Börse New York Dow Jones springt erstmals über 25.000 Punkte

Die Neujahrs-Rally an der Wall Street gewinnt weiter an Fahrt: Der Dow Jones Index ließ erstmals die Marke von 25.000 Punkten hinter sich. Donald Trump spricht bereits vom Überqueren der 30.000 Punkte.
Update: 05.01.2018 - 00:03 Uhr 5 Kommentare

Trump zu Börsen-Rekord: „Das ist erst der Anfang“

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New YorkAn der Wall Street geht der Gipfelsturm weiter: Die großen Indizes markierten am Donnerstag neue Bestmarken. Der Dow Jones schloss 0,6 Prozent höher auf 25.075 Punkten und notierte damit erstmals über der 25.000-Punkte-Marke. US-Präsident Donald Trump schraubte die Erwartungen umgehend noch höher: „Ich glaube, unsere neue Nummer ist 30.000.“ Der S&P 500 legte 0,4 Prozent auf 2723 Zähler zu. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent auf 7077 Punkte.

Der Dow hatte erst vor knapp einem Jahr die Hürde von 20.000 Punkten genommen - wenige Tage nach der Amtseinführung von Trump, der damals milliardenschwere Konjunkturprogramme und eine Deregulierung der Banken angekündigt hatte.

Unterstützt wurde die gute Stimmung am Donnerstag vom überraschend starken Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft. Die Firmen stellten dem Personaldienstleister ADP zufolge mit 250.000 Mitarbeitern 60.000 mehr ein als erwartet. Es war der größte monatliche Zuwachs seit März. Die Umfrage gibt den Anlegern einen Vorgeschmack auf die amtlichen Daten vom US-Arbeitsmarkt, die am Freitag erwartet werden. Die Fed hat im Dezember auf den andauernden Boom am amerikanischen Stellenmarkt mit der dritten Zinserhöhung im Jahr 2017 reagiert.

Gebremst wurde der Dow allerdings durch Intel. Die Titel des Chip-Weltmarktführers fielen um 1,8 Prozent, nachdem sie am Mittwoch schon 3,4 Prozent verloren hatten. Ein von Intel seit Jahren verkaufter Mikroprozessor hat eine Sicherheitslücke, die es Hackern ermöglicht, Passwörter auszulesen. Auch Chips des Rivalen AMD bergen laut Experten Risiken. AMD setzten aber ihren Aufwärtstrend fort und gewannen fünf Prozent, nachdem sie am Mittwoch schon 5,2 Prozent zugelegt hatten.

Abwärts ging es mit Tesla: Der Elektroauto-Pionier enttäuschte Anleger mit seinen Absatzzahlen und weiteren Verzögerungen bei der Fertigung seines Hoffnungsträgers Model 3. Die Aktien verloren knapp ein Prozent.

Im großen Bogen warfen Anleger Aktien von Kaufhausketten wie Macy's oder J.C. Penney aus den Depots. Die durch den Online-Handel in Bedrängnis geratenen Einzelhändler hatten im Weihnachtsgeschäft zwar mehr umsetzen können, doch reichte das Investoren nicht, die keine nachhaltige Verbesserung der Geschäftslage sahen. Die Scheine von Macy's fielen 3,3 Prozent, die von J.C. Penney 0,3 Prozent.

Walgreens Boots verloren rund fünf Prozent. Die Apothekenkette Walgreens hatte einen Gewinnrückgang von über 20 Prozent ausgewiesen und auf eine Abschreibung beim chinesischen Vertriebspartner Guangzhou Pharmaceuticals verwiesen.

In Frankfurt ging der Dax 1,5 Prozent höher auf 13.168 Punkten aus dem Handel und machte damit die Verluste seit der Woche vor Weihnachten wieder wett. Von seinem Anfang November erreichten Rekordhoch von 13.525 Punkte ist er aber noch ein Stück entfernt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 900 Millionen Aktien den Besitzer. 1725 Werte legten zu, 1178 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 1776 im Plus, 1183 im Minus und 181 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben leicht nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 2/32 auf 98-7/32. Die Rendite stieg auf 2,4525 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1/32 auf 99-9/32 und rentierte mit 2,7855 Prozent.

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5 Kommentare zu "Börse New York: Dow Jones springt erstmals über 25.000 Punkte "

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  • Sehen Sie Herr Metz, so geht das, jeden Tag ein neuer Coin, So viele wie man will.
    Kronenkorken sind die bessere Währung.
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/ripple-eine-kryptowaehrung-als-wall-street-partner/20812524.html

  • Hallo Herr Metz, dafür bin ich zu alt um meine Zeit mit Kronenkorken zu verschwenden. Falls jemand glaubt, daß die, die etwas zu sagen haben sich von Coins und Hash beirren lassen geht in die Irre.

  • @ Peter Spiegel

    Beschäftigen Sie sich lieber mit HASH(graph) statt mit HASCH.
    Hasch ist Vergangenheit, Hash hat Zukunft. ;-)

  • Bis zu 20% sind heute die Hasch-Aktien gefallen, kann man noch mehr kohlchen machen ? Stops haben schon morgens in Frankfurt 5% gebracht und dann nochmal um 16h 10%. Die Meldung das die US-Regierung in Sachen Hasch tätig wird läßt doch wieder ein Fläschchen öffnen.

  • Wesentlich mehr als steigende Aktienkurse interessieren mich fallende Forderungen wie die US-Anleihenkurse (hier die zehnjährigen):
    https://www.investing.com/rates-bonds/u.s.-10-year-bond-yield-streaming-chart
    Dort kommt nämlich ein großer Teil der Kohle für die Aktienkäufe her.
    Sinken die Anleihenkurse weiter so schön, wird es demnächst spannend.
    Und auch der Herr Flossbach in dem Premium-Artikel täuscht sich: NICHTS ist für die Ewigkeit! Das wussten sogar die Böhsen Onkelz.
    Kommt es zur Währungskrise und wird die Währung abverkauft, dann müssen die Zinsen hoch. Genau das geschah übrigens mit dem US-Dollar Ende der 1970er / Anfang der 1980er Jahre: er wurde immer stärker abverkauft und drohte unterzugehen. Der damalige FED-Chef Paul Volcker musste die Zinsen bis auf über 20% hinauf katapultieren, um den USD zu "retten".
    Herr Flossbach sollte davon ausgehen, dass er das auch beim Euro miterleben darf...

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