Börse Frankfurt Warten auf die Notenbanken

Nach hohen Kursverlusten am Morgen schließt der deutsche Leitindex wieder leicht im Plus. Nach den Gewinnmitnahmen in der vergangenen Woche zeigen sich die meisten Anleger vorsichtig. Und warten auf die EZB.
Update: 19.05.2014 - 18:41 Uhr 17 Kommentare

EZB-Leitzinssenkung: Warum gerade jetzt?

Frankfurt
Nach einem Hoch am Mittag zeigt sich der Dax wieder verhalten. Der Leitindex notierte mit 9659 Zählern rund 0,3 Prozent im Plus, der Euro Stoxx verlor 0,15 Prozent auf 3015 Punkte. Der Index für mittlere Werte,MDax, schloss bei 16.313 Punkten 0,8 Prozent schwerer und der Technologieindex TecDax legte 0,5 Prozent auf 1.224 Punkte zu. Die Wall Street startete zwar mit leicht fallenden Kursen in die Woche, der Dow Jones-Index drehte am Vormittag aber wieder ins Plus.

„Die Anleger sind nach den starken Gewinnmitnahmen von letzter Woche sehr vorsichtig”, sagte ein Händler. Viele rechneten aber weiterhin mit einer Lockerung der Geldpolitik der EZB Anfang Juni. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnte zugleich vor einer künstlichen Schwächung des Euro. Eine einseitige Wechselkursorientierung „könnte immer auch Gegenreaktionen anderer Währungsräume auslösen“, sagte er bei einer Bundesbank- Konferenz am Montag in Frankfurt.

Der Wechselkurs sei jedoch insofern für die Geldpolitik im Euro-Raum relevant, als Wechselkursbewegungen Einfluss auf die Entwicklung des Preisniveaus haben können. Die Inflation in der Euro-Zone ist seit Monaten extrem niedrig, der Euro vergleichsweise stark.

Der Rat der Europäischen Zentralbank werde bei seinen geldpolitischen Entscheidungen „auch die weitere Wechselkursentwicklung genau beobachten“, erklärte Weidmann. Erwartet wird, dass die EZB Anfang Juni ihre Geldpolitik weiter lockert.

Für die Börsianer bedeutet das: „Die Rahmenbedingungen bleiben schwierig”, betonte LBBW-Analyst Werner Bader. Ein Grund sei der Ukraine-Konflikt und die dadurch ausgelösten Spannungen zwischen dem Westen und Russland. Außerdem sei die Luft für weitere Kursgewinne dünn, nachdem der Dax in der vergangenen Woche mit 9810 Punkten ein Rekordhoch markiert hatte. Andere Börsianer betonten, dass die Kursverluste der vergangenen Handelstage Anschluss-Verkäufe auslösten.

Deutsche Bank belastet den Index
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17 Kommentare zu "Börse Frankfurt : Warten auf die Notenbanken"

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  • Also als Steuerbürger ist mir der Kollege aus FFM total symphatisch, da das eine riskolose Einnahmequelle für Herrn Schäuble zu sein scheint.
    Idealerweise aber bei uns Steuern zahlen, und besser die Kollegen am Handelsplatz in London zocken; das wäre was!
    Denn Wembley wird nicht vergessen!

    X_TRader... darf ich mich darauf verlassen?

  • @Dr Kaffeeklatsch
    Du scheinst mich mit jemandem zu verwechseln, den das interessieren könnte.

    Kauf Dir nen Knack-und-Back-Mischfonds und lass den Rest lieber bleiben.

  • Ich möchte klarstellen, dass ich meine Morrison mit einem (kleinen) Gewinn verkauft habe, nicht mit Verlust.

    Desweiteren gestehe ich mir zu, meine Ansicht zu ändern - selbst kurzfristig. Mal ist das hilfreich, mal nicht.

    Warum fällt es mir eigentlich so leicht, über meine (Investment)Fehler zu schreiben? Antwort erfolgt (vielleicht) später.

    Einen habe ich noch zu Herrn deltaone. Als ich vorhin unterwegs war, fiel mir ein, an wen er mich erinnert. Für mich ist er den Kim Dotcom des Forums. Genauso geltungsbedürftig. Weniger reich, hoffentlich nicht so dick.

    Immerhin spricht er Börsenlatein. Eine dem Angler- und dem Jägerlatein verwandte Fremdsprache. Großes Börsenlatinum nehme ich an. :-)

  • Das Feine an Herrn deltaone ist, dass er uns immer über seine Erfolge unterrichtet. Selten schrieb er von seinen Misserfolgen.

    Nur X_TRADER hat eine vergleichbare Quote.

    So sind sie, die "Profis".

  • "Oder Anleger/Investoren, die mehr Risiko eingehen als zu ihnen passt und es dann merken, wenn der Wert fällt."

    Leute, die sich mal verzockt haben gibt es natürlich auch - die systematisch zittrigen sind aber eher so Händler und z. B. manche Hedgefonds.

  • Oder Anleger/Investoren, die mehr Risiko eingehen als zu ihnen passt und es dann merken, wenn der Wert fällt.

  • "Absichern bringt nur was, wenn ich in der schwachen Phase Liquidität benötige."

    Oder wenn du deine Papiere irgendwo als Sicherheit für andere Kredite hinterlegt hast. Ein anderer Fall ist, wenn man Stimmrechte an einem Unternehmen sichern muss und deswegen sich nicht kurzfristig trennen kann.

    Für den typischen Privatanleger, der keine Lombardkredite oder ähnliches hat, sehe ich allerdings auch wenig bis keine Notwendigkeit zur Absicherung.

  • "Wer die "Zittrigen" sind?"

    Die Zittrigen sind kurzfristig orientierte Akteure, die ihre Positionen mit größeren Kredithebeln finanzieren und eher dem Trend folgen als einen setzen. Auch Händler fallen in diese Kategorie.

  • Wer die "Zittrigen" sind? Für mich ist ein gutes Beispiel dieser "Dr.Kaffeesatz" hier im Forum.

    Kauft Morrison, verkauft die 14 Tage später mit leichtem Verlust und wo stehen die jetzt? Genau, fast 20% höher.

    Kauft Short Dax ETF-Anteile (die er nicht versteht), Dax steigt ein paar Tage, er verkauft und was macht der Dax? Genau, er fällt.

    Erinnert mich ein wenig an diesen "alexfiftyfour", der uns um die Weihnachtszeit die Welt der CFDs näher bringen wollte.

    Das sind für mich Leute ohne Erfahrung, Strategie und Plan. Das ist zum Scheitern verdammt. Solche Leute sollten einen Riesenbogen um die Börse machen oder sich einen Honorarberater suchen, der ihnen Hilfe bietet.

  • Aha - Dino!
    Die sind aber auch ausgestorben!

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