Börse Tokio Anleger in Japan hoffen auf Konjunkturprogramm

Viele Aktienmärkte in Asien sind unter Druck geraten. Die Akteure spekulieren, dass die ultralockere Geldpolitik in den USA bald vorbei sein könnte. In Tokio stiegen dagegen die Kurse.
Update: 03.12.2013 - 08:12 Uhr Kommentieren
Anzeige der Kurse in Downtown Tokio. Quelle: AFP

Anzeige der Kurse in Downtown Tokio.

(Foto: AFP)

TokioSpekulationen über zusätzliche Hilfen zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft haben am Dienstag den Aktienmarkt in Tokio beflügelt. Der Leitindex Nikkei ging mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 15.749 Punkten aus dem Handel und markierte damit ein Sechsjahreshoch.

Die meisten übrigen Börsen in Fernost verzeichneten hingegen Verluste. Händler begründeten das mit der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bald ihre ultralockere Geldpolitik zurückfahren könnte. Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Währungshüter im März den Schritt bekanntgeben.

Neue Nahrung erhielt diese Annahme durch unerwartet starke US-Konjunkturdaten aus US-Industrie- und Bauwirtschaft. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte mit 0,6 Prozent im Minus.

Japans neues Konjunkturprogramm, über das noch in dieser Woche entschieden werde, habe einen Umfang von umgerechnet 39 Milliarden Euro, verlautete aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Da der Yen nachgab, waren unter anderem Exportwerte gefragt. Die Aktien von Sony und Canon verteuerten sich jeweils um rund 0,6 Prozent. Der breiter gefasste Topix gewann 0,29 Prozent auf 1262 Zähler.

In Südkorea ging der Leitindex mit einem Minus von 1,1 Prozent aus dem Handel, auch in Taiwan und Hongkong dominierten die negativen Vorzeichen.

Diese Aktien profitieren vom Zinstief

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
L&S

+1,56 +2,41%
+66,88€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Lanxess
1 von 10

Lanxess (Deutschland, Chemie)

Die Chemie gilt traditionell als zyklisches Geschäft. Wenn die Notenbanken mit niedrigen Zinsen die Konjunktur ankurbeln, profitiert die Branche. Der Kölner Spezialchemiekonzern Lanxess ist stark auf Kautschuk spezialisiert. Wegen fallender Preise ließ der Kurs in den vergangenen Monaten zu wünschen übrig. Der Gewinn je Aktie fiel 2013 von 6,66 Euro  auf 1,51 Euro. Doch inzwischen konnte Lanxess die Preise für Naturkautschuk sogar erhöhen – gegen den Trend der Chemiebranche.

Analysten erwarten im nächsten Jahr eine Verdopplung des Gewinns. Für Fantasie sorgen zudem neue energieeffiziente Lkw-Reifen aus Naturkautschuk. Der TÜV führte unlängst einen  Test durch, der bestätigt, dass sich damit  Sprit sparen lässt. Das Ergebnis dürfte den Absatz ankurbeln  und eröffnet neue Chancen für die Aktie.

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
L&S

-0,33 -0,32%
+101,91€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
SAP
2 von 10

SAP (Deutschland,  Software)

Der Softwarespezialist aus Baden Württemberg ist eigentlich dafür bekannt vor allem in der Krise zu punkten. Denn der Konzern ist auf Software für das Controlling spezialisiert. Und in die Zahlenfüchse investieren die meisten Unternehmen vor allem, wenn es knapp wird.

Doch das Unternehmen ist in weiteren Wachstumssegmenten hervorragend positioniert. So erwirtschaftet SAP im  Segment Cloud-Computing bereits eine Milliarde Umsatz. Ebenso viel Geld spült eine neue Technologie in die Kasse, die angesichts der NSA-Affäre an Brisanz gewinnt. Mit einem speziellen Datenbanksystem können Unternehmen Informationen abhörsicher speichern.

BNP PARIBAS S.A. ACTIONS PORT. EO 2

WKN
ISIN
FR0000131104
Börse
L&S

+2,01 +3,85%
+54,24€
Chart von BNP PARIBAS S.A. ACTIONS PORT. EO 2
BNP Paribas
3 von 10

BNP Paribas (Frankreich, Finanzdienstleistungen)

Der Kurs des französischen Finanzinstituts hat sich in den vergangenen zwölf Monaten zwar bereits verdoppelt. Doch BNP Paribas gilt mit einem KGV von acht immer noch als stark unterbewertet.

Unter den Finanzwerten zählt die Aktie zu den Lieblingen von Analysten und Fondsmanagern. Ein Grund: Das Haus war im Gegensatz zur Deutschen Bank oder zur Royal Bank of Scotland nicht in die jüngsten zahlreichen Zinsempfehlungen verwickelt. Zudem hat die Bank das Kernkapital gestärkt und kann nach Meinung der Analysten 2014 und 2015 sein Gewinn zweistellig steigern.

BILFINGER SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005909006
Börse
L&S

+0,88 +2,05%
+43,52€
Chart von BILFINGER SE INHABER-AKTIEN O.N.
Bilfinger
4 von 10

Bilfinger (Deutschland, Bau)

Die  Aktie des Bau- und Industriedienstleister Bilfinger hat sich im vergangenen Jahr unterdurchschnittlich entwickelt. Inzwischen steht sie jedoch bei vielen Analysten auf „Kaufen“. Denn in Deutschland und in Großbritannien sei eine wirtschaftliche Erholung bereits deutlich spürbar, berichtet Goldman Sachs. 

Die Experten sehen aber auch Impulse für die Bauwirtschaft in den USA . Wenn durch die Zinssenkung das Wachstum in weiteren europäischen Ländern anspringt, steigen die Erwartungen für Bilfinger weiter.

VIENNA INSURANCE GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
AT0000908504
Börse
L&S

+0,85 +3,55%
+24,53€
Chart von VIENNA INSURANCE GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Vienna Insurance Group
5 von 10

Vienna Insurance Group (Österreich, Finanzdienstleistungen)

Der Finanzkonzern ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Osteuropa gut aufgestellt. Das sorgt bei einem insgesamt soliden Ergebnis für Wachstumsphantasie...

SULZER AG NAMENS-AKTIEN SF -,01

WKN
ISIN
CH0038388911
Börse
L&S

+2,70 +2,57%
+105,02€
Chart von SULZER AG NAMENS-AKTIEN SF -,01
Sulzer
6 von 10

Sulzer (Schweiz, Maschinenbau)

Beim Schweizer Maschinenbaukonzern füllen sich  in vielen Geschäftsbereichen wieder die Auftragsbücher. Die Branche zählt zu den Spätzyklikern und traditionell dauert es bei anziehendem Wachstum  etwas länger bis der Maschinenbau profitiert. Doch Sulzer ist solide aufgestellt und bietet schon jetzt  ein attraktives Verhältnis von Risiko und Chance.

SANOFI S.A. ACTIONS PORT. EO 2

WKN
ISIN
FR0000120578
Börse
L&S

-0,22 -0,30%
+74,89€
Chart von SANOFI S.A. ACTIONS PORT. EO 2
Sanofi
7 von 10

Sanofi (Frankreich, Chemie)

Der französische Pharmakonzern hat seine Jahresprognose zwar unlängst nach unten korrigiert. Allerdings ist es nach Ansicht der Analysten der Deutschen Bank Zeit die Pharmabranche wieder höher einzuschätzen. Die Zeit, als viele alte Patente ausliefen, habe Sanofi gut überstanden. Jetzt sei die Rückkehr zu Wachstum vorhersehbar.

  • dpa
  • rtr
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