Börse New York US-Börsen trotz mauer Konjunkturdaten auf Rekordlaune

In der US-Wirtschaft entstanden im Dezember 42.000 Arbeitsplätze weniger als erwartet. Dennoch bleiben die Kurse in New York zum Jahresanfang weiter im Auftrieb. Vor allem Technologiewerte stiegen, mit Cisco an der Spitze.
Update: 05.01.2018 - 22:27 Uhr Kommentieren
Trotz schwacher Konjunkturdaten lässt der Dow Jones auch am fünften Handelstag des Jahres die 25.000 Marke hinter sich. Quelle: dpa
Wall Street

Trotz schwacher Konjunkturdaten lässt der Dow Jones auch am fünften Handelstag des Jahres die 25.000 Marke hinter sich.

(Foto: dpa)

New YorkZum Ende der ersten Handelswoche im neuen Jahr haben sich die Anleger an den US-Börsen erneut mit Aktien eingedeckt. Selbst durchwachsene US-Konjunkturdaten verdarben den Anlegern am Freitag kaum die Kauflaune. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent höher auf 25.295 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,7 Prozent auf 2743 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 7136 Punkte. Für alle drei Indizes waren dies neue Rekordstände. Am Donnerstag war der Dow erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 25.000 Punkten gestiegen.

In den USA boomt der Arbeitsmarkt weiter – wenn auch nicht so stark wie erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft wurden im Dezember 148.000 neue Stellen geschaffen, 42.000 weniger als gedacht. „Der US-Job-Motor läuft weiterhin, er läuft jedoch langsamer“, sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Der Markt schüttelte die Enttäuschung ab und ließ sich auch von einem überraschend schwachen ISM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe in den USA nicht aus der Ruhe bringen. Derweil sammelte im November die US-Industrie mehr Aufträge als erwartet ein. An der nur behutsamen Anhebung der US-Zinsen ändere das wenig, sagte ein Händler.

US-Daten belasten nur kurz: Ausblick auf Börsenwoche 2

Bei den Einzelwerten zählten die Papiere des weltgrößten Netzwerkausrüsters Cisco zu den Gewinnern, die 1,4 Prozent auf 39,5 Dollar zulegten. Die Bank of America hatte die Papiere auf „kaufen“ hochgestuft und das Kursziel von 37 auf 46 Dollar angehoben.

Um rund 20 Prozent abwärts ging es indes mit Aktien von Francesca's. Der Händler für Damenmode hatte angesichts eines schwachen Weihnachtsgeschäfts sein Umsatzziel für das im Januar endende Quartal und sein Gewinnziel gekappt.

Der Aktienkurs von Intel stabilisierte sich, die Titel stiegen um 0,7 Prozent. Nach dem Bekanntwerden von Sicherheitslücken bei Mikroprozessoren des Branchenprimus hatten Anleger diese Woche Intel aus den Depots geworfen. Sie verloren bis Donnerstagabend fast vier Prozent.

Die US-Steuerreform kommt auch die US-Großbank Morgan Stanley teuer zu stehen. Unter dem Strich rechnet das Institut im vierten Quartal mit einer Steuerbelastung von 1,25 Milliarden Dollar. Die Aktie gab 0,7 Prozent nach.

In Frankfurt stieg der Dax um 1,2 Prozent auf 13.319 Punkte und schloss die Woche mit einem Plus von 3,1 Prozent. Nach einer Börsenweisheit verläuft das Jahr wie die erste Handelswoche. In 21 von fast 30 Jahren hat das für den Dax auch zugetroffen. Der EuroStoxx50 stieg ebenfalls um rund ein Prozent.

  • rtr
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