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Börse New York Jobbericht lastet auf US-Börsen

Der US-Arbeitsmarkt ist zwar schwächer ausgefallen als erwartet. Experten zufolge untermauern die Zahlen aber trotzdem die Erwartung, dass die Fed bald mit der Zinsanhebung beginnt. Das belastet die US-Börsen.
Update: 07.08.2015 - 22:14 Uhr 1 Kommentar
Beginnt die Fed ihre Zinsanhebung, verteuern sich für Unternehmen und Privatleute die Kredite. Dies wiederum belastet die Aktienkurse. Quelle: ap
Sorge an der Wall Street

Beginnt die Fed ihre Zinsanhebung, verteuern sich für Unternehmen und Privatleute die Kredite. Dies wiederum belastet die Aktienkurse.

(Foto: ap)

New York Die Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung hat am Freitag die US-Börsen ins Minus gedrückt. Auslöser war der mit großer Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Demnach stieg die Zahl der neuen Stellen im Juli um 215.000. Das war zwar etwas weniger als von Analysten vorausgesagt, aber ein kräftiges Plus.

Experten zufolge untermauert es die Erwartung, dass die Fed im September mit ihren Zinsanhebungen beginnen wird. Steigen die Zinsen, verteuern sich für Unternehmen und Privatleute die Kredite. Dies wiederum belastet die Aktienkurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 17.373 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 0,3 Prozent und stand bei 2077 Zählern. Auch der der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,3 Prozent auf 5043 Stellen.

Über die Woche gesehen verlor der Dow 1,8 Prozent, der S&P 1,2 Prozent und der Nasdaq 1,7 Prozent. In Frankfurt beendete der Dax den Freitag mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 11.490 Punkte.

Arbeitsmarktbericht schürt Sorgen über Zinserhöhung

Unter den Einzelwerten zogen Nvidia-Papiere die Aufmerksamkeit auf sich. Sie schossen um mehr als zwölf Prozent in die Höhe, weil dem Chipkonzern im abgelaufenen Quartal überraschend ein Umsatzanstieg gelang.

Auf der Verliererseite waren hingegen Groupon-Papiere, die gut fünf Prozent abrutschten. Das Schnäppchenportal verfehlte mit seinen Zahlen die Erwartungen.

Der Aktienkurs des Schokoladenherstellers Hershey gab um 2,7 Prozent nach. Das Unternehmen hatte seine Umsatzprognose zum vierten Mal nach unten geschraubt.

Die lukrativsten Märkte der letzten 20 Jahre
Platz 18: Japan
1 von 18

Die Sutor Bank hat die 18 wichtigsten Aktienmärkte der Welt im Zeitraum von 20 Jahren untersucht, um herauszufinden, welcher Markt die stärkste Performance hatte. In der Auswertung der Hamburger Privatbank kommt Japan auf den letzten Platz. „Das war durchaus erwartbar“, kommentierte Lutz Neumann, Leiter der Vermögensberatung der Sutor Bank, das schlechte Abschneiden Japans. Auf den anderen Plätzen fanden sich allerdings ein paar Überraschungen.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 0,19 Prozent pro Jahr

(Foto: dpa)
Platz 17: Österreich
2 von 18

Ziemlich oft bergab ging es auch für Anleger am österreichischen Aktienmarkt. Auf 20-Jahressicht schaffte der österreichische MSCI Austria Index immerhin doch noch ein Plus. Schlusslicht war Österreich unter anderem im Jahr 2014. Die Sanktionen gegen Russland belasteten österreichische Banken und Unternehmen, die stark in Russland engagiert sind.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 1,65 Prozent pro Jahr

(Foto: dpa)
Platz 16: Italien
3 von 18

Der MSCI Italy Index gehört im internationalen Vergleich der Sutor Bank ebenfalls zu den Schlusslichtern. Besonders schlecht lief es für den italienischen Aktienmarkt in den Jahren 2010 und 2011 als die europäische Schuldenkrise aufkam.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 3,99 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 15: Singapur
4 von 18

Singapur ist ein beliebter Finanzplatz und verfügt über eine beeindruckende Skyline. Besonders hoch hinaus kamen hier Anleger jedoch nicht. Der MSCI Singapore Index gehört zu den schwächsten innerhalb der vergangenen 20 Jahre.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 5,35 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 14: Belgien
5 von 18

In der Gesamtwertung kommt Belgiens Aktienmarkt nur auf den vierzehnten Platz. Allerdings holte der MSCI Belgium Index in den vergangenen Jahren deutlich auf. 2014 schlug er alle anderen Indizes mit einem Plus von 37 Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 6,8 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 13: Frankreich
6 von 18

Der Aktienmarkt der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft schaffte es innerhalb der letzten zwanzig Jahr nicht unter die Top 10 (im Schnitt). Besonders schlecht lief es in den Jahren 2001 (- 18 Prozent) und 2002 (- 33 Prozent). Lutz Neumann von der Sutor Bank betont, dass die Entwicklung eher zufällig erfolgt. Eine belastbare, seriöse Vorhersage sei unmöglich, erklärt die Privatbank.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 7,15 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 12: Norwegen
7 von 18

Der norwegische Aktienmarkt erlebte einen legendären Boom im Jahr 2009: Der MSCI Norway Index stieg um sagenhafte 81 Prozent. 2014 gehörte er allerdings zu den schwächsten Märkten, mit einem Minus von elf Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 7,31 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 1262 Werte legten zu, 1800 gaben nach, und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von zwei Milliarden Aktien 1088 im Plus, 1701 im Minus und 142 unverändert.

US-Staatsanleihen waren angesichts der Aussicht auf höhere Zinsen gefragt. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 18/32 auf 99-19/32 und rentierten mit 2,17 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten um sogar 1-21/32 auf 103-17/32 zu und hatten eine Rendite von 2,82 Prozent.

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  • rtr
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1 Kommentar zu "Börse New York: Jobbericht lastet auf US-Börsen"

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  • Eine pervers zu nennende Reaktion. Früher waren gute Zahlen ein Grund zur Freude und Marktbesserungen.

    Nur durch die in Wirkung und Folge höchst ungewissen Maßnahmen der Notenbanken konnte jede normale Reaktion auf die Krise seit 2008 unterbunden werden. Das kann sich nur rächen.

    Sollte nun die Geldpolitik zurück kehren - zunächst in USA -, so sieht man offenbar doch eine Gefahr der Überreaktion durch die Rückführung der drastischen Marktmanipulationen per QE und ZIRP.

    Die steht in der Tat ganz sicherlich bevor. All die schönen Jahre staatlicher Repression von 2008 bis heute dürften vorbei sein - und der notwendige Schock für einige Jahre schlimme Folgen offenbaren.

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