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Börse New York Äußerungen von Fed-Chef Powell beflügeln Wall Street

Der Fed-Chef will die Gefahren seiner Zinserhöhungen ausbalancieren – und erfreut die Anleger. Bei den Einzelwerten stand unter anderem Juwelier Tiffany unter Druck.
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Jeder Hinweis auf eine Lösung des US-Handelsstreits mit China könnte das globale Wachstum ankurbeln. Quelle: dpa
New Yorker Börse

Jeder Hinweis auf eine Lösung des US-Handelsstreits mit China könnte das globale Wachstum ankurbeln.

(Foto: dpa)

New York Schwindende Sorgen vor einer zu straffen US-Geldpolitik und Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Wall Street am Mittwoch beflügelt. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte zuvor in New York erläutert, seine Politik der stufenweisen Zinserhöhungen sei so angelegt, dass Gefahren ausbalanciert würden.

Die aktuelle Leitzinsspanne von 2,0 bis 2,25 Prozent liege „knapp unter“ dem geschätzten neutralen Niveau, mit dem die Wirtschaft weder gefördert noch gebremst werde. Das lege den Schluss nahe, dass möglicherweise nicht mehr so viele Zinserhöhungen kommen würden wie von Investoren erwartet, sagte Ökonom Jack Ablin vom Anlageberater Cresset Wealth Advisors.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 25.366 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 2743 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte knapp drei Prozent auf 7291 Stellen vor.

Vor Powells Äußerungen hatte der Dow knapp ein Prozent im Plus gelegen. Dazu hatten Äußerungen eines Wirtschaftsberaters von US-Präsident Donald Trump beigetragen, wonach ein Treffen Trumps mit Chinas Präsident Xi Jinping am Samstag in Buenos Aires als Möglichkeit gesehen werde, im Handelsstreit mit China „das Blatt zu wenden“.

Berater Larry Kudlow hatte aber hinzugefügt, bislang sei Trump enttäuscht von Chinas Reaktion. An der Börse stand gleichwohl der optimistische Aspekt der Aussage im Fokus.

Im Dow setzten sich die Anteile des Flugzeugbauers Boeing und des Baumaschinenherstellers Caterpillar mit einem Plus von jeweils knapp 5 Prozent an die Index-Spitze. Schlusslicht waren nach deutlichen Vortagesgewinnen dagegen die Papiere des Telekomunternehmens Verizon, die um rund 1 Prozent nachgaben.

Auch stand Juwelier Tiffany unter Druck. Das Unternehmen bekam die nachlassende Kauflust chinesischer Kunden zu spüren. Die Aktien stürzten um 11,8 Prozent ab, nachdem die Quartalsumsätze schlechter ausfielen als erwartet. Auch beim Ausblick gab sich Tiffany weniger optimistisch als erhofft.

Salesforce sprangen an der Nyse nach der Vorlage der Quartalszahlen und angehobenen Jahreszielen um etwas mehr als 10 Prozent hoch. Der Softwarehersteller und SAP-Konkurrent hatte im dritten Quartal dank des boomenden Cloud-Geschäfts ein überraschend starkes Umsatzplus erzielt. Der wegen hoher Investitionen rückläufige Gewinn übertraf ebenfalls die Erwartungen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 694 Milliarden Aktien den Besitzer. 2952 Werte legten zu, 729 gaben nach und 185 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 2424 Titel im Plus, 678 im Minus und 159 unverändert.

Der Euro machte einen Sprung nach oben und überwand mit Leichtigkeit wieder die Marke von 1,13 US-Dollar, unter die er nach schwachen Konjunkturdaten gefallen war. Zum Handelsschluss an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1369 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1284 (Dienstag: 1,1328) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8862 (0,8801) Euro.

An den US-Kreditmärkten traten die zehnjährigen Staatsanleihen bei 100-18/32 praktisch auf der Stelle. Sie rentierten mit 3,0608 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 16/32 auf 100-17/32 nach und hatten eine Rendite von 3,3476 Prozent.

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  • rtr
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