Börse New York Konjunktursorgen und Aussicht auf höhere Zinsen lassen Wall Street absacken

Die US-Börsen sind am Freitag eingeknickt: Der Dow Jones gab 0,8 Prozent nach, Technologiewerte verloren besonders stark.
Update: 09.11.2018 - 22:34 Uhr Kommentieren
Die US-Börsen sind am Freitag mit einem Minus in den Handel gestartet. Quelle: AP
Wall Street

Die US-Börsen sind am Freitag mit einem Minus in den Handel gestartet.

(Foto: AP)

New YorkAn der Wall Street ging es am Freitag abwärts. Vor allem Technologiewerte mussten große Verluste hinnehmen. Die US-Notenbank Fed hatte die Leitzinsen zwar unverändert in der Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent gelassen, sich jedoch die Tür für eine weitere Anhebung im Dezember offengelassen. Das macht Anleihen und andere festverzinsliche Wertpapiere tendenziell interessanter als Aktien und dämpft die Risikolust der Investoren.

Anleger fürchten auch eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft. „Die Sorgen vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Zollstreits auf China und den Rest der Welt bleiben auf der Tagesordnung“, sagte DZ-Bank-Analyst Pascal Segesser. Vor allem steigende Zinsen bekämen dem hoch verschuldeten Land schlecht, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. „Billiges Geld aus den USA hat China seit der Finanzkrise über Wasser gehalten. Aber in den letzten Jahren sieht man, dass jeder zusätzliche Dollar an neuen Schulden zu immer weniger zusätzlichem Wachstum führte.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,8 Prozent auf 25.989 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,9 Prozent auf 2781 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,6 Prozent auf 7406 Punkte. 

Bei den Einzelwerten flogen vor allem konjunkturabhängige Titel wie Caterpillar aus den Depots. Die Aktie des Baumaschinenherstellers ließ mehr als drei Prozent Federn. Auch der Energiesektor verbuchte Verluste, nachdem die Ölpreise ihre Talfahrt beschleunigten.

Positiv stachen Walt Disney mit einem Plus von knapp zwei Prozent hervor. Der Erfolg des Films „Ant Man and the Wasp“ und mehr Besucher in den Freizeitparks bescherten dem Medienkonzern ein überraschend großes Wachstum im vierten Quartal.

Aktien von General Electric fielen nach einer Kurszielsenkung durch JP Morgan mehr als 5,7 Prozent. Erstmals seit März 2009 waren die Titel weniger als neun Dollar wert.

Die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der Notenbanken und eine Gewinnwarnung von Thyssen-Krupp bremsten die europäischen Börsen zum Wochenschluss. Der deutsche Leitindex Dax ging mit 11.529 Punkten nahezu unverändert aus dem Handel, auch auf Wochensicht kam er mit einem Plus von 0,1 Prozent kaum voran. Der EuroStoxx50 verlor am Freitag 0,3 Prozent.

An den Rohstoffmärkten beschleunigten die Ölpreise ihre Talfahrt. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um bis zu 2,2 Prozent auf ein Sieben-Monats-Tief von 69,13 Dollar je Fass. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 59,28 Dollar pro Barrel 2,3 Prozent weniger. Investoren weltweit fürchten wegen der schwelenden Handelskonflikte negative Effekte für die Konjunktur. In den USA, Russland und Saudi-Arabien läuft die Ölförderung dennoch auf vollen Touren.

  • rtr
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