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Börse New York Kritik an Trump bremst Wall Street

Gute Geschäftsbilanzen und Konjunkturdaten stützen die Wall Street. Doch die Empörung über Präsident Trumps Weitergabe von Geheimdienstinformationen sorgt für Turbulenzen. Seine Reformpläne werden nun angezweifelt.
Update: 16.05.2017 - 23:38 Uhr Kommentieren

Eurostärke oder Dollarschwäche?

New York US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag die Wall Street mit seiner umstrittenen Weitergabe von Geheimdienst-Informationen an Russland in Atem gehalten. Dank guter Geschäftsbilanzen und Konjunkturdaten erreichten wichtige US-Börsenbarometer zunächst neue Bestmarken. Doch die Standardwerte drehten ins Minus, als in der Politik die Empörung über Trumps Verhalten wuchs. Die zunehmende Kritik schürte Zweifel, ob er seine wachstumsfördernde Wirtschaftspolitik durchsetzen kann. Nach dem jüngsten Höhenflug der Kurse nahmen Anleger Gewinne mit. Gefragt waren aber Titel der IT-Branche. Investoren gingen nach der jüngsten Cyber-Attacke von einem höheren Bedarf an Sicherheitstechnologie aus, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging bei 20.979 Punkten praktisch unverändert aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent auf 2400 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen um 0,3 Prozent auf 6169 Stellen vor. In Frankfurt war der Dax zunächst auf ein Rekordhoch von 12.841 Punkten gestiegen, schloss aber letztlich kaum verändert bei 12.804 Zählern.

Zu den Gewinnern an der Wall Street zählte Microsoft mit einem Plus von gut zwei Prozent. Gefragt waren auch die Aktien von Home Depot, die sich um 0,6 Prozent verteuerten. Die größte Baumarktkette der USA steigerte ihren Umsatz im ersten Quartal um fünf Prozent, den Überschuss um zwölf Prozent. Dagegen wuchsen die Erlöse bei dem Betreiber der Einzelhandelsketten T.J. Maxx und Marshalls, TJX, langsamer, so dass die Investoren letztlich doch nur durchwachsene Bilanznachrichten erreichten.

Diese zehn Aktien laufen auch bei Flaute

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

+150,07 +1,31%
Chart von DAX ®
Leitindex DAX
1 von 11

Der bedeutendste deutsche Aktienindex ist der Dax. Er spiegelt die Kursentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen wider. Während es lange bergauf ging, herrscht aktuell jedoch Flaute: In dieser Woche hat sich der Dax mit einem Wochenplus von lediglich rund 0,11 Prozent kaum bewegt. Wer jedoch auf die richtigen Unternehmen setzte, konnte ordentlich Kasse machen. Zehn Konzerne legten zu – entgegen der allgemeinen Stagnation – und weisen ein solides Wachstum auf.

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
L&S

+0,10 +0,15%
+64,72€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
2 von 11

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer ist weltweit tätig und teilt sich in die Sparten Gesundheit, Ernährung und Kunststoffe. Der Konzern ist besonders gut im Bereich Schädlingsbekämpfung und Saatgutentwicklung aufgestellt. Analysten sehen die Übernahme des US-Konzerns Monsanto positiv. Geduldige Anleger wurden bei Bayer belohnt, über die ganze Woche berechnet (unser Kurs in der oberen rechten Ecke bezieht sich nur auf den Freitag) stieg die Aktie um rund 0,91 Prozent an – und schlug den Dümpel-Dax damit locker.

DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005810055
Börse
L&S

+2,10 +1,66%
+128,70€
Chart von DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Börse
3 von 11

Die Deutsche Börse ist mit 37 Standorten in 29 Ländern global vertreten. Seit der 2007 vollzogenen Fusion der Terminbörse Eurex mit der US-amerikanischen ISE versteht sich der Konzern weltweit größter Betreiber von transatlantischen Marktplätzen für Derivate. Mit der Frankfurter Wertpapierbörse betreibt das Unternehmen die mit Abstand größte deutsche Börse. Auch wenn die Fusion mit der London Stock Exchange scheiterte, kehren die Anleger zurück: Die Aktie legte über die ganze Woche gerechnet um rund 1,15 Prozent zu und lag damit fast ein Prozent über der Wochenentwicklung des Dax-Index.

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
L&S

+1,38 +1,32%
+105,98€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
4 von 11

Continental mit Sitz in Hannover gehört weltweit zu den größten Zulieferern der Automobilindustrie, für die er zahlreiche Komponenten und Module entwickelt und fertigt. Laut einer Analyse der Commerzbank von dieser Woche ist der Autozulieferer und Reifenhersteller stark gewachsen und konnte seine Erwartungen beim Umsatz in allen Bereichen übertreffen. Die Anleger honorierten dieses Lob – die Aktie stieg über die gesamte Woche gerechnet um rund 1,23 Prozent.

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

+0,02 +0,13%
+14,87€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Telekom
5 von 11

Die Deutsche Telekom ist im Bereich der Telekommunikation in Europa und auch weltweit einer der größten Spieler. Privatkunden werden mit Festnetz, Mobilfunk, Internet und TV, Konzerne mit Lösungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie versorgt. Laut Analysten fällt der Konzern durch einen zwar langsamen, aber steten Fortschritt auf. Mut macht Anlegern der Ausbau des Glasfasernetzes und die möglichen Einsparungen durch eine Fusion der US-Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem US-Wettbewerber Sprint. In der aktuellen Woche legte die Aktie ganze 1,44 Prozent zu.

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
L&S

+0,14 +0,55%
+25,58€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE
6 von 11

Der Energiekonzern RWE ist eines der fünf größten Strom- und Gasunternehmen in Europa. RWE fördert Öl, Gas und Braunkohle und erzeugt Strom aus Gas, Kohle, Kernkraft und regenerativen Quellen. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für RWE von 13,50 auf 16 Euro angehoben und stuft die Aktie auf „Hold“ ein. An der Börse entwickelten sich die Papiere in dieser Woche 1,46 Prozent nach oben.

INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006231004
Börse
L&S

+0,29 +1,92%
+15,24€
Chart von INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Infineon
7 von 11

Der Tech-Hersteller Infineon entwickelt, fertigt und vermarktet eine breite Palette von Halbleiterprodukten und kompletten Systemlösungen für ausgewählte Anwendungsbereiche. Ein Wachstumsbereich soll das Geschäft mit der Autoindustrie sein, Geschäftsperspektiven gibt es mittelfristig auch für Infineons Siliziumkarbid-Technologie. Die Aktie kletterte diese Woche um satte rund 2,05 Prozent.

Höhen und Tiefen gab es auch bei den Konjunkturdaten: Einerseits erfreute die Anleger ein Plus der US-Industrieproduktion von einem Prozent im April.. Doch vom Immobilienmarkt wurden im selben Monat überraschend wenig Neubauprojekte gemeldet.

Trump gab Regierungskreisen zufolge bei seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow geheime Informationen über die Extremistenmiliz IS preis, die laut einem Bericht der "New York Times" aus Israel stammten. Die Aufregung um den Präsidenten schickte die US-Währung auf Talfahrt. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, fiel um 0,8 Prozent auf 98.158 Punkte. Der Euro stieg um gut ein Prozent auf 1,1085 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 1296 Werte legten zu, 1603 gaben nach und 180 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von knapp zwei Milliarden Aktien 1418 Titel im Plus, 1429 im Minus und 221 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Bonds um 03/32 auf 100-14/32. Sie rentierten mit 2,33 Prozent. Die 30-jährigen Papiere kletterten 10/32 auf 100-07/32 und hatten eine Rendite von 2,99 Prozent. Händler sagten, die schwachen Daten vom US-Immobilienmarkt trieben die Anleger in die als sicher geltenden Staatsanleihen.

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