anleger erneut die Chance, frische T-Aktien zu erwerben. Dafür sind sie bereit, sage und schreibe 66,50 Euro zu zahlen. Der Gesamterlös aus der Erstnotiz der DT3-Aktie summiert sich damit auf 13 Milliarden Euro. Die Bevorzugung von Privatanlegern wird beim dritten Börsengang auch auf die USA, Kanada und Japan ausgeweitet.

31. Juli 2000
6 von 30

Die UMTS-Mobilfunkauktion beginnt. Die Telekom ersteigert drei Wochen später eine von sechs Lizenzen und muss dafür mehr als 8,5 Milliarden Euro bezahlen.

21. Februar 2001
7 von 30

Die Telekom korrigiert ihr Immobilienvermögen um zwei Milliarden Euro nach unten. Die Wertberichtigung löst eine Welle von Protesten und Klagen gegen den Vorstand aus. Anwälte vermuten, dass dieser Umstand dem Konzern bereits vorher bekannt gewesen sein muss. Vor allem Anleger des dritten Börsengangs fühlen sich getäuscht. Im selben Jahren erwirbt die Telekom die amerikanischen Mobilfunkunternehmen Voicestream und Powertel für circa. 39 Milliarden Euro (inklusive übernommener Schulden). Ein Preis, der die Schuldenlast der Telekom erheblich vergrößert. Anleger reagieren empört.

Börsianer verwiesen angesichts dessen, dass die Börsen zuletzt quasi auf der Stelle traten, auf die Unsicherheit vor wichtigen bevorstehenden Ereignissen. Geblickt wird vor allem nach Italien, wo in zwei Wochen eine Abstimmung über eine Verfassungsreform ansteht.

Außerdem stehen im kommenden Monat die Zinsentscheide der Notenbanken an. In den USA hatte Fed-Chefin Janet Yellen am Vortag ein klares Signal für einen am Markt bereits erwarteten Zinsschritt nach oben im Dezember gegeben und damit den Euro auf Talfahrt geschickt.

VW im Fokus
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse Frankfurt - Kaum Impulse, kaum Bewegung

3 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Kaum Impulse, kaum Bewegung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ........noch nachgereicht.....wurde Herr Weber damals von der Deutschen Regierung abgewienert.....und ging mit Verbitterung in die Schweiz......

  • ....................wo sollen denn die ortodoxen Impulde herkommen......wennn die Unortodoxen fehlen.......das Geld....der Euro ist doch nix mehr......warum wurde es nicht Herr Weber....oben FFM-Tower?....jetzt in der Schweiz.....ein Topbanker der alten Schule.....sagt er soeben im HB......der Euro hat seine Bedeutung als 1. Leitwährung verloren....und liegt im Stellenwert weit hinter dem Dollar ......und so muß aus der Unordnung nach Pensionierung des H. D.....bald wieder Ordnung im Haus stattfinden....alsdo aufgeräumt werden.....können nicht die Volkswirtschaften der halbwegs gesunden Staaten des Nordens.....nicht dauernd die südlichen Staaten proteschieren......ist es doch besser ihnen Kapitalspritzen zu geben....sollte eine Schieflage eintreten.....das Gebilde Euro im Kern und die Staaten drumherum aber gesund sind...........was sind das alles für "Heinis"......die das Sagen haben?.....

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    Aber immer gerne, dafür gebe ich und Herr von Horn uns richtig Mühe.
    Nicht einfach den ganzen Tag zu allen Artikeln Kommentare zu schreiben.
    Da muss man schon einen breit aufgestellten Sachverstand haben. Danke

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%