Börse New York Berg- und Talfahrt an der Wall Street

Angst und Unsicherheit an den Märkten macht auch die Anleger an der Wall Street nervös. Nach einem Auf und Ab schlossen die New Yorker Werte wenig verändert. Für Enttäuschung sorgt ein Edeljuwelier.
Update: 19.01.2016 - 22:42 Uhr
Nach den Verlusten in der Vorwoche geht es an der Wall Street wieder voran. Quelle: AFP
US-Händler sind erleichtert

Nach den Verlusten in der Vorwoche geht es an der Wall Street wieder voran.

(Foto: AFP)

New YorkNach dem schlechten Jahresstart herrscht an der Wall Street weiter hohe Nervosität. Die US-Börsen schlossen am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt wenig verändert. Für Verunsicherung sorgte, dass sich US-Öl verbilligte. Die Aktienmärkte orientieren sich derzeit stark an der Entwicklung der Rohstoffmärkte. Sinkende Ölpreise werden als Hinweis auf eine Konjunkturabkühlung gewertet.

Im frühen Handel hatten Investoren noch positiv reagiert auf Zahlen zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Dieses wuchs im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent zwar so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr. Aber am Markt gab es Erleichterung darüber, dass die Rate nicht noch tiefer absackte. Außerdem wird damit gerechnet dass die Führung in Peking die heimische Wirtschaft mit zusätzlichen Stützungsmaßnahmen ankurbeln wird.

"Es herrscht eine riesige Angst und Unsicherheit an den Märkten", sagte Anlagestratege David Carter vom Finanzdienstleister Lenox Wealth Advisors. "Wir brauchen mehr als nur eine gute Wirtschaftsstatistik, um dies zu überwinden."

Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent höher auf 16.016 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte wenig verändert mit 1881 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,3 Prozent auf fast 4477 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 1,5 Prozent fester auf 9664 Punkten aus dem Handel. Am Montag waren die US-Märkte wegen eines Feiertags geschlossen geblieben.

Die Berichtssaison an der Wall Street kommt immer stärker auf Touren. Weitere Geldhäuser legten ihre Quartalszahlen vor. Bank of America rutschten 1,5 Prozent ins Minus, obwohl der Gewinn über den Analystenschätzungen lag. Auch Morgan Stanley schnitt besser ab als erwartet. Die Aktie des Geldhauses zog 1,1 Prozent an.

Applaus gab es zudem für den Krankenversicherer United Health, der ein Einnahmenplus von 30 Prozent im abgelaufenen Vierteljahr bekanntgab. Sein Börsenwert kletterte um drei Prozent.

Die Chronik des Drachensturzes
7. Januar 2016
1 von 22

Enttäuschte Anleger, leere Hallen. Nach einer kurzen Beruhigung wird der Börsenhandel in Shanghai und Shenzhen am 7. Januar für den Rest des Tages ausgesetzt – nach gerade einmal einer halben Stunde. Damit geht der Donnerstag als der kürzeste Handelstag in die chinesische Börsengeschichte ein. Die Aktienmärkte waren erneut um mehr als sieben Prozent gefallen.

4. Januar 2016
2 von 22

Bereits am 4. Januar wird der Handel nach einem an Chinas Aktienmärkten für den Rest des Tages ausgesetzt. Gleich am Tag seiner Einführung kommt damit ein Sicherungsmechanismus zum Zug, der zu große Schwankungen verhindern soll.

24. August 2015:
3 von 22

Den letzte Sturz erwischt die Anleger im August. Der Shanghai Component Index fällt um 8,5 Prozent, der Shenzhen Component Index um 7,8. Das sorgt nicht nur in China sondern auch in den USA und Europa für große Verunsicherung.

27. Juli
4 von 22

Auch im Juli müssen Chinas Anleger einen neuen Kurssturz verdauen. Die Börse Schanghai bricht um 8,5 Prozent ein auf 3.726 Punkte. Das ist der heftigste Kurssturz innerhalb eines Tages seit 2007. Auch der Leitindex an der zweitgrößten chinesischen Börse in Shenzen schloss mehr als acht Prozent tiefer...

Börse Schanghai bricht ein
5 von 22

Grund für den Sturz: Die Anleger haben Angst vor einem wirtschaftlichen Schwächeanfall der Volksrepublik. Dafür spricht, dass der Gewinn chinesischer Industrieunternehmen im Juni um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückging.

24. Juli
6 von 22

Eine private Umfrage zeigt, dass der chinesische Industriesektor im Juni so stark wie seit 15 Monaten nicht mehr geschrumpft ist. Die wichtigsten Indizes Chinas in Shanghai und Shenzhen verlieren 1,3 und 1,8 Prozent. Damit endet eine seit rund drei Wochen andauernde Erholungsphase.

23. Juli
7 von 22

Die chinesische Regierung sichert den Märkten erneut ihre Unterstützung zu. Die Anleger feiern die staatlichen Eingriffe. Der Shanghai Composite Index gewinnt mehr als zwei Prozent und schließt den sechsten Tag in Folge im Plus.

Enttäuschung löste dagegen der Zwischenbericht von Tiffany aus. Der starke Dollar verhagelte dem Luxusjuwelier das Weihnachtsgeschäft. Der Tiffany-Kurs sackte um fünf Prozent ab.

Twitter -Titel brachen sieben Prozent ein. In mehreren Regionen funktionierte der Kurznachrichtendienst vorübergehend nicht, was das Unternehmen auf eine Softwarepanne zurückführte.

An der New Yorker Börse wechselten rund 1,21 Milliarden Aktien den Besitzer. 1023 Werte legten zu, 2087 gaben nach und 92 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,36 Milliarden Aktien 990 im Plus, 1893 im Minus und 107 unverändert.

Auch an den US-Kreditmärkten lagen die Kurse wenig verändert. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 101-25/32. Die Rendite stieg auf rund 2,05 Prozent. Der 30-jährige Bond gab nach um 4/32 auf 103-18/32 und rentierte mit 2,82 Prozent.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Börse New York - Berg- und Talfahrt an der Wall Street

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%