Börse New York Tech-Titel führen scharfe Abwärtskorrektur an

Verwirrende Arbeitsmarktdaten, Sorgen um den Ölpreis und schlechte Zahlen aus dem Tech-Sektor sorgten für Ausverkaufsstimmung. Der Dow sackte über 200 Punkte ab, Hoffnungswerte wie Tesla kamen unter die Räder.
Update: 05.02.2016 - 23:40 Uhr
Die Frage, ob die Fed 2016 die Finger still hält, ist noch lange nicht beantwortet. Quelle: AFP
Was sind denn das für Zahlen?

Die Frage, ob die Fed 2016 die Finger still hält, ist noch lange nicht beantwortet.

(Foto: AFP)

New YorkDaten vom US-Arbeitsmarkt haben die Anleger an der Wall Street am Freitag verunsichert. Im Januar wurden mit 151.000 rund 40.000 weniger Jobs geschaffen als erwartet. Das schürte Sorgen um den Aufschwung der weltgrößten Volkswirtschaft. Allerdings fiel zugleich die getrennt erhobene Arbeitslosenquote um einen Tick auf 4,9 Prozent und damit den tiefsten Stand seit rund acht Jahren. Zudem stiegen die Stundenlöhne um 0,5 Prozent und damit stärker als von Experten erwartet. Das Dumme an den Daten: sie lösen nicht die Frage, ob es zu weiteren Zinserhöhungen in absehbarer Zeit kommen wird.

Das sind die besten Dividendenzahler 2016

NESTLE S.A. NAMENS-AKTIEN SF -,10

WKN
ISIN
CH0038863350
Börse
L&S

-0,04 -0,06%
+71,46€
Chart von NESTLE S.A. NAMENS-AKTIEN SF -,10
Platz 15: Neslte
1 von 15

Der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt schüttet mit 3,1 Prozent zwar keine berauschende Dividende aus. Allerdings überzeugt Nestle mit Beständigkeit. In den vergangenen zehn Jahren hat der Schweizer Konzern immer eine Dividende an seine Aktionäre vergeben. Außerdem wurde diese auch jedes Jahr erhöht. Laut der DZ-Bank ist es aber nicht nur die Dividende, die Nestle für Anleger attraktiv macht, sondern auch das Kurspotenzial, das sie 2016 auf acht Prozent schätzen.

Erwartete Dividendenrendite für 2015: 3,0 Prozent

Erwartete Dividendenrendite für 2016: 3,1 Prozent

JOHNSON & JOHNSON REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US4781601046
Börse
L&S

+0,19 +0,16%
+121,13€
Chart von JOHNSON & JOHNSON REGISTERED SHARES DL 1
Platz 14: Johnson & Johnson
2 von 15

Die DZ-Bank hat bei ihrer Analyse der „Dividendenaristokraten“ nicht nur die Dividendenrendite berücksichtigt, sondern auch die Nachhaltigkeit der Dividenden als auch Kennzahlen, die das Risiko von Kursverlusten und Dividendenkürzungen bewerten. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson belegt dabei fünften Platz unter den US-Unternehmen und den 14. Platz des Gesamtrankings.

Erwartete Dividendenrendite 2015: 3,0 Prozent

Erwartete Dividendenrendite 2016: 3,2 Prozent

COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25

WKN
ISIN
US1912161007
Börse
L&S

-0,06 -0,14%
+39,45€
Chart von COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25
Platz 13: Coca-Cola
3 von 15

Warren Buffett setzt bereits seit Jahrzehnten auf Coca-Cola. Und das nicht nur wegen der Dividenden, die der Getränkehersteller in den vergangenen zehn Jahren ohne Unterbrechung ausgeschüttet und immer wieder erhöht hat, sondern auch wegen des Kurspotenzials. Das beweist Coca-Cola derzeit im schwierigen Marktumfeld. Während der Dow Jones seit Jahresanfang 5,6 Prozent verloren hat, konnten Coca-Cola-Aktien ihr Kursniveau halten.

Erwartete Dividendenrendite 2015: 3,1 Prozent

Erwartete Dividendenrendite 2016: 3,4 Prozent

ROCHE HOLDING AG INHABER-GENUSSSCHEINE O.N.

WKN
ISIN
CH0012032048
Börse
L&S

+2,57 +1,24%
+208,20€
Chart von ROCHE HOLDING AG INHABER-GENUSSSCHEINE O.N.
Platz 12: Roche
4 von 15

Gleiches gilt für den Schweizer Pharmakonzern Roche. Auch er hat in den vergangenen zehn Jahren permanent Dividenden ausgeschüttet und sie auch immer wieder erhöht. Die DZ-Bank empfiehlt darüber hinaus zum Kauf und sieht ein Kurspotenzial von rund 14 Prozent.

Erwartete Dividendenrendite 2015: 3,1 Prozent

Erwartete Dividendenrendite 2016: 3,4 Prozent

PROCTER & GAMBLE CO., THE REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
US7427181091
Börse
L&S

+0,58 +0,80%
+72,60€
Chart von PROCTER & GAMBLE CO., THE REGISTERED SHARES O.N.
Platz 11: Procter & Gamble
5 von 15

Der Pampers-Produzent Procter & Gamble hat zwar wegen des starken Dollars weniger Umsatz eingefahren. So gingen die Erlöse im zweiten Quartal von 18,5 auf 16,9 Milliarden Dollar vor Jahresfrist zurück. Der Gewinn stieg jedoch zugleich um 840 Millionen auf 3,21 Milliarden Dollar. Die Anleger profitieren daher von einer erhöhten Dividende.

Erwartete Dividendenrendite 2015: 3,4 Prozent

Erwartete Dividendenrendite 2016: 3,5 Prozent

DEUTSCHE EUROSHOP AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007480204
Börse
L&S

-0,08 -0,28%
+28,23€
Chart von DEUTSCHE EUROSHOP AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 10: Deutsche Euroshop
6 von 15

Der Boom auf dem deutschen Markt für Einkaufszentren treibt den Wert des Immobilienbestandes der Deutschen Euroshop kräftig nach oben. Das Unternehmen ist zurzeit an 19 Einkaufscentern in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt, die zumeist vom Projektentwickler ECE betrieben werden. Euroshop und ECE gehören zum Einflussbereich der Hamburger Versandhändler-Familie Otto.

Erwartete Dividendenrendite 2015: 3,5 Prozent

Erwartete Dividendenrendite 2016: 3,6 Prozent

H & M HENNES & MAURITZ AB NAMN-AKTIER B SK 0,125

WKN
ISIN
SE0000106270
Börse
L&S

+0,15 +1,10%
+13,82€
Chart von H & M HENNES & MAURITZ AB NAMN-AKTIER B SK 0,125
Platz 9: Hennes & Mauritz
7 von 15

Der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz sieht wegen des warmen Winters und des starken Dollars seine Geschäfte unter Druck. Das dürfte auf den Gewinn im laufenden ersten Quartal drücken, teilte die weltweite Nummer zwei nach der Zara-Mutter Inditex mit. Schon im vierten Quartal von September bis November ging der Vorsteuergewinn um neun Prozent auf umgerechnet 772 Millionen Euro zurück. Dennoch zahlt H&M verlässlich seine Dividende. Allerdings wurde die Quote in den vergangenen zehn Jahren nur sechs Mal erhöht.

Erwartete Dividendenrendite 2015: 3,5 Prozent

Erwartete Dividendenrendite 2016: 3,7 Prozent

Nach der Achterbahnfahrt der vergangenen Tage endete der Dow-Jones-Index der Standardwerte 1,29 Prozent schwächer bei 16.204,83 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,85 Prozent auf 1880,02 Zähler. Den Index der Technologiebörse Nasdaq traf es besonders schlimm. Er rutschte um 3,44 Prozent auf 4024,47 Punkte ab.

„Der Arbeitsmarktbericht ist sicherlich nicht geeignet, die Fed wieder optimistischer zu stimmen“, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. „Allerdings ist dennoch fraglich, ob die US-Notenbank tatsächlich alle Zinserhöhungsschritte für dieses Jahr abblasen wird.“ Analyst Sean Lynch von Wells Fargo Investment Institute liest aus den Daten, dass eine Zinserhöhung in diesem Jahr noch als Option auf dem Tisch liegen könnte.

Großer Verlierer unter den Einzelwerten war das Online-Portal LinkedIn mit einem Kurseinbruch von rund 43 Prozent. Das weltgrößte Karriere-Netzwerk verbuchte im vierten Quartal 2015 das langsamste Wachstum seit mehr als zwei Jahren und enttäuschte mit seiner Prognose für Umsatz und Gewinn in den ersten drei Monaten des Jahres. Der Kurs hat damit alle Gewinne seit Dezember 2012 ausradiert. Zusammen mit schwachen Ergebnissen bei Yahoo und negativen Prognosen für Twitter rechte es, um auch andere Hoffnungswerte wie Amazon, oder Tesla auf Talfahrt zu schicken. Bei Tesla haben in jüngster Zeit mehrere Analysten ihre Prognosen gesenkt. Tesla verloren überproportional 7,26 Prozent auf 162,60 Proozent. Die Quartalszahlen werden für kommende Woche erwartet. Bei den Softwareaktien brache Tableau um über 40 Prozent ein, Salesforce.com schlossen 13 Prozent schwächer.

Die Aktie von News Corp gab rund neun Prozent nach. Der Konzern von Medienmogul Rupert Murdoch, zu dem das „Wall Street Journal“ gehört, verbuchte das vierte Quartal in Folge einen Umsatzrückgang. Auch der Gewinn schrumpfte.

Am Dow-Ende fielen die Anteilsscheine des Sportartikelherstellers Nike um fast 5 Prozent. Spitzenreiter waren die Aktien des Pharmakonzerns Merck & Co. mit einem Plus von mehr als anderthalb Prozent.

  • dpa
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