Börse New York Nach China-Tief gibt Wall Street Comeback

Trotz „entsetzlicher“ Handelsdaten aus China, kämpfte sich die Wall Street vor Handelsschluss ins Plus. Für Manchester United blieb der Tag hingegen eine Enttäuschung, dessen Börsendebüt sich als Flop herausstellte.
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Händler an der NYSE: Schwache Handelsdaten aus China bereiten den Anlegern Sorgen.  (Foto:Richard Drew/AP/dapd) Quelle: dapd

Händler an der NYSE: Schwache Handelsdaten aus China bereiten den Anlegern Sorgen. (Foto:Richard Drew/AP/dapd)

(Foto: dapd)

New YorkEnttäuschende Wirtschaftszahlen aus China haben die Wall Street zum Wochenschluss belastet, auch wenn Dow & Co in einem Schlussspurt zulegten. Das Börsendebüt von Manchester United konnte dabei kein Glanzlicht setzen. Der Aktienkurs des englischen Fußball-Rekordmeisters bewegte sich am Freitag kaum vom Fleck.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 13.208 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,2 Prozent auf 1406 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg marginal auf 3021 Punkte. Im Wochenvergleich gingen der Dow um 0,8, der S&P um 1,1 Prozent und die Nasdaq um 1,8 Prozent nach oben. In Frankfurt beendete der Dax die Handelswoche mit leichten Verlusten bei 6944 Stellen.

Die chinesischen Exporte waren im Juli im Vorjahresvergleich nur um ein Prozent gestiegen. Das ist der schwächste Zuwachs seit Januar und weniger als von Volkswirten erwartet. Analysten setzen nun darauf, dass die chinesische Zentralbank die Wirtschaft wieder stärker ankurbelt.

"Die Daten waren nicht schlecht, sie waren entsetzlich", sagte Investmentstratege Paul Mendelsohn von Windham Financial Services. Sie dürften den Markt wahrscheinlich eine Weile drosseln, fügte er hinzu. "Chinas Exportproblem ist ein externes Problem, es hat mit Europa zu tun", erläuterte Mendelsohn. Daher wollten die Investoren nun auch ziemlich schnell von der Europäischen Zentralbank (EZB) Schritte zur Bekämpfung der Schuldenkrise und Stützung der Wirtschaft sehen.

Diese Aktien empfehlen die Analysten

Covidien

WKN
ISIN
Börse

Chart von Covidien
Covidien
1 von 12

Covidien - Führender Favorit

Keine andere schwankungsarme Aktie aus Europa oder den USA steht in der Gunst der Analysten besser da als Covidien - einer der weltweit führenden Anbieter von Gesundheitsprodukten und Medizintechnikhersteller.

21 von 23 Experten, die den Konzern regelmäßig unter die Lupe nehmen, sind sich sicher: Die Anteilscheine des ursprünglich US-amerikanischen Konzerns mit Hauptsitz im irischen Dublin sind ein Kauf - niemand rät zum Verkauf. Die von den meisten Privatanlegern trotzdem kaum wahrgenommene Aktie hat sich in den vergangenen Jahren in etwa verdoppelt und ist erst Anfang des Monats auf ein neues Allzeithoch geklettert.

Analystenempfehlungen:
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CHUBB LTD. REGISTERED SHARES SF 24,15

WKN
ISIN
CH0044328745
Börse
L&S

+5,52 +5,20%
+114,00€
Chart von CHUBB LTD. REGISTERED SHARES SF 24,15
ACE
2 von 12

ACE - Rentabel versichert

Der Schweizer Versicherungskonzern ACE betreut Kunden in mehr als 140 Ländern. Die im amerikanischen Auswahlindex S&P 500 enthaltende Aktie befindet sich seit rund drei Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend. Nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen haben die Papiere von ACE auf Euro-Basis ein neues Allzeithoch erreicht. Der Konzern ist ausgesprochen breit aufgestellt: Die Angebotspalette reicht von Unfall- und Krankenversicherungen über Ernteausfall-Assekuranzen bis hin zu Rückversicherungsgeschäften. In New York ist der Analystenliebling seit fast 20 Jahren börsennotiert. Erst 2008 verlagerte der Versicherer den Geschäftssitz nach Zürich.

Analystenempfehlungen:
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DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005552004
Börse
L&S

-0,18 -0,64%
+28,55€
Chart von DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Post
3 von 12

Deutsche Post - Stiller Dax-Star

Einziger deutscher Wert unter den sechs schwankungsärmsten europäischen Top-Favoriten der Analysten ist die Deutsche Post. Die Dax-Aktie hat sich in den vergangenen drei Jahren besser entwickelt als der deutsche Leitindex und gilt vielen als Basisinvestment für langfristig orientierte Anleger. Die klassische Briefpost ist längst nicht mehr wichtigster Gewinntreiber, sondern sichert nur noch die üppige Dividendenrendite von rund fünf Prozent ab. Entscheidend sind das weltweite Logistikgeschäft der DHL-Sparte und die Expansion in Schwellenländern: Während in Europa die Krise auf den Umsatz drückt, gleicht das globale Wachstum diesen Rückgang mehr als aus.

Analystenempfehlungen:
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BG Group

WKN
ISIN
Börse

Chart von BG Group
BG Group
4 von 12

BG Group - Stabiler Gas-Riese

Die britische BG Group zählt zu den weltweit größten Gasproduzenten und wird immer wieder als Übernahmekandidat und gute Ergänzung für Konkurrenten wie Exxon Mobil und Shell gehandelt. Abschreibungen auf US-Erdgasvorkommen haben BG zuletzt zwar das vergangene Quartal verhagelt. Dennoch halten Analysten dem Wert die Treue: Nach Bekanntgabe der Zahlen haben Experten der UBS ihr "Buy"-Rating für die Aktie bestätigt. BNP Paribas stuft den Wert weiterhin als "Outperformer" ein. Selbst Skeptiker räumen ein, dass BG Group weiterhin über solide Bilanzkennziffern verfüge und überdurchschnittlich ergiebige Öl- und Gasfelder.

Analystenempfehlungen:
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SHIRE PLC REG.SHS (SPONS.ADRS)/3 LS -,05

WKN
ISIN
US82481R1068
Börse
L&S

+1,03 +0,77%
+146,88€
Chart von SHIRE PLC REG.SHS (SPONS.ADRS)/3 LS -,05
Shire
5 von 12

Shire - Profitable Medizin

Großbritanniens drittgrößter Pharmaproduzent Shire hat vergangene Woche erneut gezeigt, wieso er zu den Favoriten der Analysten gehört: Die jüngsten Geschäftszahlen des rasant wachsenden Spezialisten für Medikamente gegen seltene Krankheiten liegen einmal mehr über den Erwartungen. Die Dividende der im Londoner Auswahlindex FTSE gelisteten Aktie steigt, der Kurs markiert ein Dreimonatshoch. "Die jüngsten Kursverluste waren ungerechtfertigt", sieht sich Analyst Atif Latif von Guardian Stockbrokers in seiner positiven Einschätzung bestätigt, die nahezu alle seine Kollegen mit ihm teilen. In drei Jahren haben sich Shire-Papiere mehr als verdoppelt.

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LVMH MOET HENN. L. VUITTON SE ACTIONS PORT. (C.R.) EO 0,3

WKN
ISIN
FR0000121014
Börse
L&S

+2,56 +0,87%
+296,85€
Chart von LVMH MOET HENN. L. VUITTON SE ACTIONS PORT. (C.R.) EO 0,3
LVMH
6 von 12

LVMH - Krisenfester Luxus

Im Sturm der europäischen Schuldenkrise bleibt Luxus ein Fels in der Brandung: Die meisten Premiumanbieter bestechen mit einer beeindruckend soliden Ertragsentwicklung, in guten wie in schlechten Zeiten. So auch der weltweit größte Luxusgüterhersteller LVMH. Die LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton S.A. hält die Mehrheit und Rechte an etwa 60 Luxusmarken, die der Konzern weltweit in fast 3 000 Läden verkauft. Zu den bekanntesten Marken gehören der Champagner Moët & Chandon, Mode von Louis Vuitton oder TAG Heuer-Uhren. Auch derzeit ist - genauso wie im Krisenjahr 2009 - eine kaufkräftige Klientel bereit, hohe Preise für Prestige-Labels zu zahlen.

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UNITED TECHNOLOGIES CORP. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US9130171096
Börse
L&S

+1,68 +1,51%
+112,10€
Chart von UNITED TECHNOLOGIES CORP. REGISTERED SHARES DL 1
United Technologies
7 von 12

United Technologies - Dividende im Blick

Der US-Industriekonzern ist ein führender Anbieter im Bereich der Gebäudetechnik und Luftfahrtindustrie. Zu den Tochterunternehmen zählen zum Beispiel "Otis" - Weltmarktführer für Rolltreppen und Aufzüge - sowie der Hersteller von Triebwerken "Pratt & Whitney". Die Ursprünge des Traditionsunternehmens gehen bis 1853 zurück. Die Aktie gehört zum Urgestein im US-Leitindex Dow Jones und glänzt seit 17 Jahren mit kontinuierlich steigenden Dividendenzahlungen. Seit 1974 gelang es, im Schnitt alle siebeneinhalb Jahre die Ausschüttungen zu verdoppeln. In der vergangenen Dekade freuten sich Investoren über eine annualisierte Rendite von rund zehn Prozent.

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Ermutigt von einem zuversichtlich stimmenden Ausblick kauften Anleger in Scharen die Anteilsscheine von J.C. Penney. Die Titel schnellten an der Wall Street in der Spitze um 11,2 Prozent nach oben, nachdem sie im vorbörslichen Geschäft noch um sieben Prozent gefallen waren. Die Kaufhauskette hat im zweiten Quartal zwar einen Umsatzeinbruch von 22 Prozent verzeichnet und einen überraschend hohen Verlust eingefahren. Das Management sprach aber von ersten Anzeichen einer Geschäftserholung, nachdem es die Preisstrategie komplett umgestellt hatte.

Die Yahoo -Titel rutschten dagegen um 5,3 Prozent ab. Der angeschlagene Internetkonzern will seine Pläne für den milliardenschweren Erlös aus dem Verkauf eines Anteils an dem chinesischen Online-Unternehmen Alibaba überdenken. Bislang war geplant, dass der Großteil des Erlöses den Anteilseignern zugutekommen soll.

Der Kurs des Blackberry-Herstellers Research In Motion (RIM) zog dagegen an der Nasdaq um über sechs Prozent an. Einem Medienbericht zufolge will IBM das Firmenkundengeschäft des kanadischen Konzerns kaufen.

Manchester United (ManU) erlitt am ersten Handelstag eine Schlappe. Der Traditionsclub musste die Anleger mit einem Abschlag zum Kauf seiner Anteile überreden und hat deshalb deutlich weniger eingenommen als erhofft. Die ManU-Aktie hielt sich nur knapp über dem Ausgabepreis von 14 Dollar. Eigentlich sollten die Papiere zwischen 16 und 20 Dollar an Investoren abgegeben werden. Damit bringt der größte Börsengang eines Sportvereins mit 233,2 Millionen Dollar ManU und der Eigner-Familie Glazer rund 100 Millionen weniger ein als erhofft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 560 Millionen Aktien den Besitzer. 1610 Werte legten zu, 1352 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Milliarden Aktien 1093 im Plus, 1367 im Minus und 117 unverändert.

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