Börse New York Trump-Chaos und Nordkorea-Krise drücken Stimmung

Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 haben sich kaum vom Fleck bewegt. Die Anleger sind verunsichert über den wirtschaftspolitischen Kurs von Donald Trump, auch der Nordkorea-Konflikt drückt die Stimmung an der Börse.
Update: 21.08.2017 - 23:53 Uhr Kommentieren
Investoren seien noch mit der Analyse der jüngsten Kursrücksetzer beschäftigt, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters Janlyn. Quelle: AP
Wall Street

Investoren seien noch mit der Analyse der jüngsten Kursrücksetzer beschäftigt, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters Janlyn.

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New YorkUS-Investoren haben wegen Personalquerelen im Weißen Haus am Montag Vorsicht walten lassen. Kopfschmerzen bereitete ihnen zudem das gemeinsame Manöver der USA und Südkoreas. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un betrachtet derartige Übungen als Bedrohung. Dies schürte die Furcht vor einem bewaffneten Konflikt mit Nordkorea.

Die drei wichtigsten Indizes der Wall Street kamen kaum vom Fleck. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit plus 0,13 Prozent bei 21.703 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,11 Prozent auf 2428 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verzeichnete dagegen ein Minus von 0,05 Prozent und schloss bei 6213 Stellen. In Europa verloren Dax und EuroStoxx50 jeweils ein knappes Prozent auf 12.065 und 3421 Punkte.

Investoren seien noch mit der Analyse der jüngsten Kursrücksetzer beschäftigt, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters Janlyn. „Sie sind sich noch nicht sicher, ob dies der Anfang vom Ende der Börsenrally oder die Gelegenheit zum Einstieg ist.“ Am Freitag hatte Trump seinen Chef-Strategen Steve Bannon gefeuert. Zuvor hatten sich zahlreiche Wirtschaftsbosse wegen des Streits um den Umgang mit den rechtsextremen Ausschreitungen in Virginia vom US-Präsidenten distanziert.

Mögliche Übernahme weckt Interesse der Anleger

Mögliche Übernahme weckt Interesse der Anleger

Zudem hielten sich Händler zufolge viele Anleger auch wegen des bevorstehenden alljährlichen Treffens wichtiger Notenbank-Vertreter zurück. Von der dreitägigen Konferenz, die am Mittwoch in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming beginnt, werden Hinweise auf die künftige Geldpolitik erwartet.

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien von Fiat Chrysler hervor. In den USA kletterten die Papiere um 6,9 Prozent Great Wall Motor hat ein Auge auf den Autobauer geworfen. Der Mutterkonzern des Geländewagen-Anbieters Jeep hat nach eigenen Angaben aber bislang keinen Kontakt zum chinesischen Konkurrenten. Nike-Aktien verloren 2,4 Prozent an Wert. Jeffries senkte seine Bewertung und das Kursziel für die Papiere.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 710 Millionen Aktien den Besitzer. 1428 Werte legten zu, 1436 gaben nach und 202 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Milliarden Aktien 1243 im Plus, 1610 im Minus und 260 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 100-19/32. Sie rentierten mit 2,181 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 9/32 auf 99-24/32 und hatten eine Rendite von 2,762 Prozent.

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