Börse New York Buffett-Übernahme beflügelt Wall Street

Früh legen Dow Jones und Co um bis zu ein Prozent zu. Schwache Indikatoren aus China treiben Spekulationen auf staatliche Konjunkturhilfen. Daneben sorgt Investment-Ikone Warren Buffett mit einem Megadeal für Kauflaune.
1 Kommentar
Ist die Zinswende schon eingespeist? Quelle: dpa
Händler in der New York

Ist die Zinswende schon eingespeist?

(Foto: dpa)

New YorkEine milliardenschwere Übernahme des Investors Warren Buffett hat den Anlegern an der Wall Street nach mehreren schwachen Handelstagen wieder Mut gemacht. Die wichtigsten Indizes schlossen am Montag deutlich im Plus. Auch die Hoffnung auf neue Konjunkturpakete in China trug zur positiven Stimmung bei.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.615 Punkten fast 1,4 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.375 und 17.629 Punkten. Die sieben Handelstage zuvor hatte er im Minus geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2104 Zählern knapp 1,3 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 1,16 Prozent und schloss bei 5101 Punkten. In Frankfurt schloss der Dax mit 11.604 Punkten knapp ein Prozent im Plus.

Anleger wieder mit besserer Laune

Buffett nimmt für seine bislang größte Übernahme 37,2 Milliarden Dollar für den Industriekonzern Precision Castparts in die Hand. Die Titel des Lieferanten von Teilen für die Luftfahrt- und Energiebranche legten um 19,1 Prozent zu, die B-Aktien von Buffetts Gesellschaft Berkshire gaben geringfügig nach.

Das Geschäft wurde am Markt als Zeichen gesehen, dass die jüngste Welle von Übernahmen und Fusionen noch nicht abgeflaut ist. Reuters-Zahlen zufolge war der Juli der siebtstärkste Monat bei M&A seit 1980. „Am Ende des Jahres werden wir deutlich mehr Deals geschlossen haben als im vergangenen Jahr“, sagte der Chef-Marktstratege Art Hogan von Wunderlich Securities.

Die zuletzt schwachen Konjunkturdaten aus China schürten Hoffnungen auf ein neuerliches Konjunkturpaket in der Volksrepublik. Im Juli waren die Ausfuhren des Export-Weltmeisters China stärker als von Ökonomen erwartet eingebrochen. Angesichts der zuletzt schwachen Wirtschaftsdaten aus der Volksrepublik gerät die chinesische Zentralbank immer stärker unter Druck, mit Hilfe der Geldpolitik die Wirtschaft anzukurbeln.

Bei den Einzelwerten legte Twitter um neun Prozent zu. Der Kurznachrichtendienst gab eine engere Zusammenarbeit mit der US-Football-Liga NFL bekannt, was neue Nutzer anlocken könnte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 866 Millionen Aktien den Besitzer. 2328 Werte legten zu, 735 gaben nach und 113 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1939 im Plus, 854 im Minus und 141 unverändert.

Die lukrativsten Märkte der letzten 20 Jahre
Platz 18: Japan
1 von 18

Die Sutor Bank hat die 18 wichtigsten Aktienmärkte der Welt im Zeitraum von 20 Jahren untersucht, um herauszufinden, welcher Markt die stärkste Performance hatte. In der Auswertung der Hamburger Privatbank kommt Japan auf den letzten Platz. „Das war durchaus erwartbar“, kommentierte Lutz Neumann, Leiter der Vermögensberatung der Sutor Bank, das schlechte Abschneiden Japans. Auf den anderen Plätzen fanden sich allerdings ein paar Überraschungen.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 0,19 Prozent pro Jahr

Platz 17: Österreich
2 von 18

Ziemlich oft bergab ging es auch für Anleger am österreichischen Aktienmarkt. Auf 20-Jahressicht schaffte der österreichische MSCI Austria Index immerhin doch noch ein Plus. Schlusslicht war Österreich unter anderem im Jahr 2014. Die Sanktionen gegen Russland belasteten österreichische Banken und Unternehmen, die stark in Russland engagiert sind.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 1,65 Prozent pro Jahr

Platz 16: Italien
3 von 18

Der MSCI Italy Index gehört im internationalen Vergleich der Sutor Bank ebenfalls zu den Schlusslichtern. Besonders schlecht lief es für den italienischen Aktienmarkt in den Jahren 2010 und 2011 als die europäische Schuldenkrise aufkam.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 3,99 Prozent pro Jahr

Platz 15: Singapur
4 von 18

Singapur ist ein beliebter Finanzplatz und verfügt über eine beeindruckende Skyline. Besonders hoch hinaus kamen hier Anleger jedoch nicht. Der MSCI Singapore Index gehört zu den schwächsten innerhalb der vergangenen 20 Jahre.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 5,35 Prozent pro Jahr

Platz 14: Belgien
5 von 18

In der Gesamtwertung kommt Belgiens Aktienmarkt nur auf den vierzehnten Platz. Allerdings holte der MSCI Belgium Index in den vergangenen Jahren deutlich auf. 2014 schlug er alle anderen Indizes mit einem Plus von 37 Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 6,8 Prozent pro Jahr

Platz 13: Frankreich
6 von 18

Der Aktienmarkt der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft schaffte es innerhalb der letzten zwanzig Jahr nicht unter die Top 10 (im Schnitt). Besonders schlecht lief es in den Jahren 2001 (- 18 Prozent) und 2002 (- 33 Prozent). Lutz Neumann von der Sutor Bank betont, dass die Entwicklung eher zufällig erfolgt. Eine belastbare, seriöse Vorhersage sei unmöglich, erklärt die Privatbank.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 7,15 Prozent pro Jahr

Platz 12: Norwegen
7 von 18

Der norwegische Aktienmarkt erlebte einen legendären Boom im Jahr 2009: Der MSCI Norway Index stieg um sagenhafte 81 Prozent. 2014 gehörte er allerdings zu den schwächsten Märkten, mit einem Minus von elf Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 7,31 Prozent pro Jahr

Die Freude der Aktien war das Leid der US-Staatsanleihen. Die zehnjährigen Papiere fielen um 15/32 auf 99-3/32. Sie rentierten mit 2,23 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 1-10/32 auf 102-4/32 und hatten eine Rendite von 2,89 Prozent.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Börse New York - Buffett-Übernahme beflügelt Wall Street

1 Kommentar zu "Börse New York: Buffett-Übernahme beflügelt Wall Street"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Buffet sorgt immer für gute Laune, nur nicht bei den Optikern, wenn man seine Brille sieht.

    Wenn er ein Eis lutscht, wird das sofort gekauft. Ein Verhalten wie in einer Sekte. Wenn Midas Buffet was kauft, kaufen alle nach, allein dadurch macht er keine Verluste, da alle anderen nach ihm kaufen und den Markt nach oben ziehen.

    Wie schön wäre es, wenn man vorher wüßte was er kauft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%