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Börse New York Schwache Konjunkturdaten lasten auf Wall Street

Böse Überraschung an den US-Börsen: Unerwartet schlechte Konjunkturdaten aus den USA nähren die Zweifel der Anleger. Industrie und Bau schwächeln. Eine baldige Zinsanhebung scheint immer unwahrscheinlicher.
Update: 01.09.2016 - 23:19 Uhr
Mit derart schlechten Nachrichten aus US-Industrie und -Baubranche haben viele Händler nicht gerechnet. Quelle: dpa
Händler an der NYSE

Mit derart schlechten Nachrichten aus US-Industrie und -Baubranche haben viele Händler nicht gerechnet.

(Foto: dpa)

New YorkÜberraschend schwache Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Donnerstag ausgebremst. Die mauen Zahlen von Industrie und Bau schürten Zweifel an den Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft, sagten Experten.

Außerdem sorgten sie für neue Ungewissheit über den Zeitpunkt des nächsten Zinsschrittes der Notenbank Federal Reserve: Signale einer Konjunkturschwäche könnten die Erhöhung weiter hinauszögern. Händler hielten sich aber auch vor den Arbeitsmarktdaten am Freitag zurück, von denen sie sich weitere Hinweise auf die Wirtschaftsentwicklung und damit den geldpolitischen Kurs der Fed erwarteten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18.430 und einem Tief von 18.295 Zählern. Er schloss 0,1 Prozent fester bei 18.419 Punkten. Der breiter gefasste S&P blieb mit 2171 Punkten unverändert. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen 0,3 Prozent auf 5227 Stellen.

Auch in Europa trübte die Furcht vor einer Abkühlung der US-Konjunktur den Anlegern die Kauflaune. Dax und EuroStoxx50 schlossen nach anfänglichen Gewinnen jeweils etwa ein halbes Prozent im Minus bei 10.534 und 3017 Punkten.

US-Automobilmarkt enttäuscht Anleger

In den USA verloren Goldman Sachs -Aktien 0,6 Prozent, Citigroup -Papiere 0,9 Prozent. Hier gebe es nach dem jüngst guten Handelsverlauf Gewinnmitnahmen, sagten Experten.

Zu den Favoriten im Dow Jones zählten die Anteilsscheine des Einzelhandelsriesen Wal Mart und des Sportwarenherstellers Nike. Sie gewannen rund zwei Prozent beziehungsweise eineinhalb Prozent.

Ein Bericht über eine Krisensitzung des Twitter -Direktoriums gab dagegen der Aktie des Online-Kurznachrichtendienstes Auftrieb. Die Papiere verteuerten sich in regem Handel um 1,5 Prozent. CNBC meldete, das Gremium wolle am 8. September über das schleppende Umsatzwachstum beraten.

Energiekonzerne wie Exxon und Chevron bekamen den Rückgang der Ölpreise um knapp drei Prozent zu spüren. Die Titel sanken um jeweils rund 0,3 Prozent.

Die Aktien von Salesforce sackten um 4,42 Prozent ab. Der Cloud-Experte hatte die Anleger mit seinem Ausblick für das laufende Geschäftsquartal verschreckt.

Die Autobauer Ford und General Motors (GM) hatten im August in den USA noch weniger Autos als ohnehin schon erwartet verkauft. Die Aktien von Ford fielen um 1,27 Prozent. Die Papiere des Konkurrenten büßten 0,38 Prozent ein.

Der Kurs des Euro stieg auf 1,1201 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1146 (Mittwoch: 1,1132) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8972 (0,8983) Euro gekostet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 828 Millionen Aktien den Besitzer. 1402 Werte legten zu, 1539 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 1511 Titel im Plus, 1322 im Minus und 172 unverändert.

Die schwachen Konjunkturzahlen und die Spannung auf den Arbeitsmarkt lähmten auch die US-Kreditmärkte. Dort blieben die zehnjährigen Staatsanleihen bei 99-12/32 unverändert. Sie rentierten mit 1,57 Prozent. Die 30-jährigen Bonds erhöhten sich um 01/32 auf 100-14/32 und hatten eine Rendite von 2,23 Prozent.

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  • rtr
  • dpa
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