Börse New York US-Börsen steigen trotz Ölpreis-Verfall

An der Wall Street steigen auch am Dienstag die Kurse. Die Ölpreise geben nach zeitweiser Stabilisierung wieder nach, die Anleger scheint das wenig zu belasten. Bei den Einzelwerten rückten Exxon und Apple in den Fokus.
Update: 12.01.2016 - 23:50 Uhr

Börsianer bleiben nervös

New YorkDie US-Börsen haben dem anhaltenden Ölpreisrutsch am Dienstag getrotzt. Anleger stiegen nach den Kursverlusten am Vormittag im späten Geschäft an der Wall Street wieder ein und kauften unter anderem Hochtechnologiewerte. Trotz des Verfalls bei den Rohölpreisen legten die Aktien der beiden Energiekonzerne Exxon und Chevron zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher bei 16.516 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,8 Prozent auf 1938 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg rund ein Prozent auf 4685 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 1,6 Prozent fester mit 9985 Zählern aus dem Handel.

An der Wall Street bestimmten einzelne Firmennachrichten den Handel, wie Investmentstratege Jack Ablin von der BMO Private Bank sagte. Zu den Gewinnern zählten Gesundheitswerte. Auftrieb gab eine höhere Gewinnprognose des Krankenversicherers Anthem, dessen Kurs um 5,6 Prozent nach oben schoss.

Unter den Technologiewerten standen Intel und Apple im Blick, die beide von günstigen Analystenbewertungen profitierten. Intel zogen 1,9 Prozent an, Apple 1,5 Prozent.

Den Auftakt zur Berichtssaison machte der Aluminiumriese Alcoa, der die Konjunkturabkühlung in China zu spüren bekam und im vergangenen Quartal in die roten Zahlen rutschte. Die Alcoa-Aktie sackte neun Prozent ab.

Deutsche Aktien größte Verlierer des China-Schocks

EURO STOXX 50®

WKN
ISIN
EU0009658145
Börse
DJSTOXX

+20,73 +0,61%
0,00€
Chart von EURO STOXX 50®
Euro Stoxx 50
1 von 11

Der wichtige europäische Aktienindex Euro Stoxx 50 notiert am Montagnachmittag drei Prozent im Minus bei 3170 Punkten. In ganz Europa hat der chinesische Kurssturz sich fortgesetzt. Vor allem deutsche Aktien gehören zu den größten Verlierer im Euro Stoxx 50.

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
Xetra

+0,01 +0,09%
0,00€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Bank
2 von 11

Die Deutsche-Bank-Aktie hat unter den 50 Werten im Euro Stoxx 50 am heftigsten unter den Kursabschlägen in China am Montagmorgen gelitten. Das Papier lag am frühen Nachmittag 5,15 Prozent im Minus.

Das Institut hatte kurz nach Weihnachten den Verkauf seiner Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank bekannt gegeben – für 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro.

E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000ENAG999
Börse
L&S

-0,02 -0,22%
+9,49€
Chart von E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Eon
3 von 11

Auch bei den weiteren größten Verlierern im Euro Stoxx 50 finden sich vor allem deutsche Unternehmen. Auf Rang zwei der größten Verlierer steht der Versorger Eon. Die Aktie hatte seit Mitte Dezember deutlich von 7,82 Euro zugelegt. Zum Jahresauftakt könnten daher Anleger interessiert sein, Gewinne mitzunehmen. Am Nachmittag steht ein Minus von 5,1 Prozent.

FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785604
Börse
L&S

-0,12 -0,19%
+65,25€
Chart von FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Fresenius SE
4 von 11

Auch auf Rang drei der Verlierer ein deutsches Unternehmen: der Gesundheitskonzern Fresenius. Das Minus liegt bei 4,9 Prozent.

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
L&S

+0,48 +0,62%
+78,79€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF
5 von 11

Der Chemiekonzern BASF hat in den vergangenen Jahren stark vom Wachstum Chinas profitiert. Zweifel an der Wirtschaftskraft rütteln daher an der Aktie. Das Minus um 14.20 Uhr: 4,4 Prozent.

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

+0,23 +0,29%
+81,52€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BASF
6 von 11

Mit einem geringeren Wirtschaftswachstum in China droht auch die Nachfrage gerade nach luxuriösen Autos einzubrechen. Das schadet der BMW-Aktie: minus 4,2 Prozent.

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

-0,58 -0,52%
+110,16€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Siemens
7 von 11

Auch auf Rang sechs der Verliererliste steht ein deutscher Konzern, in diesem Fall Siemens: minus 3,8 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten trotz der sinkenden Ölpreise die Energiewerte, die im Schnitt 0,4 Prozent zulegten. Exxon -Papiere verteuerten sich um zwei Prozent, Chevron-Scheine um 1,7 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,13 Milliarden Aktien den Besitzer. 1470 Werte legten zu, 1600 gaben nach und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,11 Milliarden Aktien 1417 im Plus, 1412 im Minus und 152 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren angesichts des Ölpreisrückgangs als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 12/32 auf 101-6/32. Die Rendite sank auf 2,1155 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 1-7/32 auf 102-2/32 vor und rentierte mit 2,8962 Prozent.

  • rtr
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