Börse Frankfurt Mini-Minus im Dax

Dax-Anleger bleiben vorsichtig, das deutsche Börsenbarometer geht leicht schwächer aus dem Handel. Zahlen der Deutschen Telekom enttäuschten allerdings.
Update: 02.03.2017 - 18:07 Uhr Kommentieren

Telekom als großer Verlierer im Dax

FrankfurtDer Dax hat sich nach der Rally zur Wochenmitte eine Verschnaufpause gegönnt. Der deutsche Leitindex hatte zwar am Donnerstag kurz den Sprung auf den höchsten Stand seit April 2015 geschafft, ging dann aber minimal im Minus bei bei 12.060 Punkten aus dem Handel. Am Mittwoch hatte das Börsenbarometer fast zwei Prozent gewonnen. Seinem bisherigen Allzeithoch von 12.390 Punkten kam er damit kaum näher.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax ging am Donnerstag 0,1 Prozent tiefer bei 23.580 Punkten aus dem Handel. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,2 Prozent auf 1.930 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich kaum vom Fleck.

Nachdem der Dax jüngst nach Reden von US-Notenbankern vor allem von der Geldpolitik der Fed gelenkt wurde, gaben nun die Geschäftszahlen der Deutschen Telekom die Richtung vor. Die Aktie der Bonner ist siebtschwerster Wert im Leitindex. Mit ihrer am Donnerstag vorgestellten Bilanz für das Jahr 2016 vergraulte das Bonner Unternehmen am Donnerstag die Anleger. T-Aktien gingen mit einem Minus von gut einem Prozent aus dem Handel. Größter Dax-Verlierer war Thyssen-Krupp, die 1,7 Prozent verloren.

„Die Zahlen sind etwas gemischt“, sagte ein Händler. Einige Anleger störten sich wohl am Ausblick. Der Konzern erwartet für das laufende Jahr beim Kerngewinn nur noch ein halb so großes Wachstum wie bisher. Trotz der boomenden Geschäfte der US-Tochter T-Mobile US rechnet die Telekom für 2017 mit einem Anstieg des Gewinns (Ebitda) von etwas weniger als vier Prozent auf 22,2 Milliarden Euro nach acht Prozent im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit 22,7 Milliarden Euro gerechnet.

Die besten und schlechtesten Aktien im Februar

HDAX ® PERFORMANCE-INDEX

WKN
ISIN
DE0008469016
Börse
Xetra

-7,19 -0,10%
Chart von HDAX ® PERFORMANCE-INDEX
HDax
1 von 15

Im Vergleich zum Vormonat hat der HDax im Februar zugelegt. Die 110 Aktien des HDax, in dem alle Titel aus Dax, MDax und TecDax vertreten sind, kamen auf eine Monatsperformance von 2,97 Prozent. Grund dafür ist unter anderem die Rekordlaune am amerikanischen Aktienmarkt und die Hoffnung auf einen amerikanischen Konjunkturboom durch US-Präsident Donald Trump. Gleichzeitig fürchten Anleger aber auch immer noch politische Unsicherheiten, was die Kurse zeitweise wieder zurück fallen lässt. Trotzdem: insgesamt eine durchaus positive Tendenz. Es folgen die schlechtesten und die besten Aktien im Februar.

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
L&S

+0,25 +0,37%
+69,25€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Lanxess AG
2 von 15

Flops – Platz 7

Den Reigen der Flops eröffnet die Lanxess AG. Der Spezialchemiekonzern ist einer der bedeutendsten Chemie- und Polymeranbieter Europas. Etwa ein Jahr lang konnte das Wertpapier von Lanxess seinen Aufwärtstrend aufrechterhalten. Doch im Februar verloren die Aktien insgesamt 4,54 Prozent, wodurch das recht überkaufte Sentiment in eine gesunde Konsolidierung übergehen dürfte. Zum Monatsende hin ist auch schon wieder ein Aufwärtstrend zu beobachten.

Deutsche Börse AG

WKN
ISIN
Börse

Chart von Deutsche Börse AG
Deutsche Börse AG
3 von 15

Flops – Platz 6

Kerngeschäft der Deutsche Börse AG ist die Entwicklung und der Betrieb von Handelsplattformen, Teilnehmernetzwerken und Abwicklungssystemen für Börsen. Der Februar lief nicht gut für die Aktiengesellschaft. Eigentlich war der Zusammenschluss von Deutsche Börse AG und London Stock Exchange (LSE) geplant, doch inzwischen ist das Scheitern der Fusion zum Greifen nah. Denn die LSE hat unerwartet die Reißleine gezogen. Die Monatsperformance der Deutsche Börse AG beläuft sich auf ein Minus von 5,09 Prozent.

WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000WCH8881
Börse
L&S

-0,11 -0,09%
+122,49€
Chart von WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Wacker Chemie AG
4 von 15

Flops – Platz 5

Auch für die Wacker Chemie AG hielt der Februar nicht viel Gutes bereit. Am 13. Februar stuften die Analysten von Berenberg die Aktien von „buy“ auf „hold“ herunter und senkten das Kursziel auf 112 von 115 Euro. Insgesamt verbilligten sich die Papiere im Februar um 5,20 Prozent.

K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000KSAG888
Börse
L&S

-0,83 -3,95%
+20,01€
Chart von K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.
K+S AG-REG
5 von 15

Flops – Platz 4

Noch schlechter sah der Februar für die K+S AG aus. Die Baader Bank beließ die Einstufung der Aktien auf „Hold“ mit einem Kursziel von 21 Euro. Das Bergbauunternehmen mit den Schwerpunkten Kali- und Salzförderung fuhr einen Kursverlust von 5,84 Prozent ein.

CECONOMY AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007257503
Börse
L&S

-0,65 -9,23%
+6,34€
Chart von CECONOMY AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Metro AG
6 von 15

Flops – Platz 3

Die Metro AG schafft es unter die Top Drei der Verlierer. In weniger als einem halben Jahr soll das Unternehmen aufgespalten werden: in einen Elektrohändler um Media Saturn und in einen Lebensmittelspezialisten um die Real-Supermarkte und das Großhandelsgeschäft. Dann werden die Aktien der beiden künftigen Unternehmen getrennt gehandelt werden. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Aktie der Metro AG im Februar außerdem auf „Underweight“ mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Am Ende des Monats erschien für die Aktien ein Minus von 7,42 Prozent auf den Anzeigetafeln.

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
L&S

+0,09 +1,05%
+8,34€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Commerzbank AG
7 von 15

Flops – Platz 2

Der Aufwärtstrend der Commerzbank-Aktie seit Oktober 2016 geriet im Februar ins Wanken. Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für die Commerzbank AG auf „Underweight“ belassen – mit einem Kursziel von sechs Euro. Hinzu kommen eine geringe Kreditnachfrage, anhaltend niedrige Zinsmargen und geringe Gebühren. Am Ende des Monats stand ein dickes Minus von 10,13 Prozent.

Andere Börsianer fanden die Ergebnisse allerdings gar nicht so schlecht. Alle Eckdaten entsprächen im Wesentlichen den Markterwartungen, schrieb DZ-Bank-Analyst Karsten Oblinger. „Die Abschreibung auf die BT-Beteiligung war erwartet worden, während die zusätzlichen kleineren Wertberichtigungen tendenziell überraschten.“ Allerdings räumte auch Oblinger ein, dass der Ausblick unter den Erwartungen liege. Der Ansatz sei möglicherweise konservativ und stelle nur eine kleine Enttäuschung dar. Citi-Analyst Simon Weeden verwies darauf, dass nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland die Geschäfte gut liefen. Der Bonner Konzern hatte auf ein Aktienpaket von zwölf Prozent am britischen Rivalen BT 2,2 Milliarden Euro abgeschrieben. Dadurch war der Überschuss 2016 um 18 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro eingebrochen.

Auch der Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental überzeugte die Börsianer offenbar nicht. Er will die Dividende trotz eines nur gering gestiegenen Gewinns deutlich anheben. Anleger zeigten sich skeptisch, so dass die Aktien zunächst leicht nachgaben. Allerdings nutzten einige Anleger die Delle offenbar für Zukäufe. Gegen Nachmittag stand die Aktie 0,5 Prozent höher.

Krones ist stärkster MDax-Wert
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