Börse New York US-Wirtschaftsdaten stützen schwache Wall Street

oDie US-Wachstumszahlen sind höher als erwartet ausgefallen. Doch nur wenige Aktien konnten profitieren. Besonders gefragt bei den Anlegern sind die Papiere des Händlers J.C. Penney.
Update: 26.02.2016 - 23:29 Uhr
Solide Konjunkturdaten lassen die US-Kurse steigen. Quelle: dpa
New York Stock Exchange

Solide Konjunkturdaten lassen die US-Kurse steigen.

(Foto: dpa)

New YorkUnerwartet starke US-Wirtschaftsdaten haben die Wall Street zum Wochenschluss angetrieben. Im vierten Quartal zog das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet um ein Prozent an, gerechnet worden war mit lediglich 0,7 Prozent. Die US-Notenbank hatte jüngst die Sorge geäußert, dass die Wirtschaft vom Weg abkommen könnte. Diese Bedenken rückten am Freitag etwas in den Hintergrund, zugleich stieg die Erwartung, dass die Fed nun doch an ihrem Kurs weiterer Zinsanhebungen festhalten könne. Einen Teil ihrer Zugewinne verloren US-Aktien indes, nachdem der zunächst kräftige Ölpreis-Anstieg im Handelsverlauf wieder abschmolz.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer bei 16.639unkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,2 Prozent auf 1948 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg hingegen um 0,2 Prozent auf 4590 Stellen. In Frankfurt schloss der deutsche Aktienindex Dax 1,95 Prozent fester.

Bei den Einzelwerten standen Papiere von J.C. Penney im Mittelpunkt, die 15 Prozent zulegten. Der Einzelhändler setzte mehr um als erwartet.

Fiat Chrysler stiegen um 4,3 Prozent. Händler führten das auf Spekulationen über eine mögliche Allianz mit Peugeot zurück. Der französische Autohersteller hatte am Mittwoch erklärt, für strategische Optionen offen zu sein.

Weight Watchers notierten rund 30 Prozent tiefer. Der auf Produkte und Dienstleistungen rund ums Abnehmen spezialisierte Konzern hat im vierten Quartal überraschend rote Zahlen geschrieben und einen Umsatzrückgang von mehr als 20 Prozent hinnehmen müssen.

Mit diesen Aktien wären Sie dem Börsendebakel entkommen

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

+104,40 +0,85%
Chart von DAX ®
DAX
1 von 14

Seit Jahresbeginn liegt der Deutsche Aktienindex mehr als 17 Prozent unter dem Schlussstand von Ende Dezember. Es ist ein ungekannt schwacher Start für den wichtigsten Index in ein Börsenjahr. Ähnlich übel sieht es in den Indizes für mittlere, kleinere und Technologie-Werte aus: MDax (minus 14,6 Prozent), SDax (minus 16,7 Prozent), TecDax (minus 18,6 Prozent).

Doch es gibt einzelne Werte die dem Ausverkauf getrotzt haben und deren Besitzer gut lachen haben. Vor allem im Ausland gibt es einige Perlen zu entdecken.

Stand aller Daten: 9. Februar 2016

GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006602006
Börse
FSE

+0,07 +0,21%
0,00€
Chart von GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.
GEA Group
2 von 14

Im Dax gibt es derzeit keinen Titel im Plus seit Jahresbeginn und auch im MDax nur einen Titel: Der vor allem für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagebauer Gea Group hat 2015 vier Firmen übernommen und seine Umsatz- und Ergebnisziele erreicht. Im laufenden Jahr peilt Chef Jürg Oleas ohne Zukäufe ein moderates Wachstum an und erntet das Vertrauen der Anleger.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 3,86 Prozent

Software AG

WKN
ISIN
Börse

Chart von Software AG
Software AG
3 von 14

In den großen deutschen Indizes wird man dann noch im TecDax fündig: Mit der Ankündigung einer verbesserten Marge für das Jahr 2016 beeindruckt die Software AG aus Darmstadt. Auch die Ergebnisse für das zurückliegende Jahr hatten die Aktionäre erfreut und so kann sich der Wert völlig von der miserablen Entwicklung des TecDax in diesem Jahr abkoppeln.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 9,95 Prozent

S&P 500

WKN
ISIN
Börse
ISP

-1,08 -0,04%
+2.891,58
Chart von S&P 500
S&P 500
4 von 14

Der weitgefasste US-amerikanische Index liegt seit Jahresbeginn fast ein Zehntel im Minus. Doch die Entwicklung der einzelnen Titel ist extrem unterschiedlich. Während vor allem Banktitel enorm leiden, gibt es deutlich positive Ausreißer.

Kursveränderung seit 1.1.2016: minus 9,4 Prozent

NEWMONT MINING CORP. REGISTERED SHARES DL 1,60

WKN
ISIN
US6516391066
Börse
FSE

-0,12 -0,45%
+26,70€
Chart von NEWMONT MINING CORP. REGISTERED SHARES DL 1,60
Newmont Mining
5 von 14

Der Goldpreis ist zu einem Krisenindikator geworden und hat seit Jahresbeginn deutlich zugelegt, während des für die großen Aktienindizes bergab geht. Mit dem Goldpreis ziehen auch die Aktien von Minenbetreibern an, die noch im vergangen Jahr zu den großen Verlierern gehörten. Newmont Mining aus Denver ist einer der größten Förderer von Gold weltweit und das gilt bei Anlegern jetzt als begehrenswert.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 37,15 Prozent

SOUTHWESTERN ENERGY CO. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US8454671095
Börse
FSE

+0,07 +1,50%
+4,85€
Chart von SOUTHWESTERN ENERGY CO. REGISTERED SHARES DL -,01
Southwestern Energy
6 von 14

Einige Aktien von Öl- und Gasunternehmen, die sich auf die Fracking-Fördertechnologie spezialisiert haben, waren mit dem fallenden Ölpreis extrem unter Druck geraten. Einige Titel können sich jedoch zwischenzeitlich deutlich erholen, doch auch heftige Rückschläge können die Titel immer wieder erfassen. Ein Beispiel: Southwestern Energy. Vor zwei Jahren notierte die Aktie noch bei über 45 Dollar, erst zum Jahreswechsel setzte eine Trendumkehr bei dem Titel ein.

Kursveränderung seit 1.1.2016: 35,89 Prozent.

EXELON CORP. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
US30161N1019
Börse
FSE

-0,16 -0,43%
+37,10€
Chart von EXELON CORP. REGISTERED SHARES O.N.
Exelon
7 von 14

Eine klassische Ausweichbewegung in turbulenten Börsenphasen zeigt sich auch am US-Markt. Anleger setzen verstärkt auf Versorger, die als Energielieferanten mit regelmäßigen Mittelzuflüssen rechnen können. Ein Branchenindex für US-Versorger liegt seit Jahresanfang fast sieben Prozent im Plus, die Aktie von Exelon liegt deutlich über dem Schnitt.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: plus 15,42 Prozent

Aktien von Republic Air verloren gar drei Viertel ihres Wertes. Der Regionalflug-Anbieter mit seinen rund 6000 Mitarbeitern hatte zuvor Gläubigerschutz beantragt, will sich aber im laufenden Betrieb sanieren.

  • rtr
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