Börse New York Yellen und Ölpreis treiben Wall Street an

Aussagen von Fed-Chefin Yellen zur US-Konjunktur haben die New Yorker Aktienmärkte ins Plus getrieben. Unterstützung bekamen sie von der Verteuerung des Rohöls. Enttäuschung gab es bei Aktionären von Biogen und Valeant.
Update: 07.06.2016 - 23:45 Uhr

Lieferausfälle schieben den Ölpreis an

New YorkDer eher positive Blick von US-Notenbankchefin Janet Yellen auf die Konjunktur hat die Wall Street am Dienstag gestützt. Yellen hatte am Montagabend unter anderem gesagt, der jüngste US-Arbeitsmarktbericht sei zwar enttäuschend gewesen. Sie gehe aber davon aus, dass die Konjunktur moderat an Fahrt gewinne und sich der Arbeitsmarkt weiter verbessere. Yellen zerstreute damit die Sorge von Analysten etwas, die Fed könnte Zinsanhebungen noch in diesem Jahr einen Riegel vorschieben. Sie skizzierte allerdings im Gegensatz zu früheren Äußerungen kein Zeitfenster für Zinsanhebungen.

Unterstützung bekamen die New Yorker Aktienmärkte auch von der Verteuerung des Rohöls. Produktionsausfälle in Nigeria und ein schwächerer Dollar trieben die Ölpreise, deren Turbulenzen die Aktienmärkte in den vergangenen Monaten immer wieder in Unruhe versetzt hatten, auf ein frisches Jahreshoch. Die führende Nordseesorte Brent kletterte um 1,9 Prozent bis auf 51,51 Dollar je Barrel (159 Liter). Damit war Brent so teuer wie seit acht Monaten nicht mehr.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 17.938 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um 0,1 Prozent auf 2112 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,1 Prozent auf 4962 Zähler.

Bei den Einzelwerten standen Aktien des Biotech-Konzerns Biogen unter Druck, die knapp 13 Prozent verloren. Eine Studie zu einem Medikament gegen Multiple Sklerose hatte nicht die erhofften Ergebnisse gebracht.

Die besten Tipps der Aktienanalysten

HYPOPORT AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005493365
Börse
Xetra

+3,20 +1,64%
0,00€
Chart von HYPOPORT AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Hypoport
1 von 9

Wer auf Ivo Visic vertraut hat, konnte sein Aktienkapital mehr als verfünffachen.  Der beste Analyst für deutsche Aktien nach Aktienempfehlungen beim „Starmine Award 2016“ hat im Jahr 2015 den Finanzdienstleister Hypoport empfohlen, der um sage und schreibe 545 Prozent hochgeschossen ist. 

OEKOWORLD AG NAMENS-VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N.

WKN
ISIN
DE0005408686
Börse
Xetra

+0,12 +0,74%
0,00€
Chart von OEKOWORLD AG NAMENS-VORZUGSAKTIEN O.ST.O.N.
Ökoworld
2 von 9

Ebenfalls mit seinem Kauftipp für die Kapitalanlagefirma Ökoworld punktete der Analyst des Brokers Oddo Seydler: Im  vergangenen Jahr kletterte die Aktie um 84 Prozent.

GRAND CITY PROPERTIES S.A. ACTIONS AU PORTEUR EO-,10

WKN
ISIN
LU0775917882
Börse
Xetra

-0,28 -1,24%
0,00€
Chart von GRAND CITY PROPERTIES S.A. ACTIONS AU PORTEUR EO-,10
Grand City Properties
3 von 9

Thomas Rothäusler von der Commerzbank als zweitbester Analyst nach Aktienempfehlungen brachte Investoren um knapp dreißig Prozent mehr Ertrag gegenüber dem Vergleichsportfolio, das Starmine für die Bewertung der Analysten heranzieht. Seine Empfehlungen für die Immobilienaktien Grand City Properties Ende Juli und Patrizia Immobilien im ersten Halbjahr haben sich ausgezahlt. Die Aktien legten um 36 und 68 Prozent zu.

KOENIG & BAUER AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007193500
Börse
Xetra

+0,20 +0,36%
0,00€
Chart von KOENIG & BAUER AG INHABER-AKTIEN O.N.
König und Bauer
4 von 9

Richard Schramm von der Bank HSBC folgt auf Rang drei: Mit seinen Empfehlungen für den Druckmaschinenhersteller König und Bauer bis September wie für den Waschstraßen-Bauer Washtec  bis April hätten Anleger im vergangenen Jahr Kursgewinne von 169 Prozent und 81 Prozent einstreichen können. Sein Mehrwert gegenüber dem Index: 15 Prozent.

VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007664039
Börse
Xetra

+1,88 +1,23%
0,00€
Chart von VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
Volkswagen
5 von 9

Fraser Hill von der Bank of America Merrill Lynch bewahrte Investoren dagegen vor Verlusten: Der beim Thomson Reuters Starmine Award Viertplatzierte riet im Januar zum Verkauf von VW und Porsche. Die Aktien verloren rund ein Viertel an Wert. Sein Mehrwert betrug knapp fünfzehn Prozent.

SARTORIUS AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007165631
Börse
Xetra

-0,80 -0,56%
0,00€
Chart von SARTORIUS AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
Sartorius
6 von 9

Gesundheitsanalyst Daniel Wendorff von der Commerzbank hielt es im vergangenen Jahr mit Qiagen und Sartorius – mit Erfolg: Die Aktie des Biotech-Unternehmens legte ab Juli um 12 Prozent zu. Der Titel des Zulieferers für die Pharma-Industrie sprang bis Oktober um 107 Prozent hoch. Wendorff schaffte einen Mehrwert von 14,7 Prozent.

SYMRISE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000SYM9999
Börse
Xetra

-0,90 -1,15%
0,00€
Chart von SYMRISE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Symrise
7 von 9

Thomas Maul von der DZ Bank gelangte auf Rang sechs. Der Top-Tipp des Konsumgüter-und Industriespezialisten waren Aktien des Duft- und Aromaherstellers Symrise im Mai, die um 12 Prozent zulegten.  Seine Verkaufsempfehlung für Joyou im April hätte Anleger nahezu vor einem Total-Verlust bewahrt. Die Aktie sackte um 98 Prozent. Sein Mehrwert betrug knapp vierzehn Prozent.

Um rund 15 Prozent sackten Papiere von Valeant ab. Der Pharmakonzern hat seine Gewinnziele im Quartal verfehlt und seine Jahresprognosen gekappt.

Aktien von Ralph Lauren gaben um 2,4 Prozent nach. Der Modekonzern hat den Abbau von Arbeitsplätzen und die Schließung von Läden angekündigt, um seine Kosten zu senken.

In Frankfurt ging der Dax 1,7 Prozent höher auf 10.288 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 legte 1,3 Prozent auf 3041 Zähler zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 1897 Werte legten zu, 1135 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden Aktien 1461 im Plus, 1364 im Minus und 169 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 3/32 auf 99-7/32. Die Rendite sank auf 1,713 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 8/32 auf 99-10/32 und rentierte mit 2,534 Prozent.

  • rtr
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