Börse New York Sinkender Ölpreis drückt Kurse an der Wall Street

Nach drei Tagen mit steigenden Preisen für Rohöl wurden erste Gewinne mitgenommen, der Preis fiel plötzlich deutlich. Das belastete auch die Aktienkurse. Arbeitsmarktdaten haben den Kursrückgang aber etwas abgebremst.
Händler an der New Yorker Stock Exchange. Quelle: AP
Bewegung auf dem Parkett

Händler an der New Yorker Stock Exchange.

(Foto: AP)

New YorkEin Rückgang der Ölpreise hat die US-Börsen am Donnerstag belastet. Nach drei Tagen mit steigenden Preisen für den Rohstoff würden Händler nun Gewinne mitnehmen, sagten Börsianer. Öl der Sorte Brent verbilligte sich um rund 1,2 Prozent auf 51,90 Dollar pro Fass (159 Liter). Der Kursrückgang an der Wall Street wurde allerdings etwas begrenzt durch unerwartet erfreuliche Arbeitsmarktdaten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 17.985 Punkten. Der breiter gefasste S&P gab um 0,2 Prozent auf 2115 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 4959 Zähler.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA fielen in der vergangenen Woche um 4000 auf 264.000. Volkswirte hatten einen leichten Anstieg erwartet. Die Zahlen deuten wieder auf eine stabile Lage am Arbeitsmarkt hin. In der vergangenen Woche hatten unerwartet schwache Daten die Stimmung getrübt. Zudem hatten sich Analysten gefragt, ob die US-Notenbank für 2016 noch in Erwägung gezogene Zinsanhebungen aufschieben könnte.

Run auf Gold?

Bei den Einzelwerten stiegen die Aktien von J.M. Smucker um rund fast acht Prozent. Der Nahrungsmittel-Hersteller hat seinen Umsatz im Quartal unerwartet deutlich gesteigert.

Abgestraft wurden dagegen die Anteilsscheine von Chesapeake Energy. Die Aktien sackten knapp zwei Prozent ab, nachdem ein Broker den US-Gasproduzenten herabgestuft hatte.

Yahoo -Aktien verteuerten sich um ein Prozent. Einem Medienbericht zufolge wollen Bieter Offerten von fünf Milliarden Dollar oder mehr für das Kerngeschäft auf den Tisch legen.

Zu den Verlierern gehörten Bankenwerte. Goldman Sachs ließen ein Prozent Federn. Wells Fargo gaben 1,7 Prozent nach. Händler machten für die Kursabschläge faule Kredite im Energiesektor verantwortlich.

Apple -Scheine legten 0,7 Prozent zu. Der aktivistische Investor Carl Icahn hatte zuvor zu CNBC gesagt, dass er bei einem Abebben der China-Sorgen wieder bei Apple einsteigen werde.

Die besten Tipps der Aktienanalysten

HYPOPORT AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005493365
Börse
L&S

+0,17 +0,09%
+194,61€
Chart von HYPOPORT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Hypoport
1 von 9

Wer auf Ivo Visic vertraut hat, konnte sein Aktienkapital mehr als verfünffachen.  Der beste Analyst für deutsche Aktien nach Aktienempfehlungen beim „Starmine Award 2016“ hat im Jahr 2015 den Finanzdienstleister Hypoport empfohlen, der um sage und schreibe 545 Prozent hochgeschossen ist. 

OEKOWORLD AG NAMENS-VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N.

WKN
ISIN
DE0005408686
Börse
L&S

+0,27 +1,58%
+16,82€
Chart von OEKOWORLD AG NAMENS-VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N.
Ökoworld
2 von 9

Ebenfalls mit seinem Kauftipp für die Kapitalanlagefirma Ökoworld punktete der Analyst des Brokers Oddo Seydler: Im  vergangenen Jahr kletterte die Aktie um 84 Prozent.

GRAND CITY PROPERTIES S.A. ACTIONS AU PORTEUR EO-,10

WKN
ISIN
LU0775917882
Börse
L&S

+0,03 +0,12%
+22,93€
Chart von GRAND CITY PROPERTIES S.A. ACTIONS AU PORTEUR EO-,10
Grand City Properties
3 von 9

Thomas Rothäusler von der Commerzbank als zweitbester Analyst nach Aktienempfehlungen brachte Investoren um knapp dreißig Prozent mehr Ertrag gegenüber dem Vergleichsportfolio, das Starmine für die Bewertung der Analysten heranzieht. Seine Empfehlungen für die Immobilienaktien Grand City Properties Ende Juli und Patrizia Immobilien im ersten Halbjahr haben sich ausgezahlt. Die Aktien legten um 36 und 68 Prozent zu.

KOENIG & BAUER AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007193500
Börse
L&S

+0,52 +0,94%
+55,02€
Chart von KOENIG & BAUER AG INHABER-AKTIEN O.N.
König und Bauer
4 von 9

Richard Schramm von der Bank HSBC folgt auf Rang drei: Mit seinen Empfehlungen für den Druckmaschinenhersteller König und Bauer bis September wie für den Waschstraßen-Bauer Washtec  bis April hätten Anleger im vergangenen Jahr Kursgewinne von 169 Prozent und 81 Prozent einstreichen können. Sein Mehrwert gegenüber dem Index: 15 Prozent.

VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007664039
Börse
L&S

+4,66 +3,24%
+148,02€
Chart von VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
Volkswagen
5 von 9

Fraser Hill von der Bank of America Merrill Lynch bewahrte Investoren dagegen vor Verlusten: Der beim Thomson Reuters Starmine Award Viertplatzierte riet im Januar zum Verkauf von VW und Porsche. Die Aktien verloren rund ein Viertel an Wert. Sein Mehrwert betrug knapp fünfzehn Prozent.

SARTORIUS AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007165631
Börse
L&S

+0,10 +0,07%
+147,13€
Chart von SARTORIUS AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
Sartorius
6 von 9

Gesundheitsanalyst Daniel Wendorff von der Commerzbank hielt es im vergangenen Jahr mit Qiagen und Sartorius – mit Erfolg: Die Aktie des Biotech-Unternehmens legte ab Juli um 12 Prozent zu. Der Titel des Zulieferers für die Pharma-Industrie sprang bis Oktober um 107 Prozent hoch. Wendorff schaffte einen Mehrwert von 14,7 Prozent.

SYMRISE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000SYM9999
Börse
L&S

+0,84 +1,06%
+80,11€
Chart von SYMRISE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Symrise
7 von 9

Thomas Maul von der DZ Bank gelangte auf Rang sechs. Der Top-Tipp des Konsumgüter-und Industriespezialisten waren Aktien des Duft- und Aromaherstellers Symrise im Mai, die um 12 Prozent zulegten.  Seine Verkaufsempfehlung für Joyou im April hätte Anleger nahezu vor einem Total-Verlust bewahrt. Die Aktie sackte um 98 Prozent. Sein Mehrwert betrug knapp vierzehn Prozent.

Zwei Wochen vor der Abstimmung über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens nimmt die Nervosität der Anleger in Europa zu. Der Dax verlor 1,3 Prozent auf 10.088 Punkte und der EuroStoxx50 gab ein Prozent auf 2989 Zähler nach. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock warnte, Anleger hätten die "Brexit"-Risiken nicht ausreichend berücksichtigt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1148 Werte legten zu, 1868 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,61 Milliarden Aktien 868 im Plus, 1947 im Minus und 161 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 8/32 auf 99-16/32. Die Rendite sank auf 1,680 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 23/32 auf 100-13/32 und rentierte mit 2,481 Prozent.

  • rtr
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