Börse New York Wall Street startet Erholungsversuch

Die Börsen in New York erholen sich vom gestrigen Schock. Starke Unternehmensbilanzen lassen zahlreiche Anleger an die Aktienmärkte zurückkehren. Dow Jones und der S&P-500 legen leicht zu.
Update: 28.07.2015 - 22:38 Uhr Kommentieren
Händler in New York können durchatmen. Der Belastungsfaktor China spielt heute in New York keine ganz so große Rolle mehr. Quelle: AFP
Verhaltene Zufriedenheit

Händler in New York können durchatmen. Der Belastungsfaktor China spielt heute in New York keine ganz so große Rolle mehr.

(Foto: AFP)

New YorkNach fünf Tagen mit Verlusten in Folge haben Investoren an der Wall Street wieder Mut gefasst. In den Mittelpunkt rückten am Dienstag Unternehmensbilanzen. Sorgen um die Entwicklung am chinesischen Aktienmarkt schwanden, weil die Behörden in Peking versprochen hatten, wegen der Einbrüche die Börsen mit Aktienkäufen zu stützen.

Der Dow-Jones-Index schloss 1,1 Prozent fester mit 17.630 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 17.449 und 17.650 Stellen gependelt. Beim S&P 500 betrug das Plus 1,2 Prozent auf 2093 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq legte um ein Prozent auf 5089 Stellen zu. In Frankfurt hatte der Dax mit 11.173 Punkten 1,1 Prozent fester geschlossen.

Die lukrativsten Märkte der letzten 20 Jahre
Platz 18: Japan
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Die Sutor Bank hat die 18 wichtigsten Aktienmärkte der Welt im Zeitraum von 20 Jahren untersucht, um herauszufinden, welcher Markt die stärkste Performance hatte. In der Auswertung der Hamburger Privatbank kommt Japan auf den letzten Platz. „Das war durchaus erwartbar“, kommentierte Lutz Neumann, Leiter der Vermögensberatung der Sutor Bank, das schlechte Abschneiden Japans. Auf den anderen Plätzen fanden sich allerdings ein paar Überraschungen.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 0,19 Prozent pro Jahr

Platz 17: Österreich
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Ziemlich oft bergab ging es auch für Anleger am österreichischen Aktienmarkt. Auf 20-Jahressicht schaffte der österreichische MSCI Austria Index immerhin doch noch ein Plus. Schlusslicht war Österreich unter anderem im Jahr 2014. Die Sanktionen gegen Russland belasteten österreichische Banken und Unternehmen, die stark in Russland engagiert sind.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 1,65 Prozent pro Jahr

Platz 16: Italien
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Der MSCI Italy Index gehört im internationalen Vergleich der Sutor Bank ebenfalls zu den Schlusslichtern. Besonders schlecht lief es für den italienischen Aktienmarkt in den Jahren 2010 und 2011 als die europäische Schuldenkrise aufkam.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 3,99 Prozent pro Jahr

Platz 15: Singapur
4 von 18

Singapur ist ein beliebter Finanzplatz und verfügt über eine beeindruckende Skyline. Besonders hoch hinaus kamen hier Anleger jedoch nicht. Der MSCI Singapore Index gehört zu den schwächsten innerhalb der vergangenen 20 Jahre.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 5,35 Prozent pro Jahr

Platz 14: Belgien
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In der Gesamtwertung kommt Belgiens Aktienmarkt nur auf den vierzehnten Platz. Allerdings holte der MSCI Belgium Index in den vergangenen Jahren deutlich auf. 2014 schlug er alle anderen Indizes mit einem Plus von 37 Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 6,8 Prozent pro Jahr

Platz 13: Frankreich
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Der Aktienmarkt der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft schaffte es innerhalb der letzten zwanzig Jahr nicht unter die Top 10 (im Schnitt). Besonders schlecht lief es in den Jahren 2001 (- 18 Prozent) und 2002 (- 33 Prozent). Lutz Neumann von der Sutor Bank betont, dass die Entwicklung eher zufällig erfolgt. Eine belastbare, seriöse Vorhersage sei unmöglich, erklärt die Privatbank.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 7,15 Prozent pro Jahr

Platz 12: Norwegen
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Der norwegische Aktienmarkt erlebte einen legendären Boom im Jahr 2009: Der MSCI Norway Index stieg um sagenhafte 81 Prozent. 2014 gehörte er allerdings zu den schwächsten Märkten, mit einem Minus von elf Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 7,31 Prozent pro Jahr

Im Mittelpunkt standen die Quartalsberichte von US-Konzernen. Ford überzeugte mit einem überraschend hohen Gewinn dank Rekordzahlen in Nordamerika. Die Aktie des Autobauers legte 1,9 Prozent zu. Auch bei Pfizer griffen Investoren zu, die Anteilsscheine gewannen 2,9 Prozent. Zwar fiel der Nettogewinn des Pharmakonzerns um zehn Prozent, er übertraf aber die Erwartungen.

United Parcel Service konnte dank Preiserhöhungen und eines florierenden internationalen Geschäfts seinen Gewinn verdreifachen. UPS-Papiere gewannen 5,1 Prozent.

Aus den Depots warfen Anleger dagegen die in New York gehandelten Papiere des größten chinesischen Suchmaschinen-Betreibers Baidu. Kostspielige Investitionen nagen am Gewinn. Die Aktien brachen um 15 Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 2251 Werte legten zu, 830 gaben nach, und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 1751 im Plus, 1052 im Minus und 157 unverändert.

US-Staatsanleihen gaben nach. Händler verwiesen auf die Stabilisierung des chinesischen Aktienmarktes. Die zehnjährigen Papiere verringerten sich um 9/32 auf 98-28/32. Sie rentierten mit 2,25 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 19/32 auf 100-21/32 und hatten eine Rendite von 2,97 Prozent.

  • rtr
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