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Börse New York Griechenlandkrise lastet schwer auf US-Börsen

Die Rückkehr der Schuldenkrise in Europa hatte auch die Wall Street wieder fest im Griff. Die wichtigsten US-Indizes lagen zu Börsenschluss bis zu zwei Prozent im Minus. Selbst positive Konjunkturdaten konnten den Abwärtssog nicht stoppen. Nach einem Senats-Votum brachen die Kurse von Visa und Mastercard ein.
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Der Blick auf die Kurstafel macht an der Wall Street aktuell wenig Spaß. Quelle: dpa

Der Blick auf die Kurstafel macht an der Wall Street aktuell wenig Spaß.

(Foto: dpa)

HB NEW YORK. Die Schuldenkrise in Europa hat auch die Wall Street wieder fest im Griff: Die US-Börsen mussten zum Wochenausklang Federn lassen, weil die New Yorker Anleger angesichts der Zahlungsprobleme am anderen Ende des Atlantiks um die weltweite Konjunkturerholung fürchteten. Gegen diesen Pessimismus konnten auch positive Konjunkturdaten nichts ausrichten. So stieg zwar die Industrieproduktion überraschend kräftig und auch die amerikanischen Einzelhändler setzten im April insgesamt mehr um. Doch enttäuschende Ergebnisse einzelner Ketten wie Nordstrom und J.C. Penney ließen an der für die US-Konjunktur so zentralen Kauffreude der Verbraucher zweifeln.

Auf die Stimmung drückte nicht zuletzt auch die Entscheidung des Senats, Gebühren für Kreditkarten zu beschränken. Die Aktien von Visa und Mastercard brachen ein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10 780 und einem Tief von 10 537 Punkten. Er schloss 1,5 Prozent leichter bei 10 620 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,9 Prozent auf 1135 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte knapp zwei Prozent ein und notierte bei 2346 Stellen. Damit kamen die US-Börsenbarometer besser weg als der Dax, der sich in Frankfurt 3,1 Prozent leichter aus dem Handel verabschiedete. Der Euro fiel auf ein 18-Monats-Tief.

In New York verbuchten die drei großen Indizes trotz der Verlusttage auf Wochensicht die größten Prozentgewinne seit zehn Wochen: für den Dow ging es 2,3, für den S&P 2,2 und für die Nasdaq 3,6 Prozent nach oben. Infolge der Begeisterung für die massiven Rettungsmaßnahmen in Europa waren die Aktien in New York am Montag in die Höhe geschossen. Doch der anfängliche Optimismus über das entschlossene Einschreiten der Euro-Länder verflog schnell wieder. „Die Gefahr der Ausbreitung wurde eingegrenzt“, sagte Jamie Cox von der Harris Financial Group mit Blick auf das Rettungsprogramm der EU-Staaten. „Aber die Schuldenprobleme existieren seit Jahrzehnten und werden nicht über Nacht verschwinden.“

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