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Börse New York Arbeitsmarkt treibt Wall Street an

Die US-Börsen reagieren erleichtert auf den Bericht vom US-Arbeitsmarkt. Der Durchhänger im letzten Monat war wohl doch keine Trendwende, sondern nur eine Delle. Dow Jones und Co laufen mit deutlichen Aufschlägen.
Update: 08.05.2015 - 23:38 Uhr Kommentieren
Konjunkturthemen waren das Thema am Freitag. Quelle: ap

Konjunkturthemen waren das Thema am Freitag.

(Foto: ap)

New York Die jüngste Erholung des US-Arbeitsmarktes hat den US-Börsen am Freitag Auftrieb gegeben. Die drei wichtigsten Indizes legten jeweils mehr als ein Prozent zu. Der mit Spannung erwartete Jobbericht der Regierung sorgte für Erleichterung. Demnach gab es im April nach einem Durchhänger im Vormonat wieder einen kräftigen Stellenzuwachs. "Das schafft mehr Klarheit, dass die Wirtschaft anzieht nach dem Schwächeanfall im ersten Quartal", sagte Anlagestratege Jim McDonald von Northern Trust Asset Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18.205 und einem Tief von 17.933 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 18.191 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 rückte 1,4 Prozent auf 2116 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 5003 Stellen. Auf Wochensicht ergab sich für den Dow ein Plus von 0,9 und für den S&P von 0,4 Prozent. Die Nasdaq trat dagegen auf der Stelle. In Frankfurt schloss der Dax 2,7 Prozent fester auf knapp 11.710 Zählern.

Trotz des stärkeren Arbeitsmarkts dürfte die Konjunkturbelebung Fachleuten zufolge aber nicht so kräftig sein, dass die Notenbank (Fed) bereits zur Jahresmitte ihre Zinswende vornehmen wird. "Die Fed ist fast schon dazu verpflichtet, die Zinsen in diesem Jahr anzuheben", sagte Investmentexperte Tony Roth von Wilmington Trust. "Aber ich glaube nicht, dass dies im Juni der Fall sein wird. Ich glaube, der September ist wahrscheinlicher."

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VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007664039
Börse
Xetra

-0,66 -0,36%
+180,34€
Chart von VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
Volkswagen: Konzern kann Investoren nicht beruhigen
1 von 29

Zu den zahlreichen Verlierern dieser Woche gehören auch Autoaktien, zum Beispiel Volkswagen. Der Konzern, der zuletzt wegen der Führungskrise in den Schlagzeilen war, konnte die Investoren bislang noch nicht wirklich beruhigen, auch auf der Hauptversammlung nicht. Nach dem Rücktritt von Firmen-Patriarch Ferdinand Piech soll Lkw-Chef Andreas Renschler Aufsichtsratschef der VW-Tochter MAN werden. All dies half nichts, die Aktien fielen um bis zu 3,3 Prozent und waren damit größter Verlierer im Dax.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 2,9 Prozent

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
Xetra

-0,24 -0,33%
+73,41€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN
BMW: Gewinnsprung reicht Anlegern nicht
2 von 29

Die Kollegen aus Bayern können zumindest an einem Tag an der Börse reussieren. Am Mittwoch legten die Aktien bis zu 1,8 Prozent zu und reagieren damit auf einen Gewinnsprung im ersten Quartal. Zum Jahresauftakt hatte der Autobauer überraschend stark zugelegt. Doch auch dies half nicht nachhaltig, schon am Nachmittag kippte die Stimmung, und es gab einen konkreten Grund dafür: BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner hatte verkündet, dass eine Abkühlung des Marktes in China den Automobilhersteller härter als andere Autokonzerne treffen würde. Daraufhin entschieden sich die Anleger für Gewinnmitnahmen und schickten die Aktie 2,2 Prozent ins Minus.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 1,7 Prozent

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
Xetra

-0,24 -0,34%
+70,25€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer: Gute Nachrichten sorgen nur für Strohfeuer
3 von 29

Ebenso erging es dem Chemiekonzern Bayer. Nach einem positiven Analystenkommentar kletterten die Aktien am Mittwoch um bis zu 1,7 Prozent. Doch auch dies war nur ein Strohfeuer. Die Analysten der Berenberg Bank hatten ihre Kaufempfehlung mit einem auf 155 (bisher 146) Euro höheren Kursziel versehen. Die Zahlen zum ersten Quartal seien erfreulich gewesen, schrieben die Aktienstrategen in einer Kurzstudie. Sie hätten den guten Start ins neue Jahr untermauert. Der Konzern hatte bei der Vorstellung des Zwischenberichts vorige Woche zudem für 2015 einen Rekordumsatz in Aussicht gestellt. Auch die Nachricht, dass der Pharmakonzern auf eine Ausweitung seines Chinageschäfts hoffen darf, reichte nicht für eine nachhaltige Gegenbewegung beim Aktienkurs. Das erfolgreiche Medikament Xarelto zur Prävention von Schlaganfällen wurde nun in China zugelassen. Das Präparat hat bereits in den USA reißenden Absatz gefunden.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 2,1 Prozent

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
Xetra

-0,95 -0,44%
+217,05€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz: Anleger nehmen Gewinne mit
4 von 29

Die Aktien des Versicherers Allianz rutschten hingegen am Donnerstag stark ab, nachdem sie zuvor aufgrund guter Zahlen zugelegt hatten. Weil Anleger Gewinne mitnahmen, verloren sie in der Spitze vier Prozent; am Mittwoch hatten sie noch bis zu 3,4 Prozent gewonnen. Die Bilanz war unerwartet gut ausgefallen. Der Versicherer steigerte nach vorläufigen Zahlen Gewinn und Umsatz im Auftaktquartal und ist zuversichtlich, seine Jahresziele zu erreichen. Besonders der Nettogewinn sei deutlich besser ausgefallen als gedacht, kommentierten die Analysten von Equinet.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 3,3 Prozent

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
Xetra

+0,10 +0,04%
+253,80€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Münchener Rück: Zahlen fallen an der Börse durch
5 von 29

Unter Druck stand am Donnerstag auch die Titel des Rückversicherers Münchener Rück, die sich um 2,3 Prozent verbilligten. Hier waren es die Zahlen, die bei den Börsianern durchfielen. Der Gewinn ging im ersten Quartal zurück. Auch über die Aussichten für das Gesamtjahr äußerte sich das Unternehmen zurückhaltend. Die Bilanz sei zwar im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, meinte Analyst Philipp Häßler von der Investmentbank Equinet. Die Preise in der Schaden- und Unfallrückversicherung dürften jedoch unter Druck bleiben.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 1,1 Prozent

ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1EWWW0
Börse
Xetra

-2,40 -0,90%
+264,50€
Chart von ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Adidas: Starke Zahlen lassen Aktie hochspringen
6 von 29

Wie viele andere Unternehmen konnte auch der Sportartikelhersteller Adidas diese Woche mit starken Zahlen punkten, aber damit nur kurzfristig den Aktien Impulse geben. Am Dienstag legten die Titel in der Spitze um 3,3 Prozent zu und reagierten damit auf einen Umsatzanstieg im ersten Quartal. Der Umsatz kletterte um 17 Prozent auf 4,083 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Plus neun Prozent. Das Unternehmen habe einen guten Start in das Jahr hingelegt, schrieb Equinet-Analyst Ingbert Faust in einem Kommentar. Das Umsatzziel für das Gesamtjahr erscheine angesichts der jüngsten Zahlen als zu konservativ. Adidas bekräftigte die Prognose, wonach der Umsatz 2015 währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich steigen soll. Im allgemeinen Sog ging es mit der Aktie dann wieder bergab.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 0,4 Prozent

CECONOMY AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007257503
Börse
Xetra

-0,02 -0,42%
+4,53€
Chart von CECONOMY AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Metro: Haniel vergrätzt Börsianer
7 von 29

In der zweiten Reihe sah es diese Woche nicht viel anders aus als im Dax. So verzeichneten am Dienstag die im MDax gelisteten Titel des Handelskonzerns Metro einen Kursgewinn von bis 3,2 Prozent aufgrund guter Zahlen, doch für ein Wochenplus reichte das nicht. Belastend kam neben dem Marktumfeld am Donnerstag dazu, dass die Duisburger Familienholding Haniel, einer der wichtigsten Anteilseigner, nach eigenen Angaben 16,25 Millionen Metro-Stammaktien verkauft hat. Die Titel verloren in der Spitze 6,6 Prozent. "Dieser Schritt kam sehr überraschend", sagte ein Händler. Es gebe zudem Spekulationen im Markt, dass Haniel ihren Anteil weiter reduzieren könnte. Dies setze die Metro-Aktie zusätzlich unter Druck.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 5,1 Prozent

Am Aktienmarkt stiegen die Papiere des Kreditkartenkonzerns Visa um gut vier Prozent. Die Agentur Bloomberg berichtete, der US-Konzern wolle seine ehemalige Tochter Visa Europe für bis zu 20 Milliarden Dollar zurückkaufen.

Der Kurs des Softwarehauses Salesforce sackte dagegen 2,9 Prozent ab, weil Übernahmespekulationen an Nahrung verloren. Reuters-Informationen zufolge erwägt Microsoft derzeit keine Offerte für die Firma. Microsoft gewannen 2,3 Prozent.

AOL -Papiere schossen zehn Prozent in die Höhe. Der Internetkonzern übertraf im Quartal die Prognosen der Analysten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 775 Millionen Aktien den Besitzer. 2469 Werte legten zu, 605 gaben nach und 105 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von knapp zwei Milliarden Aktien 1737 Titel im Plus, 1023 im Minus und 134 unverändert.

Die Aussicht auf eine Zinserhöhung erst in der zweiten Jahreshälfte trotz neuer Impulse am Arbeitsmarkt belebte das Geschäft an den Kreditmärkten. Dort stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 98-24/32. Sie rentierten mit 2,614 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 7/32 auf 92-05/32 und hatten eine Rendite von 2,90 Prozent.

  • rtr
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