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Börse Frankfurt Dax rüstet sich für griechisches Referendum

Seite 2 von 2:
K+S bleibt im Mittelpunkt
Die Wertvernichter und Börsen-Schocker

GERRY WEBER INTERNATIONAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0003304101
Börse
L&S

0,00 0,00%
0,00€
Chart von GERRY WEBER INTERNATIONAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Gerry Weber: Gewinnwarnung schockt Börse
1 von 21

In der Halbjahresstatistik deutscher Aktien landet Gerry Weber auf dem letzten Platz im HDax, dem Index der 110 wichtigsten börsennotierten Konzerne Deutschlands. Ein Blick auf den Chart zeigt deutlich den Zeitpunkt, der den Grund für den Sturz markiert: Anfang Juni schockt der westfälische Modehersteller die Börse mit einer Gewinnwarnung. An einem einzigen Tag – dem 10. Juni – brechen die Papiere um krasse 30 Prozent ein. Die dritte Warnung innerhalb eines Jahres war den Investoren offenbar zu viel.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 40,3 Prozent

AIXTRON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A0WMPJ6
Börse
L&S

-0,03 -0,24%
+10,16€
Chart von AIXTRON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Aixtron: Zahlen enttäuschen Investoren
2 von 21

Für Aixtron ging es bereits im Januar steil bergab, als andere Werte noch kräftig zulegten. Der Spezialmaschinenbauer enttäuschte mit der Bilanz für das Vorjahr; rückläufige Umsatzzahlen setzten dann auch im weiteren Verlauf des ersten Quartals, und selbst die aktuellen Perspektiven überzeugen Marktbeobachter nicht. Analyst David Mulholland von der UBS zum Beispiel hat erst kürzlich die Gewinnerwartungen bis 2017 wegen der sich weiterhin nur langsam erholenden Nachfrage aus dem LED-Markt reduziert.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 35,0 Prozent

LPKF LASER & ELECTRONICS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006450000
Börse
L&S

0,00 0,00%
+11,15€
Chart von LPKF LASER & ELECTRONICS AG INHABER-AKTIEN O.N.
LPKF Laser & Electronics: Großauftrag hilft nur kurz
3 von 21

Drittschlechteste Aktie im HDax ist in der Halbjahresstatistik der Elektronikspezialist LPKF – und das trotz eines starken Kursanstiegs Mitte Februar. Damals beflügelten Hoffnungen auf starke Geschäfte den Kurs. Ein Großauftrag aus China ließ die Aktie an einem Tag um satte 15 Prozent nach oben springen. Doch schon im März war es wieder vorbei mit der Euphorie. Das Unternehmen für Lasertechnik meldete einen deutlichen Gewinneinbruch für 2014 und halbierte die Dividende. Die Titel verloren am 24. März mehr als elf Prozent. Mitte Mai schockte ein deutlicher Einbruch des Betriebsgewinns in der Bilanz fürs erste Quartal den TecDax-Wert einmal mehr nach unten. Allein am 13. Mai ging es um neun Prozent abwärts.

Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 27,9 Prozent

BILFINGER SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005909006
Börse
L&S

+0,02 +0,08%
+26,18€
Chart von BILFINGER SE INHABER-AKTIEN O.N.
Bilfinger: Mehrfache Warnungen vertreiben Anleger
4 von 21

Angesichts der vielen schlechten Nachrichten erstaunt es, dass die Bilfinger-Aktie nur auf dem viertletzten Platz im HDax landet. Doch bis Mitte April überwog noch – in der allgemeinen Börsen-Hausse – die Hoffnung, auch der Baukonzern blicke guten Zeiten entgegen. Bilfinger überraschte Mitte Februar mit einem hohen Dividendenvorschlag trotz des Verlustjahres 2014. Dann die herbe Enttäuschung. Im April senkte das Unternehmen zum fünften Mal die Prognose und schockte damit die Investoren. Sie flüchteten in Scharen; die MDax-Aktie stürzte an einem einzigen Tag in der Spitze um mehr als 16 Prozent ab. Eine abermalige Gewinnwarnung machte im Juni weiteren Druck. Zuletzt sorgten die Pläne für den Verkauf des Power-Geschäfts für etwas Entspannung.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 26,7 Prozent

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
L&S

+0,49 +1,89%
+26,39€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE: Konzern und Aktie weiter gebeutelt
5 von 21

Das Wort „Versorger“ lässt Börsianer schon intuitiv die Stirn runzeln. Die Energiewende hat die Konzerne stark getroffen. Kein Wunder, dass sich RWE ganz hinten in der Halbjahresstatistik findet. Mal sind es Zahlen, mal politische Äußerungen, die die Kurse bewegen. Bis Mitte April hielt sich der Dax-Wert dabei sogar noch ganz tapfer. Anleger hofften zum Beispiel auf eine unveränderte Dividende, und die 2014er-Bilanz kam ganz gut an. Andererseits belasteten die gefallenen Strom-Großhandelspreise weiter die Gewinne. Die sorgten dann insbesondere im zweiten Quartal für Druck auf den Kurs. Anfang Juni sorgte auch das Scheitern der Klage der deutschen AKW-Betreiber gegen die milliardenschwere Kernbrennstoffsteuer für Druck. Dass die angedachte Klimaabgabe nicht kommt, brachte Ende Juni ein wenig Entlastung.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 24,4 Prozent

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
L&S

+0,04 +0,24%
+14,46€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa: Streiks stören Investoren
6 von 21

Das Jahr fing ganz gut an für Lufthansa-Aktionäre. Dann kamen die Pilotenstreiks und später Streikdrohungen der Flugbegleiter. All dies verschreckte die Investoren, zumal die Airline unter dem harten Wettbewerb leidet. Der Absturz der Germanwings-Maschine wirkte sich ebenfalls negativ auf den Aktienkurs aus. Im Mai gaben Hoffnungen auf eine europaweite Erholung der Nachfrage im Sommer dem Dax-Wert Impulse.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 16,0 Prozent

MORPHOSYS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006632003
Börse
L&S

-1,10 -1,04%
+104,40€
Chart von MORPHOSYS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Morphosys: Ende einer Allianz lässt Aktie einbrechen
7 von 21

Beim Biotechnologie-Unternehmen Morphosys fällt ein massiver Kurseinbruch im März auf, der zusammen mit einer insgesamt schwachen Kursentwicklung dazu beitrug, dass der TecDax-Wert im ersten Halbjahr zu den Verlierern gehört. Der Kurssturz war auf die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Celgene bei einem Forschungsprojekt zurückzuführen. Es war der zweite größere Rückschlag in der Pipeline des Pharma-Forschers innerhalb weniger Monate. Mitte April gab es dann wieder Rückenwind aufgrund der Meldung, dass Morphosys eine Meilensteinzahlung des Partners Janssen Biotech im Zuge der Entwicklung eines Medikaments erhält.
Kursentwicklung 1. Halbjahr 2015: - 15,4 Prozent

Unter den Einzelwerten in der Frankfurter Benchmark machte weiter K+S von sich Reden. Potash hat seine Offerte für die Deutschen bekräftigt und trieb damit die Aktien des Düngemittelkonzerns in die Höhe. Die Titel legten schließlich bis zu 4,4 Prozent zu und schlossen damit als Spitzenreiter im Dax. Angesichts der Übernahmespekulationen haben K+S seit vergangenem Freitag rund 30 Prozent zugelegt. Potash sei zuversichtlich, die Bedenken von K+S im gemeinsamen Gespräch ausräumen zu können, teilte das Unternehmen mit. Die Kanadier ließen allerdings offen, ob sie zu einer Erhöhung ihres Angebots bereit wären.

K+S hatte am Donnerstag die Offerte des um einiges größeren Rivalen mit deutlichen Worten zurückgewiesen. „Das letzte Wort dürfte hier noch nicht gesprochen sein,“ sagte ein Händler. Die Charmeoffensive von Potash zeige, dass das Unternehmen wirklich an K+S interessiert sei.

Eon-Papiere verhalfen zeitweite positive Analystenkommentare zu einem Aufschlag. Doch der Versorgertitel kippte letztlich und kam auf ein Minus von 0,9 Prozent. Die Experten der französischen Großbank Société Générale sprachen eine Kaufempfehlung aus. Am Donnerstag war die umstrittene Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke gekippt worden, die laut Händlern wie ein Damoklesschwert über der Versorgeraktie gehangen hatte. RWE-Papiere gaben einen Teil ihrer Vortagesgewinne von fast 5 Prozent wieder ab und fielen mit einem Abschlag von 2,9 Prozent ans Ende des wichtigsten deutschen Marktbarometers.

Zum Wochenausklang konnte die Frankfurter Börse auch noch einen Neuling begrüßen. Von den vier in dieser Woche geplanten Börsengängen beging lediglich der deutsch-thailändische Schmuckhändler Elumeo seine Notierung. Dabei konnte das Start-Up aber nicht glänzen. Der erste Kurs lag mit 25 Euro genau auf dem Ausgabepreis. Am Ende ging es 7,2 Prozent runter auf 24,89 Euro. Den Sprung an die Frankfurter Börse schaffte die Firma trotz der Turbulenzen um Griechenland, allerdings nur mit halber Kraft. Das Unternehmen platzierte weniger Aktien als ursprünglich geplant, der Ausgabepreis lag am unteren Ende der bis 33 Euro reichenden Preisspanne.

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