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Börse New York Dow fällt unter 17.000

Anleger zittern: Ist die chinesische Schwäche nur vorübergehend – oder markieren die jüngsten Turbulenzen einen langfristigen Trend? Noch eine weitere Unsicherheit bremst die Geschäfte an der Wall Street.
Update: 20.08.2015 - 23:20 Uhr Kommentieren
Die Zinswende kommt – wenn nicht heute, dann morgen. Quelle: Reuters
Broker in Aktion

Die Zinswende kommt – wenn nicht heute, dann morgen.

(Foto: Reuters)

New York Die Furcht vor einem Schwächeanfall der chinesischen Wirtschaft hat auch den US-Anlegern am Donnerstag die Stimmung verhagelt. Zudem zeichnet sich nach überwiegend positiven US-Konjunkturdaten Börsianern zufolge ein Ende der lockeren Geldpolitik ab.

In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
L&S

+0,02 +0,15%
+13,13€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa
1 von 11

Die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung in China ist groß – die Abwertung des Yuan durch die Zentralbank schürt Sorgen vor einem Wachstumseinbruch. Auch Dax-Titel stehen deswegen unter Druck. Der direkte Umsatz in China ist stark unetrschieldich. Wir zeigen die am meisten exponierten Firmen.

Umsatzanteil in China: 5 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: über 5 Prozent

Stand aller Angaben: 15. Juli 2015, Quelle: Wirtschaftswoche

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
L&S

+3,08 +2,88%
+109,44€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
SAP
2 von 11

Umsatzanteil in China: 6 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
L&S

+0,17 +1,77%
+9,86€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
ThyssenKrupp
3 von 11

Umsatzanteil in China: 6 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

+2,07 +2,38%
+88,97€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Siemens
4 von 11

Umsatzanteil in China: 8,5 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: null Prozent

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
L&S

+1,05 +1,59%
+67,01€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
5 von 11

Chinas Bevölkerung altert, die Umweltverschmutzung nimmt zu. Dementsprechend steigt auch die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten. Das könnte Bayer helfen.

Umsatzanteil in China: 10 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
L&S

+0,26 +0,50%
+52,38€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Lanxess
6 von 11

Umsatzanteil in China: 10 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: bis zu 5 Prozent

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
L&S

+2,44 +2,31%
+107,44€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
7 von 11

Auch Autozulieferer wie Continental leiden unter der sich andeutenden Wirtschaftsschwäche in China.

Umsatzanteil in China: 11 Prozent

Erwartetes Wachstum in 12 Monaten: über 5 Prozent

Mit den Zahlen, die "das intakte Wachstumsszenario" für die weltgrößte Volkswirtschaft signalisierten, rücke eine Zinserhöhung in den USA näher, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Nach Ansicht von NordLB-Experte Tobias Basse konnten die Daten die Sorgen um die Wirtschaft Chinas und die Weltkonjunktur nicht lindern.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,1 Prozent tiefer auf 16.990 Punkten - dem tiefsten Stand seit Oktober 2014. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um ebenfalls 2,1 Prozent auf 2035 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor sogar 2,8 Prozent auf 4877 Stellen.

In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Minus von 2,3 Prozent bei 10.432 Punkten in den Feierabend, nachdem er zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende Januar gerutscht war. Damit gab der Leitindex in den vergangenen zwei Wochen um mehr als zehn Prozent nach. Der EuroStoxx sank am Donnerstag um 2,2 Prozent auf 3353 Zähler.

"Die Sorgen um China lassen die Anleger nicht los", sagte ein Händler. Die Befürchtungen, dass sich der Wachstumsrückgang in der Volksrepublik als langfristiger Trend herausstellen könnte, belasteten derzeit vor allem exportorientierte Industriezweige.

In den USA waren an diesem Handelstag zahlreiche Wirtschaftsdaten veröffentlicht worden, die Börsianern zufolge als Signale für bald steigende Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft gewertet werden dürften: So waren etwa die Daten vom US-Immobilienmarkt und der Philly-Fed-Index, der das Geschäftsklima in der Region Philadelphia misst, überraschend gut ausgefallen.

Auch das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der Fed-Sitzung im Juli bremste Händlern zufolge den Markt aus. Die US-Notenbank bewegt sich weiter auf die Zinswende zu. Fed-Vertreter verwiesen auf Verbesserungen am Arbeitsmarkt. Sie äußerten allerdings auch Sorgen wegen der nach wie vor niedrigen Inflation und des schwachen Wachstums der Weltwirtschaft.

Finance Briefing
Ein Tag ohne Gewinner im Dow
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