Börse New York Ölpreis und Bankaktien belasten Wall Street

Die US-Börsen haben am Mittwoch leicht nachgegeben. Vor allem der Ölpreis-Rückgang und Kursabschläge im Bankensektor belasteten die Wall Street. Bei den Einzelwerten stand Michael Kors im Fokus.
Update: 01.06.2017 - 00:41 Uhr Kommentieren

Anleger besorgt über Deutsch-Amerikanische Beziehungen

Anleger besorgt über Deutsch-Amerikanische Beziehungen

New YorkBelastet von einem Ölpreis-Rückgang und Kursabschlägen im Bankensektor haben die US-Börsen am Mittwoch leicht nachgegeben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 21.008 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 6198 Punkte.

Öl verbilligte sich um knapp drei Prozent, was zu Kursverlusten bei Energie-Aktien wie Exxon führte. "Offensichtlich wiegt die Enttäuschung über den Ausgang des Opec-Treffens noch immer schwer", konstatierten die Analysten der Commerzbank. Die vom Exportkartell beschlossene Verlängerung der Förderbremse fiel mit neun Monaten kürzer aus als erwartet. Gleichzeitig pumpen die USA so viel Öl aus dem Boden wie seit Jahren nicht. "Solange es nicht zu einem spürbaren Abbau der Ölvorräte kommt, dürften die Preise weiter zur Schwäche neigen", betonte die Commerzbank.

Diese zehn Aktien laufen auch bei Flaute

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

-79,65 -0,62%
Chart von DAX ®
Leitindex DAX
1 von 11

Der bedeutendste deutsche Aktienindex ist der Dax. Er spiegelt die Kursentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen wider. Während es lange bergauf ging, herrscht aktuell jedoch Flaute: In dieser Woche hat sich der Dax mit einem Wochenplus von lediglich rund 0,11 Prozent kaum bewegt. Wer jedoch auf die richtigen Unternehmen setzte, konnte ordentlich Kasse machen. Zehn Konzerne legten zu – entgegen der allgemeinen Stagnation – und weisen ein solides Wachstum auf.

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
FSE

-1,43 -1,53%
+92,15€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
2 von 11

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer ist weltweit tätig und teilt sich in die Sparten Gesundheit, Ernährung und Kunststoffe. Der Konzern ist besonders gut im Bereich Schädlingsbekämpfung und Saatgutentwicklung aufgestellt. Analysten sehen die Übernahme des US-Konzerns Monsanto positiv. Geduldige Anleger wurden bei Bayer belohnt, über die ganze Woche berechnet (unser Kurs in der oberen rechten Ecke bezieht sich nur auf den Freitag) stieg die Aktie um rund 0,91 Prozent an – und schlug den Dümpel-Dax damit locker.

DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005810055
Börse
FSE

-1,35 -1,12%
+118,90€
Chart von DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Börse
3 von 11

Die Deutsche Börse ist mit 37 Standorten in 29 Ländern global vertreten. Seit der 2007 vollzogenen Fusion der Terminbörse Eurex mit der US-amerikanischen ISE versteht sich der Konzern weltweit größter Betreiber von transatlantischen Marktplätzen für Derivate. Mit der Frankfurter Wertpapierbörse betreibt das Unternehmen die mit Abstand größte deutsche Börse. Auch wenn die Fusion mit der London Stock Exchange scheiterte, kehren die Anleger zurück: Die Aktie legte über die ganze Woche gerechnet um rund 1,15 Prozent zu und lag damit fast ein Prozent über der Wochenentwicklung des Dax-Index.

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
FSE

-4,60 -2,26%
+198,75€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
4 von 11

Continental mit Sitz in Hannover gehört weltweit zu den größten Zulieferern der Automobilindustrie, für die er zahlreiche Komponenten und Module entwickelt und fertigt. Laut einer Analyse der Commerzbank von dieser Woche ist der Autozulieferer und Reifenhersteller stark gewachsen und konnte seine Erwartungen beim Umsatz in allen Bereichen übertreffen. Die Anleger honorierten dieses Lob – die Aktie stieg über die gesamte Woche gerechnet um rund 1,23 Prozent.

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
FSE

-0,04 -0,29%
+13,75€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Telekom
5 von 11

Die Deutsche Telekom ist im Bereich der Telekommunikation in Europa und auch weltweit einer der größten Spieler. Privatkunden werden mit Festnetz, Mobilfunk, Internet und TV, Konzerne mit Lösungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie versorgt. Laut Analysten fällt der Konzern durch einen zwar langsamen, aber steten Fortschritt auf. Mut macht Anlegern der Ausbau des Glasfasernetzes und die möglichen Einsparungen durch eine Fusion der US-Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem US-Wettbewerber Sprint. In der aktuellen Woche legte die Aktie ganze 1,44 Prozent zu.

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
FSE

-0,03 -0,14%
+21,86€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE
6 von 11

Der Energiekonzern RWE ist eines der fünf größten Strom- und Gasunternehmen in Europa. RWE fördert Öl, Gas und Braunkohle und erzeugt Strom aus Gas, Kohle, Kernkraft und regenerativen Quellen. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für RWE von 13,50 auf 16 Euro angehoben und stuft die Aktie auf „Hold“ ein. An der Börse entwickelten sich die Papiere in dieser Woche 1,46 Prozent nach oben.

INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006231004
Börse
FSE

+0,06 +0,26%
+23,09€
Chart von INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Infineon
7 von 11

Der Tech-Hersteller Infineon entwickelt, fertigt und vermarktet eine breite Palette von Halbleiterprodukten und kompletten Systemlösungen für ausgewählte Anwendungsbereiche. Ein Wachstumsbereich soll das Geschäft mit der Autoindustrie sein, Geschäftsperspektiven gibt es mittelfristig auch für Infineons Siliziumkarbid-Technologie. Die Aktie kletterte diese Woche um satte rund 2,05 Prozent.

JPMorgan und Bank of America schickten mit enttäuschenden Prognosen zur Entwicklung der Handelseinnahmen die Aktien von US-Banken auf Talfahrt. Der S&P-500-Banken-Index gab 1,7 Prozent nach. Die Anteilsscheine von Bank of America, Citigroup und JPMorgan ließen zwischen 1,8 und 2,1 Prozent Federn. JPMorgans Finanzchefin Marianne Lake hatte zuvor auf einer Investorenkonferenz gesagt, dass die Handelseinnahmen des Geldhauses im bisherigen Verlauf des zweiten Quartals um 15 Prozent gefallen seien. Bank of America warnte, dass die Handelseinnahmen in dem Vierteljahr niedriger als im Vorjahresquartal ausfallen dürften.

Bei den Einzelwerten gaben Papiere von Michael Kors 8,5 Prozent nach. Der Luxusmoden-Hersteller ist in die roten Zahlen gerutscht und will bis zu 125 seiner weltweit 860 Filialen schließen.

Zu den Verlierern zählten auch Anteilsscheine von Kohlekonzernen. Peabody Energy ließen trotz der drohenden Abkehr der USA aus dem Pariser Klimavertrag 2,2 Prozent Federn. Marktteilnehmer befürchten, dass durch einen US-Ausstieg die amerikanische Kohleindustrie einen Imageschaden im Ausland erleiden könnte.

Bringt der Juni Kursverluste?

Bringt der Juni Kursverluste?

In Frankfurt schloss der Dax knapp im Plus bei 12.615 Punkten. Der EuroStoxx50 gab 0,2 Prozent nach auf 3554 Zähler. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,45 Milliarden Aktien den Besitzer. 1468 Werte legten zu, 1467 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 1393 im Plus, 1448 im Minus und 233 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 2/32 auf 101-15/32. Die Rendite sank auf 2,2080 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 9/32 auf 102-19/32 und rentierte mit 2,8703 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit Käufen der Investoren zum Monatsende zur Rebalancierung des Portfolios.

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