Börse Frankfurt Rekordjagd dank Draghi

Am Tag nach der EZB-Entscheidung ist der Dax wie erwartet auf Rekordjagd gegangen. Nach mehreren neuen Allzeithochs liegt das aktuelle bei 10.704 Punkten. Am meisten profitierten die deutschen Exporttitel.
Update: 23.01.2015 - 18:20 Uhr 112 Kommentare

Der Dax springt von Rekord zu Rekord

FrankfurtSchon gestern führte die Entscheidung vom Präsidenten der europäischen Zentralbank, Mario Draghi, mit einen Anleihekaufprogramm zu beginnen, zu einem neuen Dax-Allzeithoch. Das lag bei 10.445 Punkten. Der heutige Handelstag war immer noch von der Euphorie dieser Entscheidung geprägt. Erst schoss der Dax am Morgen über die 10.600 Punkte und stagnierte auf diesem Niveau. Mittags nahm der deutsche Leitindex jedoch nochmals Fahrt auf und schoss auf das aktuelle Allzeithoch von 10.704. Danach bewegte sich der Dax bis Handelsschluss um die Marke von 10.660 Punkten. Der Schlusskurs lag mit 10.638,15 Punkten jedoch leicht unter dieser Marke. Ein Ende der Rally ist aber nicht in Sicht. „Die Ampel für den deutschen Aktienmarkt steht auf Grün“, sagt IG-Markets-Analyst Gregor Kuhn.

Für die Experten sind die positiven Auswirkungen auf den Aktienmarkt keine Überraschung. „Die dramatische Liquiditätsausweitung wird sich in einem zunehmenden Risikoappetit für europäische Aktien niederschlagen“, meint Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. Laut Ayondo-Marktstrategin Sarah Brylewski sollten sich die Investoren von der Euphorie allerdings nicht blenden lassen: „Je länger die gute Stimmung andauert, desto eher sollten Anleger auch über Gewinnmitnahmen nachdenken.“ Einen guten Zeitpunkt dafür könnte das Ergebnis der Griechenlandwahl am Wochenende liefern.

Die EZB will Bonds und Staatsanleihen im Volumen von 60 Milliarden Euro pro Monat aufkaufen. Begonnen werden soll damit im März, das Ende ist für September 2016 angepeilt. EZB-Chef Mario Draghi hielt sich offen, das Programm noch zu verlängern. „Mario Draghi hat geliefert, was er versprochen hat und sogar ein wenig mehr“, sagte Chefstratege Philippe Gijsels von BNP Paribas Fortis Global Markets. Am Vortag hatten Berichte über ein Volumen von monatlich 50 Milliarden Euro kursiert. „Mir fällt nur ein Wort ein: 'Wow'“, sagte NordLB-Analyst Fabian Gerlich.

Während die Aktienkurse, Rekorde feierten, musste die Gemeinschaftswährung Euro Verluste hinnehmen. Beim Dax-Handelsschluss betrug das Minus 0,74 Prozent. Ein Euro ist aktuell nur noch 1,128 Dollar wert. „Die EZB ist bemüht, ihrem Mandat nachzukommen, nämlich Preisstabilität in der Euro-Zone zu gewährleisten. Den Zins kann sie nicht mehr senken, deshalb gibt es nur noch ein erprobtes Instrument – Quantitative Easing“, sagte Adalbert Winkler, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management. „Sie folgt damit dem Beispiel anderer Notenbanken an der Nullzinsgrenze. Das Volumen von 60 Milliarden Euro liegt im Rahmen dessen, was die EZB vorher angekündigt hat. Die Summe ist klug – es ist zum einen nicht außerordentlich hoch und enttäuscht zum anderen nicht die Erwartungen der Märkte.“

Erfolgsrally für Exporttitel
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112 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Rekordjagd dank Draghi"

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  • Am Ende des Tages wechselt der Novize noch den Namen.
    Hosen voll und Schwert defekt. Nix drauf außer Schweinedreck.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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  • Das Saufen und der Schweinedreck waren sein Lebenszweck
    Uhrtürmchen-Baron. Ha Ha Ha

  • Es fällt doch gar nicht auf wenn heute der erste Kommentar um
    07 Uhr paarundzwanzig, einst unter

    Aurelius Maier

    geschrieben wurde und jetzt dauernd den Namen wechselt....LOL

  • Des glaubt Ihnen Jedermann.

  • Nein,ihr könnt mich nicht ärgern,ich wechsel meine Namen öfter als meine Unterhosen.....

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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