Börse New York: Marktbericht Sinkender Ölpreis drückt den Dow

Gewinnmitnahmen, der sinkende Ölpreis und eine überraschend starke Zunahme der Sparquote haben die US-Börsen am letzten Handelstag der Woche belastet. Unter Druck gerieten beispielsweise die Aktien des Flugzeugbauers Boeing. Die Technologiebörse Nasdaq konnte dagegen auch dank unerwartet guter Quartalzahlen eines Unternehmens zulegen.
Aktienhandel an der New York Stock Exchange: Heute gings mal wieder abwärts - zumindest für den Dow. Quelle: Reuters

Aktienhandel an der New York Stock Exchange: Heute gings mal wieder abwärts - zumindest für den Dow.

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HB NEW YORK. Nach dem deutlichen Plus auf breiter Front hätten die Börsianer am Freitag die Gewinne eingestrichen, sagten Händler. Zu schaffen machte der Wall Street auch der sinkende Ölpreis, der die Dividendenpapiere der Branchengiganten Chevron und Exxon Mobil in die Tiefe zog.

Neue Konjunkturdaten zeigten zwar einen leichten Anstieg der US-Konsumausgaben. Eine unerwartet starke Zunahme der Sparquote auf 6,9 Prozent und damit den höchsten Stand seit Dezember 1993 wurde vom Markt jedoch negativ bewertet. "Wir brauchen Leute, die ihr Geld auch ausgeben, um die Konjunktur am Laufen zu halten", erklärte Joe Kinahan vom Online-Broker thinkorswim den Abwärtstrend bei den Standardwerten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verabschiedete sich mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 8 438 Punkten ins Wochenende. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 8 401 und 8 468 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,2 Prozent auf 919 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq behauptete sich indes mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 1 838 Punkten. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 4 776 Punkten.

Im Wochenvergleich gab der Dow-Jones-Index um 1,2 Prozent nach. Beim S&P-500-Index ergab sich mit einem moderaten Minus von 0,02 Prozent fast ein Null-Summen-Spiel. Der Nasdaq-Index erhöhte sich im Wochenverlauf um 0,4 Prozent.

Bei den Einzelwerten gerieten die Aktien des Airbus-Konkurrenten Boeing unter Druck. Der US-Flugzeugbauer erlitt einen weiteren Rückschlag beim Prestigeprojekt 787: Nachdem der Konzern zuletzt den Erstflug zum fünften Mal verschoben hat, stornierte die australische Fluglinie Qantas am Freitag 15 Maschinen des Typs. Die Abnahme 15 weiterer Dreamliner stellten die Australier um vier Jahre zurück. Die Boeing-Aktie fiel daraufhin um 1,5 Prozent.

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