Börse New York Keine großen Sprünge an der Wall Street

Dow Jones und S&P 500 markierten zwar zeitweise neue Rekordstände, viele Börsianer nahmen jedoch eine abwartende Haltung ein: Der neue US-Präsident Donald Trump will am Dienstag vor dem Kongress sprechen.
Update: 27.02.2017 - 22:19 Uhr Kommentieren
Viele Anleger halten sich derzeit mit Engagements zurück. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Viele Anleger halten sich derzeit mit Engagements zurück.

(Foto: dpa)

New YorkEinen Tag vor der Rede von US-Präsident Donald Trump im Kongress hat die Wall Street am Montag keine großen Sprünge gemacht. Etwas Auftrieb gab Trumps Ankündigung bei einem Treffen mit Gouverneuren von Bundesstaaten, er werde am Dienstag eine "große" Mitteilung zu Infrastrukturvorhaben machen. Außerdem stellte er rasche Fortschritte bei Regulierungsreformen in Aussicht. Der mit Spannung erwartete Steuerplan soll aber erst kommen, nachdem die Vorschläge zur Änderung der Gesundheitsreform Obamacare auf dem Tisch liegen. Marktstratege Art Hogan vom Broker Wunderlich Equity Capital Markets sagte, die Aussicht auf eine Steuerreform bis August könnte die Kurse weiter stützen. Trump wird frühen Mittwoch (03.00 Uhr MEZ) vor dem Kongress reden.

Warten auf Donald Trump

Warten auf Donald Trump

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 20.837 Punkten. Für den Dow war es der zwölfte Handelstag in Folge mit einem Rekordschluss. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich ebenfalls um 0,1 Prozent auf 2369 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,3 Prozent auf 5861 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 0,2 Prozent fester bei knapp 11.823 Punkten aus dem Handel.

So viel schütten die Dax-Unternehmen aus

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

-157,52 -1,24%
Chart von DAX ®
Dax
1 von 31

Die diesjährigen Hauptversammlungen der 30 Dax-Konzerne versprechen rekordhohe Ausschüttungen – insgesamt knapp 31 Milliarden Euro. Voraussichtlich 21 Konzerne erhöhen ihre Dividende.

Die Rendite im Dax liegt im Mittel seit dem Jahr 2004 bei gut drei Prozent. Sehen Sie die Einschätzung zur Dividende – sortiert nach der (geschätzten) Höhe der Dividendenrendite aller Firmen.

Mehr dazu lesen Sie auch in dieser ausführlichen Handelsblatt-Analyse.

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000PSM7770
Börse
Xetra

-0,04 -0,18%
+22,19€
Chart von PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Pro Sieben Sat1
2 von 31

Pro Sieben Sat1: Die höchste Dividendenrendite gibt es direkt vom Dax-Aufsteiger 2016. Mit erwarteten 1,91 Euro je Aktie schüttet das Medienunternehmen damit 80 bis 90 Prozent des bereinigten Konzernüberschusses aus. Das ist für Dax-Unternehmen jedoch die absolute Ausnahme.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 1,80 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 1,91 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,9 Prozent

*geschätzt

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
Xetra

-1,60 -2,73%
+57,04€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Daimler
3 von 31

Daimler: Der Automobilkonzern aus Stuttgart ist auch deswegen interessant, weil die Experten hier in diesem Jahr mit der höchsten Ausschüttungssumme rechnen – nämlich bis zu 3,5 Milliarden Euro.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 3,25 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 3,25 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,6 Prozent

*geschätzt

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
Xetra

-2,84 -1,55%
+180,84€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz
4 von 31

Allianz: Der Versicherungskonzern aus München glänzt auch in diesem Jahr wieder mit einer stattlichen Dividendenrendite. In den letzten zwölf Monaten konnte der Kurs der Aktie um gut sechs Prozent zulegen.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 7,30 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 7,50 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,82 Prozent

*geschätzt

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
Xetra

-3,00 -1,61%
+183,10€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Münchener Rück
5 von 31

Münchener Rück, ein Dividenaristokrat: Seit 1969 hat der Rückversicherer aus München seine Dividende nicht mehr gesenkt und pflegt damit die wohl längste Tradition im Dax. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass sich das im kommenden Jahr ändern wird.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 8,25 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 8,50 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,9 Prozent

*geschätzt

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
Xetra

-2,12 -2,63%
+78,63€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN
BMW
6 von 31

BMW: Der Autobauer aus München darf für das abgelaufene Jahr wieder von einem Rekordgewinn ausgehen. Der Grund: Die teure 7er-Reihe verkaufte sich hervorragend. Der Konzern würde damit zum siebten Mal in Folge seine Ausschüttung erhöhen – wenn auch nur leicht.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 3,20 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 3,23 Euro
Dividendenrendite 2017*: 3,7 Prozent

*geschätzt

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
Xetra

-0,04 -0,29%
+13,73€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Telekom
7 von 31

Deutsche Telekom: Die Aktie des Telekommunikationsunternehmens aus Bonn hat sich seit Anfang Dezember wieder erholt. Die Aktionäre können sich entscheiden, ob sie die Dividende ausgezahlt oder als neues Aktienpaket bekommen wollen. Im vergangenen Jahr wollten 41 Prozent der Anleger neue Aktien.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 0,55 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 0,60 Euro
Dividendenrendite 2017*: 3,7 Prozent

*geschätzt

Tesla-Papiere sackten 4,2 Prozent ab. Der Elektroauto-Pionier wurde von den Analysten der Investmentbank Goldman Sachs heruntergestuft. Die Experten empfehlen die Titel nun zum Verkauf.

Apple-Aktien tendierten 0,2 Prozent höher. Die Investorenlegende Warren Buffett hat nach eigener Auskunft ihre Apple-Beteiligung in diesem Jahr deutlich aufgestockt.

Der Börsenwert von Sotheby's schoss um 15,7 Prozent nach oben. Das Auktionshaus verdiente im abgelaufenen Quartal mehr als erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 840 Millionen Aktien den Besitzer. 1779 Werte legten zu, 1148 gaben nach, und 158 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1867 im Plus, 1001 im Minus und 196 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben vor der Trump-Rede nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 13/32 auf 98-31/32. Die Rendite stieg auf 2,365 Prozent. Der 30-jährige Bond sank um 19/32 auf 100-10/32 und rentierte mit 2,98 Prozent.

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