Börse New York Kauflaune dank positiver Konjunkturdaten

Was paradox klingt, macht zumindest kurzfristig Sinn. Denn viele Anleger in und außerhalb der USA setzen nun auf weitere Kapitalspritzen der Notenbanken. An der Wall Street gibt das den Werten Auftrieb.
Update: 01.03.2016 - 23:46 Uhr

Anleger schwelgen am Super Tuesday in Kauflaune

New YorkErmutigende Konjunkturdaten haben am Dienstag der Wall Street einen Schub gegeben. Für Kauflaune unter Investoren sorgte der Anstieg des Stimmungsbarometers der Einkaufsmanager aus der US-Industrie. Zudem stiegen die US-Bauausgaben im Januar auf das höchste Niveau seit 2007. "Die Dinge stehen nicht so schlecht wie wir dachten, und das wird uns nun bewusst", sagte Anlagestratege Brad McMillan vom Handelshaus Commonwealth Financial Network. Dies dürfte allerdings auch eine Rolle spielen in den Überlegungen der US-Notenbank, wann der Zeitpunkt für eine weitere Zinsanhebung gekommen ist.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 2,1 Prozent fester aus dem Handel bei 16.865 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte 2,4 Prozent auf 1978 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,9 Prozent auf 4690 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 2,3 Prozent höher bei 9717 Punkten.

An der Wall Street zählten insbesondere Finanz - und Technologiewerte zu den Gewinnern. Im Blick standen zudem Autoaktien. Auslöser waren überzeugende US-Absatzzahlen im Februar. Fiat Chrysler zogen 7,2 Prozent an, Ford 4,6 Prozent und General Motors 1,9 Prozent.

Der Kurs von Honeywell schoss 4,5 Prozent in die Höhe. Anleger reagierten erleichtert darauf, dass der Industriekonzern seine Pläne für eine gut 90 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Rivalen United Tech zurückzog. United-Tech-Papiere verbilligten sich dagegen um 1,6 Prozent.

Welche Länder am meisten in Aktien investieren
Aktienspekulation
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Die ING Bank hat in einer Studie zusammengetragen, welche Haushalte in der Eurozone am meisten in Aktien investieren. Die Analysten haben dafür aus den 19 Euro-Ländern zwölf Länder ausgewählt. Nicht dabei sind die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Luxemburg, Irland, Malta und Zypern.

Platz 12: Griechenland (Akropolis in Athen)
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Am wenigsten in Aktien investieren die Griechen: Die Haushalte haben im Jahr 2014 gerade einmal sechs Prozent ihres verfügbaren Einkommens in Wertpapiere investiert. Dafür haben sie ordentlich Geld auf der Bank geparkt: Die Quote beträgt hier 103 Prozent. Wer also im Jahr 10.000 Euro zur Verfügung hat, hat durchschnittlich 10600 Euro auf dem Konto.

Bei der kurzfristigen Verschuldung liegen die Haushalte übrigens mit zwölf Prozent klar an der Spitze – bei der langfristigen befinden sie sich im oberen Mittelfeld.

Platz 11: Slowakei (Bratislava Burg in Bratislava)
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Die slowakischen Haushalte investieren durchschnittlich zwei Prozentpunkte mehr – also acht Prozent – in Aktien als die griechischen. Die Slowaken sind zudem sowohl kurzfristig (4%) als auch langfristig (35%) vergleichsweise wenig verschuldet. Auch die Quote für Geld auf Bankkonten ist niedrig: 60 Prozent ihres verfügbaren Einkommens haben die Haushalte hier geparkt.

Platz 10: Slowenien (Ljubljanica-Fluss in Ljubljana)
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Slowenien weist fast die gleichen Daten auf: Mit elf Prozent ihres verfügbaren Einkommens investieren die Haushalte hier nur drei Prozentpunkte mehr in Aktien als in der Slowakei. Auch bei den Bankkonten (52%) sowie kurzfristigen (3%) und langfristigen Schulden (41%) ähneln sie dem Land mit dem ähnlich klingenden Namen.

Platz 9: Portugal (Torre de Belem in Portugal)
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Portugals Sparer setzen am meisten auf Bankkonten: 114 Prozent ihres verfügbaren Einkommens haben die Haushalte hier im Schnitt angelegt. Bei Aktien sind es hingegen nur 14 Prozent. Während die kurzfristige Verschuldung mit vier Prozent im Mittelfeld des Rankings liegt, weisen die langfristigen Verbindlichkeiten eine Quote von 98 Prozent auf – noch höher liegt diese nur...

Platz 8: Niederlande (Mühlen bei Kinderdijk)
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...bei den Niederländern: Satte 163 Prozent ihres verfügbaren Einkommens betragen hier im Schnitt die langfristigen Verbindlichkeiten; und auch kurzfristig haben sich die Niederländer mit sechs Prozent überdurchschnittlich hoch verschuldet. Bei den Aktieninvestments liegt die Quote bei 21 Prozent, bei den Bankkonten bei 90.

Platz 7: Frankreich (Eiffelturm in Paris)
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Auch in Frankreich wird verhältnismäßig wenig auf Wertpapiere gegeben. Die Haushalte hier haben 28 Prozent ihres verfügbaren Einkommens in Aktien angelegt. Sie sind zudem am wenigsten kurzfristig verschuldet (2%) und liegen mit ihren langfristigen Verbindlichkeiten (67%) im Mittelfeld. Auf den Bankkonten lagern sie mit 73 Prozent mehr als Slowenen und Slowaken, befinden sich aber im unteren Tabellendrittel.

Die Aktien des Börsenbetreibers Intercontinental Exchange (ICE) büßten 2,7 Prozent ein. Das Unternehmen erwägt nach eigenen Angaben eine Gegenofferte für die Londoner Börse, die mit der Deutschen Börse fusionieren will.

An der New Yorker Börse wechselten rund 1,13 Milliarden Aktien den Besitzer. 2550 Werte legten zu, 533 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 2117 im Plus, 690 im Minus und 130 unverändert.

Die Konjunkturdaten drückten die Kurse der US-Staatsanleihen. Die zehnjährigen Papiere fielen um 24/32 auf 98-06/32. Sie rentierten mit 1,82 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 1-22/32 auf 95-29/32 und hatten eine Rendite von 2,7 Prozent.

  • rtr
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