Börse New York Wall Street reagiert erleichtert auf Comey-Erklärung

Der Ex-FBI-Direktor bekräftigt zwar in einem Statement seine Vorwürfe gegen Donald Trump - die Börsen sehen aber "kein großes Fiasko" auf den US-Präsidenten zukommen. Investoren blicken nun gespannt auf Großbritannien.
Update: 07.06.2017 - 22:38 Uhr Kommentieren

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New YorkInvestoren an der Wall Street haben eine erste Aussage von Ex-FBI-Chef James Comey mit Erleichterung aufgenommen. Die Erklärung enthalte nichts Neues, was Präsident Donald Trump in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnte, sagte Peter Costa, Präsident des Handelshauses Empire Executions. "Es wird wahrscheinlich kein großes Fiasko werden, mit dem sich der Präsident beschäftigen muss." Die Investoren hoffen nun, dass Trump seine Pläne für eine umfassende Steuerreform vorantreiben kann.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,2 Prozent fester bei 21.173 Punkten. Der S&P 500 legte ebenfalls knapp 0,2 Prozent zu, und zwar auf 2433 Zähler. Der Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 6297 Stellen. In Frankfurt war der Dax mit einem Minus von 0,1 Prozent aus dem Handel gegangen.

Trump verlangte nach Darstellung von Comeys, die Ermittlungen in der Russland-Affäre teilweise einzustellen. Konkret sei es um das Verfahren gegen Trumps früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn gegangen, erklärte er in einer Aussage für den US-Senat. Comey soll am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats auch mündlich aussagen. Es ist der erste öffentliche Auftritt seit seiner Entlassung im Mai.

Wer hat Angst vor dem „Super-Donnerstag“?

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Mit Spannung blicken auch US-Anleger nach Großbritannien, wo am Donnerstag gewählt wird. Das Abschneiden der Konservativen um Premierministerin Theresa May könnte darüber entscheiden, ob das Land weiter eng mit der EU zusammenarbeitet oder ob es einen "harten Brexit" gibt. In Umfragen liegt May vorne. Der Vorsprung ihrer Konservativen auf die Labour-Partei ist aber nicht mehr so groß wie noch vor wenigen Wochen. Drittes Großereignis am Donnerstag ist die EZB-Ratssitzung.

Am Ölmarkt kam es zum Ausverkauf: Ein Fass der US-Sorte WTI verbilligte sich um gut fünf Prozent auf 45,76 Dollar je Barrel. Hintergrund sind Zweifel, ob die Förderbremse des Ölländerverbandes Opec hält. In der Staatengruppe selbst gibt es etwa zwischen Saudi-Arabien und Katar Streit. Zudem steigt die Ölproduktion in den USA, die nicht Mitglied in der Opec sind. Der sinkende Preis zog auch die Aktien von ExxonMobil und Chevron nach unten, die um 0,4 Prozent nachgaben.

Welche Aktien Anleger im Mai reicher machten

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
Xetra

+0,07 +0,76%
+8,60€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 10: Commerzbank
1 von 10

Auf dem zehnten Platz landet die Commerzbank. Das Geldinstitut hat den Gewinn im ersten Quartal überraschend um mehr als ein Viertel gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter kletterte auf 217 (2016: 169) Millionen Euro. Im Mai nahm der Aktienwert um 2,48 Prozent zu. Die Liste umfasst die Titel mit der besten Wertentwicklung aus dem HDax, der die 110 Papiere aus Dax, MDax und TecDax beinhaltet.

Platz 9: Kion

WKN
ISIN
Börse

Chart von Platz 9: Kion
Platz 9: Kion
2 von 10

Die deutsche Kion Group ist ein weltweit führender Technikkonzern und bietet unter anderem Gabelstapler, Lagertechnik und verbundene Dienstleistungen sowie Supply-Chain-Lösungen an. Im Mai verzeichnete das Unternehmen einen Kursanstieg von 2,53 Prozent.

TELEFONICA DEUTSCHLAND HLDG AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1J5RX9
Börse
Xetra

+0,01 +0,42%
+3,62€
Chart von TELEFONICA DEUTSCHLAND HLDG AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 8: Telefonica Deutschland
3 von 10

Telefonica Deutschland ist ein Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in München. Anfang April 2017 notierte die Aktie mit 4,7 Euro auf einem neuen Jahreshoch, gab danach im Mai aber wieder etwas nach. Dennoch hatte sie im vergangenen Monat einen Zuwachs von 2,54 Prozent.

DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005552004
Börse
Xetra

-0,62 -2,14%
+28,30€
Chart von DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 7: Deutsche Post
4 von 10

Die Aktie der Deutschen Post hat den Umsatz im ersten Quartal 2017 mit sieben Prozent auf 14,9 Milliarden Euro stärker steigern können als erwartet. Im Mai verbuchte sie einen Zuwachs von 2,64 Prozent.

CANCOM SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005419105
Börse
Xetra

-0,64 -1,37%
+46,18€
Chart von CANCOM SE INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 6: Cancom
5 von 10

Cancom ist ein Unternehmen für IT-Dienstleistungen, das sich auf den Bereich Cloud-Computing fokussiert – also die Bereitstellung von Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware über das Internet. Im Mai gewann die Aktie des Unternehmens 2,66 Prozent.

DRAEGERWERK AG & CO. KGAA INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005550602
Börse
Xetra

+0,20 +0,38%
+52,90€
Chart von DRAEGERWERK AG & CO. KGAA INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Platz 5: Drägerwerk
6 von 10

Drägerwerk entwickelt, produziert und vertreibt Geräte und Systeme der Medizin-, Sicherheits- und Tauchtechnik und hat seinen Sitz in Lübeck. In diesem Jahr will das Unternehmen weiter wachsen und die Gewinne steigern. Im Mai legte der Kurs der Aktie um 2,69 Prozent zu.

WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000WCH8881
Börse
Xetra

-0,65 -0,56%
+116,10€
Chart von WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 4: Wacker Chemie
7 von 10

Das Papier des Chemiekonzerns Wacker Chemie legte im Mai 3,17 Prozent zu und landet damit auf dem vierten Platz. Analysten rechnen in Zukunft mit einer starken Entwicklung im Geschäftsbereich Chemicals.

Um ein Prozent ging es für den Lastwagenbauer Navistar bergab. Das Unternehmen, an dem Volkswagen beteiligt ist, hatte einen Quartalsverlust bekanntgegeben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien den Besitzer. 1359 Werte legten zu, 1523 gaben nach und 195 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1515 im Plus, 1336 im Minus und 235 unverändert.

Die Erleichterung über Comeys Aussage war auch an den US-Kreditmärkten zu spüren. Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben um 9/32 auf 101-24/32 nach. Sie rentierten mit 2,18 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 19/32 auf 103-7/32 und hatten eine Rendite von 2,84 Prozent.

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