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Börse New YorkWall Street schließt im Plus – Erster Umsatzrückgang lässt Aktie des Facebook-Mutterkonzerns abrutschen

Nach überraschend schlechten Wirtschaftsdaten drehte die Wall Street im Verlauf wieder ins Plus. Die Aktien von Onlinenetzwerken geben deutlich nach. 28.07.2022 - 22:51 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Wall Street startet stabil in eine vollgepackte Woche. Gespannt warten die Anleger auf diverse Quartalszahlen amerikanischer Unternehmen und den Zinsentscheid der Fed.

Foto: AP

Frankfurt, New York. Trotz enttäuschender Konjunkturdaten und schwacher Firmenbilanzen hält sich die Wall Street im Plus. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss am Donnerstag ein Prozent höher auf 32.529 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,1 Prozent auf 12.162 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,2 Prozent auf 4072 Punkte zu.

Auf die Stimmung der Investoren schlug der überraschende Rückgang der US-Wirtschaftsleistung. Sie fiel im zweiten Quartal auf das Gesamtjahr hochgerechnet um 0,9 Prozent. „Damit ist die angelsächsische Daumenregel für das Vorliegen einer Rezession zwar erfüllt“, sagte LBBW-Analyst Dirk Chlench.

Da das für die Feststellung einer solchen zuständige National Bureau of Economic Research aber auf den weiterhin robusten Arbeitsmarkt schaue, sei es nach offizieller Lesart noch nicht so weit. Das könne sich aber schnell ändern.

Durch die schwachen Konjunkturdaten sahen sich einige Börsianer allerdings in ihrer Interpretation der jüngsten Fed-Aussagen bestätigt, dass die US-Notenbank die Geldpolitik künftig behutsamer straffen wird. „Es wird immer wahrscheinlicher, dass das höchste Tempo der Zinserhöhungen hinter uns liegt“, schrieben die Analysten der Bank JPMorgan.

Bei den Aktienwerten gehörte Meta mit einem Kursminus von 5,2 Prozent auf 160,72 Dollar zu den Verlierern. Der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp verbuchte den ersten Umsatzrückgang seit dem Börsengang 2012 und äußerte sich zurückhalten zu den weiteren Aussichten.

Blick auf die Einzelwerte:

Qualcomm: Wegen einer abflauenden Smartphone-Nachfrage und anhaltender Lieferketten-Probleme warnte Qualcomm für das laufende Quartal vor einem Umsatz unter Markterwartungen. Die Erschließung neuer Geschäftsfelder durch die Halbleiter-Hersteller sei zwar positiv, schrieb Analyst Kyle McNealy von der Investmentbank Jefferies. Es werde aber noch Jahre dauern, bis Chips für Autos und andere elektronische Geräte das schwächelnde Handy-Geschäft ausgleichen könnten. Qualcomm-Scheine brachen 4,5 Prozent ein.

Ford: Gefragt waren dagegen die Papiere von Ford, die sich um 6,1 Prozent verteuerten. Der Autobauer hält trotz der aktuellen Probleme an seinen Gesamtjahreszielen fest. Außerdem hätten die Quartalsergebnisse die Erwartungen übertroffen, lobte Analyst David Whiston vom Research-Haus Morningstar.

Intel: Der Umsatz von Intel fiel in dem Anfang Juli abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 15,3 Milliarden Dollar (15 Mrd Euro). Unterm Strich gab es einen Verlust von 454 Millionen Dollar nach einem Gewinn von gut fünf Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Anleger ließen die Aktie im nachbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise um mehr als zehn Prozent fallen.

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Amazon: Das Unternehmen hat die Umsatzerwartungen im zweiten Quartal übertroffen und damit seinen Aktien zu einem Kurssprung von zunächst fast zehn Prozent verholfen. Der weltgrößte Einzelhändler gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss einen Umsatz von 121,2 Milliarden Dollar bekannt. Refinitiv-Daten zufolge hatten Experten 119,1 Milliarden erwartet. Für das laufende dritte Quartal geht der US Konzern von einem Umsatz zwischen 125 und 130 Milliarden Dollar aus. Hier erwarten Fachleute 126,4 Milliarden.

rtr
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