Börse Frankfurt Rekord ja, 10.000 Punkte nein

Für die magische 10.000-Punkte-Marke hat es nicht ganz gereicht. Einen Rekord konnte der Dax dennoch verzeichnen. Erstmals schließt er über 9900 Punkten. Doch bereits morgen könnte der Dax fünfstellig werden.
Update: 27.05.2014 - 17:51 Uhr 51 Kommentare

Dax bemüht sich um die 10.000

FrankfurtDer Dax hat seine Anleger am Dienstag vertröstet. Trotz der Spekulationen um eine lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, trotz starker Konjunkturdaten aus den USA und positiv notierender Wall Street hat es am Ende nicht ganz für einen fünfstelligen Punktestand gereicht. Am Ende ging der Dax mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 9941 Punkten aus dem Handel. Sein neues Allzeithoch liegt bei 9951,90 Punkten.

Beim Leitindex war es der fünfte Handelstag in Folge, an dem er stieg und das zweite Allzeithoch binnen zwei Tagen. In der zweiten Reihe sah es ebenfalls freundlich aus. Der MDax legte 0,7 Prozent zu auf 16.918 Punkte. Der TecDax schloss 0,6 Prozent fester auf 1286 Zähler.

Händlern zufolge dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Dax die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten nimmt. „Es gibt aktuell keine negativen Nachrichten, die den Dax stoppen könnten“, sagte Marktanalyst Arkadius Barczynski vom Brokerhaus GKFX. Dank freundlichen US-Börsen könnte der deutsche Leitindex „durchaus schon heute oder morgen“ einen fünfstelligen Stand erreichen. Der Dow Jones kam angetrieben von guten Zahlen bei den Auftragseingängen für langlebige US-Güter am Dienstag auf ein Plus von 0,4 Prozent auf 16.670 Punkte. Der S&P-500 legte 0,5 Prozent zu. Der Nasdaq stieg um 0,9 Prozent.

Die Initialzündung für die Rekordjagd beim Dax hatte aber die Europäische Zentralbank, respektive der Chef der Notenbank, Mario Draghi, geliefert. „Neben den positiv aufgenommenen Wahlresultaten aus EU und der Ukraine, sorgt vor allem die Aussicht auf eine Liquiditätsausweitung seitens der EZB für die derzeit zu beobachtende Gipfeljagd“, begründete Gregor Kuhn, Analyst bei IG Markets, das Plus.

Draghi hatte gestern seine Handlungsbereitschaft im Kampf gegen eine gefährliche Deflationsspirale unterstrichen. Es sei zwar weiter davon auszugehen, dass die Inflationsrate auf mittlere Sicht wieder in Richtung zwei Prozent anziehe, sagte Notenbank-Präsident Mario Draghi am Montag auf einer hochkarätig besetzten Konferenz der EZB in Portugal. Die EZB werde nicht zulassen, dass die Teuerungsrate zu lange auf einem zu niedrigen Niveau bleibe, betonte Draghi im portugiesischen. Der EZB-Rat entscheidet das nächste Mal am 5. Juni über seinen weiteren geldpolitischen Kurs. Nach Reuters-Informationen plant die Notenbank neben einer weiteren Senkung des Leitzinses von derzeit 0,25 Prozent erstmals Strafzinsen für Banken und den Einsatz weiterer Geldspritzen.

Bereits am Sonntag sagte IWF-Chefin Christiane Lagarde, Zentralbanken müssten ihren gesamten Werkzeugkasten ausschöpfen. Die Teuerung in der Währungsunion liegt seit Monaten klar unter dem Ziel der EZB von knapp unter zwei Prozent.

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51 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Rekord ja, 10.000 Punkte nein"

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  • Egal...

  • @hardie: Frisches Verkaufssignal... Viel Glück!

  • Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich die Sau an Ihrer Borke reibt?
    Immer wieder lustig...

  • @delta

    So billig, dass ich ein paar nachkaufe. Wie gesagt, kleines Geld. Beim Systemcrash räumt es richtig, ansonsten gibt es halt was von der Steuer zurück ;-)

  • D hängt sein Selbstlob an eine so große Glocke, dass er sich der Kritik stellen muss. Deswegen schimpfen manche auf ihn.

    Wenn ich selbst ein "todsicheres" System hätte, würde ich es nicht preisgeben. Ich würde nicht einmal darüber reden. Glücklicherweise bin ich nicht so anerkennungsbedürftig.

    In einem hast du recht, dass D nach unten abgesichert ist. Manche Katastrophen könnten ihn bereichern. Bleibt die andere Seite, seine offene Flanke. Da helfen auch gekonnt ausgewählte Risikoportionen nur bedingt.

    Aber im Grunde ist mir das egal. Ich gönne ihm seinen Gewinn (wenn er denn kommt). Was mich bisweilen nervt, ist seine Arroganz zu glauben, er sei unglaublich schlau, gar schlauer als ich.

    Da kann mir einer von Brown'scher Molekularbewegung reden, von Random-Walk oder vom Investieren nach dem Kelly-Kriterium. Denkt ihr denn, als BWLer seid ihr die Einzigen, die sich in Statistik auskennen?

    Theorie ist Theorie und immer begrenzt in seiner Aussagefähigkeit über die Praxis. Die Praxis ist grundsätzlich immer so komplex, dass man sich _nicht_ ausreichend genau durch die Theorie beschreiben kann. Das ist schon so bei den kleinsten _realen_ Problemen.

    Deswegen betrachte ich Theorie immer nur als groben Leitfaden bei den Irrungen durch die Praxis. Ich weiß, dass ich nichts weiß... und weiß letztlich meist doch mehr als die anderen.

  • Deine Meinung ändert sich nie,wenn du das wirklich denkst dann ist der Fall noch viel schlimmer.

    Ich ärgere mich auch nicht über dich ,das macht mich er fassungslos,sondern über das HBO,das solche Leute ungestraft ihren Nonsens verbreiten läßt.

    Lies dir noch mal genau meinen vorherigen Kommentar durch,das was ich da aufgelistet habe schreibst du mehrmals täglich,immer gleich

    Das du von Börse aber auch wirklich keine Ahnung hast beweist du wirklich täglich,seit es die DTB gibt,1988-90 gibt es Programme,du deckst also nichts neues auf,wir haben Anfang der 90er schon Baskets gehandelt.
    Der erste Kurs alle drei Monate beim großen Verfall war eine Gelddruckmaschine bei den amtlichen Kursmaklern, bis die Freimakler das Geschäft übernommen haben und dann die Banken sich gecrosst haben,
    so funktioniert Börse seit über 20 Jahren.
    Aber nach Deinem Ausdruck zu urteilen bist Du noch ein sehr junger Mensch und es fehlt offensichtlich an Erfahrung.

  • Programschreiber
    das tut mir sooo leid, aber das ist eben Börse. Ich beleidige niemanden und meine Meinung ändert sich teilweise wie die Kurse:) Wie wäre es denn, wenn sie meine Beiträge gar nicht lesen würden. Ich schreibe eben langweilig nur zum Thema Börse etwas. Muss aber gestehen das ich mich freue, wenn sie sich ärgern....
    Ich verrate sogar noch was: Ich denke der Dax schliesst unter 9900! Das ist doch einmal ein ganz andere Seite von mir:)

  • Jetzt erröte ich ja fast, SchwarzerDrache ;-)

  • "Letztlich ist es so, dass fast alle Ansätze, auch (oder gerade) wissenschaftliche, von Annahmen ausgehen, die sie als "sicher" betrachten."

    Wissenschaftlichkeit bedeutet hier, im Voraus Risiken und Chancen begründet abschätzen zu können. Ich würde das in Deltaones Fall so ausdrücken: Deltaone hat ein Modell eines DAX-Verlaufes, das idealisiert einem (geometrischen) Random-Walk entspricht. Unter der Voraussetzung, dass sich die Kursverläufe so verhalten, kann er Risiko und Gewinn vorher gut abschätzen.

    Natürlich hat er ein Problem, wenn sich plötzlich die Bedingungen ändern und die Kurse anders laufen: Dann stimmt sein Modell nicht mehr. ABER: Da er prinzipiell short ist, müssen in Naturkatastrophen usw. nicht irritieren - diesen Risiken ist er nicht unterworfen - ihm kann es lediglich passieren, dass überall plötzlich der Wohlstand ausbricht. Und für diesen Fall hat er die Positionsgröße limitiert.

    Diese rationale Planung seines Verhaltens und empirisch begründbare Annahmen über den Kursverlauf verbessern seine Chancen, eben nicht Pleite zu gehen - auch wenn er sich grundlegend im Trend irren sollte.

    Wenn jetzt bedenkt, was sich Deltaone für zum Teil wirklich unberechtigte und unqualifizierte Kritik und Schmähungen anhören müsste - ich meine nicht dich - ist es ein Wunder, dass er hier überhaupt noch schreibt;) Ich hatte meist den Eindruck, dass seine schärfsten Kritiker nicht verstanden haben, warum sein Ansatz auch bei steigenden Märkten nicht der schlechteste ist. In Wirklichkeit hätte Deltaone allen Grund dazu, seine Kritiker auszulachen, nicht umgekehrt.

  • @hardie: Wie macht sich das Goldscheinchen?

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