Börse New York Von Konjunkturdaten ausgebremst

Nach anfänglichen Verlusten haben die US-Börsen zum Wochenschluss kaum verändert geschlossen. Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal doch nicht so sehr gewachsen wie zunächst angenommen.
Update: 27.02.2015 - 22:33 Uhr Kommentieren
Wie steht es um das Vertrauen der Verbraucher? Quelle: dpa
Gespannte Blicke im New Yorker Handelssaal

Wie steht es um das Vertrauen der Verbraucher?

(Foto: dpa)

New YorkDie US-Börsen haben am Freitag nachgegeben. Die Anleger hätten sich wegen schwacher Konjunkturdaten zurückgehalten, sagten Händler. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal nur um 2,2 statt der zunächst ermittelten Jahresrate von 2,6 Prozent. Im Vorquartal war das Plus noch mehr als doppelt so stark gewesen. Insgesamt ist die US-Wirtschaft nach Einschätzung vieler Analysten derzeit aber solide aufgestellt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,45 Prozent nach auf 18.132 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 2104 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,5 Prozent auf 4963 Stellen. Damit ergeben sich auf Wochensicht kaum Veränderungen. Im Gesamtmonat Februar allerdings legte die Nasdaq 7,1 Prozent zu, der Dow 5,6 und der S&P 5,5 Prozent. Der Dax legte am Freitag weitere 0,7 Prozent auf 11.401 Zähler zu. Für das deutsche Börsenbarometer war es der siebte Wochengewinn in Folge. Seit Anfang Januar hat der Index rund 16 Prozent zugelegt, so viel wie noch nie in einem Zweimonatszeitraum.

Zu den Verlierern an der US-Börse zählten Aktien von J.C. Penney, die 6,8 Prozent nachgaben. Der Einzelhändler überraschte Anleger mit einem Quartalsverlust. Er erwartet zudem in diesem Jahr nur geringere Verbesserungen der Gewinnmarge.

Von den 475 der 500 Firmen aus dem Index S&P 500, die bislang ihre Bilanz vorlegten, haben nach Reuters 69,5 Prozent die Prognosen übertroffen. Das liegt leicht über dem Schnitt von 69 Prozent der vergangenen vier Quartale. Der Gewinn der Unternehmen wuchs in dem Zeitraum im Schnitt um 6,8 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,86 Milliarden Aktien den Besitzer. 1567 Werte legten zu, 1485 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1048 im Plus, 1694 im Minus und 120 unverändert.

US-Staatsanleihen legten zu. Die Zehnjährigen verbesserten sich um 9/32 auf 99-31/32. Sie rentierten mit 2,001 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 21/32 auf 97-30/32 und hatten eine Rendite von 2,600 Prozent.

Wo es spannend wird, wo Ärger droht
Adidas, 7. Mai 2015:
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In den nächsten Wochen stehen einige wichtige Aktionärstreffen an. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) erklärt, was auf die Aktionäre zukommt. Los geht es mit Adidas: Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach steckt in der Krise. Geschäftsführer Herbert Hainer braucht eine neue Strategie. Zu schaffen machen dem Unternehmen vor allem die Russlandsanktionen und der fallende Rubel-Kurs. Da 2015 große Sportereignisse wie eine Fußball-WM oder -EM ausbleiben, ist mit positiven Impulsen nicht zu rechnen.

Commerzbank, 30. April 2015:
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Beim zweitgrößten Finanzinstitut Deutschlands läuft es nicht wirklich rund. Zwar brockt der Commerzbank die eigene Bad Bank weniger Verlust ein als befürchtet, doch der Gewinn blieb insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Außerdem stellt sich die Commerzbank wegen des Streits mit den US-Aufsichtsbehörden um Sanktionsverstöße und Geldwäschevorwürfe auf zusätzliche Belastungen ein. Auf der Hauptversammlung wird die zweitgrößte Bank ihren Anlegern darauf und auf die Frage, wie sie in Zeiten niedriger Zinsen mit dem Privatkundengeschäft Geld verdienen will, ein Antwort schuldig sein.

Deutsche Bank, 21. Mai 2015:
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Universal- oder Investmentbank? Die Deutsche Bank muss sich entscheiden, wo ihre künftigen Geschäftsfelder liegen. Dabei wird auf der diesjährigen Hauptversammlung die Frage nach der Verantwortlichkeit für Schäden durch Rechtsprozesse durch das Investmentbanking eine entscheidende Rolle spielen. Auch das schwächelnde Hauptgeschäft wird sicher für Diskussionsstoff sorgen.

Deutsche Börse, 13. Mai 2015:
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Auf der Hauptversammlung der Deutschen Börse wird die Inthronisierung des Nachfolgers des langjährigen Vorstandschefs Reto Francioni die Diskussion bestimmen. Mit Carsten Kengeter übernimmt ein Investmentbanker das Ruder, von dem eine Antwort auf die Frage nach der Perspektive des Unternehmens erwartet wird. Außerdem dürften die erneuten Vorwürfe der US-Börsenaufsicht gegen Clearstream, eine Tochter der Deutschen Börse, zur Sprache kommen.

Lufthansa, 29. April 2015:
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Die zahlreichen Streiks und die starke Konkurrenz aus dem Nahen Osten lassen die Umsätze der größten Airline Europas einbrechen. Der niedrige Kerosinpreis verschafft ein wenig Abhilfe. Dennoch wird die Lufthansa wohl oder übel ein hartes Sparprogramm durchsetzen müssen.

Deutsche Telekom, 21. Mai 2015:
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Die Telekom-Branche steht vor großen Herausforderungen. Das Internet muss immer schneller, immer empfangbar und am besten nie gedrosselt werden. Auf die Deutsche Telekom kommen daher immense Investitionen zu. Die sind teuer und müssen den Anteilseignern erklärt werden.

Fraport, 29. Mai 2015
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Die Anteilseigner der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport interessiert vor allem die weitere Planung rund um das für die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens wichtige Terminal 3. Der Bau des neuen Terminals soll nach langen Auseinandersetzungen im Sommer beginnen. Bei den Anlegern überwieg diesbezüglich allerdings die Skepsis.

Von den 475 der 500 Firmen aus dem Index S&P 500, die bislang ihre Bilanz vorlegten, haben nach Reuters 69,5 Prozent die Prognosen übertroffen. Das liegt leicht über dem Schnitt von 69 Prozent der vergangenen vier Quartale. Der Gewinn der Unternehmen wuchs in dem Zeitraum im Schnitt um 6,8 Prozent.

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