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Börse Frankfurt Nervöser Dax verliert fast 200 Punkte

Ein Linksruck in Spanien und die drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands brachten den Dax heute ins Wanken. Schwache US-Börsen sorgten für zusätzlichen Verkaufsdruck. Am Ende half noch nicht einmal der sinkende Euro.
Update: 26.05.2015 - 17:49 Uhr 4 Kommentare

Dax auf Tauchstation - Einzig Henkel im Plus

Frankfurt Die Euro-Krise meldet sich wieder zu Wort. Die instabile finanzielle Lage Griechenlands und die Stimmenzuwächse für Protestparteien bei den Regionalwahlen in Spanien belasteten heute die Finanzmärkte. Der Dax, der zunächst stark gestartet war, rutschte bereits am Morgen ins Minus. Nach der negativen Eröffnung der US-Börsen vergrößerten sich die Verluste. Am Ende ging der Dax mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 11.625 Punkten aus dem Handel.

Bei den spanischen Regionalwahlen hatten Protestbewegungen wie die linksgerichtete Podemos, die sich als Schwesterpartei der in Griechenland regierenden Syriza sieht, kräftigen Zulauf erhalten. Offenbar habe die spanische Regierung die Notwendigkeit der Reformen und die daraus resultierenden positiven Perspektiven der Bevölkerung nicht klarmachen können, schrieben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. „Inwieweit das in den kommenden Monaten bis zur Parlamentswahl gelingen wird, ist offen.“

Auch an den Anleihemärkten machte sich das Wahlergebnis bemerkbar. Zehnjährige spanische Papiere rentierten heute bei 1,888 Prozent. Zuvor lag die Rendite bei 1,778 Prozent. Italienische Bonds stiegen von 1,913 auf 1,968 Prozent. Einige Anleger schichteten ihr Geld in die als sicher geltenden Bundesanleihen um. Dies verhalf dem Bund-Future zu einen Kursplus von 0,3 Prozent auf 154,48 Punkte.

Griechenland kann nach den Worten von Finanzminister Yanis Varoufakis die geplanten Reformen nur bei einem Verzicht auf harte Sparmaßnahmen durchziehen. Die Ziele könnten nicht erreicht werden, wenn die von den internationalen Geldgebern geforderten „unerträglich hohen“ Ziele für einen Primärüberschuss – bewertet wird der Staatshaushalt ohne Zinskosten – bestehen blieben. „Unsere Regierung kann und wird nicht ein Heilverfahren über fünf Jahre akzeptieren, das sich als schlimmer als die Krankheit erwiesen hat.“

„Gerade die Ungewissheit in Sachen Griechenland lastet auf der Stimmung am heimischen Aktienmarkt“, sagte IG Markets-Analyst Gregor Kuhn. Die Verunsicherung drängte die Hoffnung auf höhere Firmengewinne als Folge der aktuellen Euro-Schwäche in den Hintergrund. Am Dienstag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,0893 Dollar gehandelt.

„Der Euro wird gleich von zwei Seiten in die Zange genommen“, sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Auf der einen Seite mische sich die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren vorgezogenen Anleihekäufen in die Märkte ein, auf der anderen Seite komme Druck aus der europolitischen Ecke. Vor allem die Sorgen über eine Griechenland-Pleite seien „weiterhin omnipräsent“ und die Zeit werde immer knapper.

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    Griechenland, IWF, Linksruck Spanien, Ukraine, usw.
    Wie immer kann das zu kurzzeitigen Verwirbelungen der Kurse führen. Wie stark und welche ist nicht vorhersehbar.
    Das dominante Thema bleibt jedoch gleich: Jeden Monat suchen Milliarden an Spargeldern, Rentenvorsorge.... nach Rendite. Das Zinsniveau bleibt so niedrig, dass Renetnpapiere keine echte Alternative sind. Die Großen AGs der jeweiligen Branche verdienen gutes Geld. Positive Überraschungen gabs genug. Speziell wenn man die Kurs-Prognosen der Spezialisten der letzten Jahre mit den aktuellen Kursen vergleicht.
    Dabeibleiben und bei Schwäche nachkaufen.