Börse Tokio China-Daten stützen Asien-Börsen

Nach drei Tagen im Minus, gab es am Freitag an den Börsen in Tokio erstmals wieder Gewinne zu verbuchen. Der schwächere Yen sorgt vor allem bei Sony und Toyoto Motor für ein Plus.
Update: 09.08.2013 - 09:35 Uhr 2 Kommentare
Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

(Foto: ap)

Tokio Die Aktienmärkte in Fernost haben am Freitag von überraschend positiven Konjunkturdaten aus China profitiert. Der MSCI-Index für die asiatischen Börsen ohne Japan gewann 0,2 Prozent. In Hongkong legte die Börse gut ein Prozent zu, in Shanghai ging es 0,1 Prozent nach oben. Chinas Industrie hatte ihre Produktion etwas stärker gesteigert als erwartet.
Japans Aktienmärkte ließen in der abgelaufenen Handelswoche kräftig Federn. Der Rückgang des Leitindex Nikkei belief sich auf 5,9 Prozent und war damit so stark wie seit Juni nicht mehr. Am Freitag ging der Nikkei 0,1 Prozent höher mit 13.615 Punkten aus der Sitzung dank des wieder schwächeren Yen. "Wir stecken in der Sommerhitze, und das Handelsvolumen ist gering", sagte Stefan Worrall, Aktienexperte bei der Credit Suisse in Tokio. "Die Aussichten sind ungewiss. Wichtige Geldpolitiker sind im Urlaub, und das macht den Markt verwundbar."

Der Yen gab am Freitag wieder etwas nach, das kam den japanischen Exportwerten zugute. Mitsubishi -Aktien legten knapp ein Prozent zu, Honda 0,4 Prozent, die Aktien des Elektronikkonzerns Panasonic 0,7 Prozent.
Seit Jahresanfang hat der Yen dank der ultralockeren Geldpolitik der Bank von Japan elf Prozent zum Dollar verloren. Die Bank von Japan hat ihren Geldhahn inzwischen bis zum Anschlag offen und hofft so, die seit Jahrzehnten währende Deflation endlich zu überwinden.

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2 Kommentare zu "Börse Tokio : China-Daten stützen Asien-Börsen"

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  • "Die Bank von Japan hat ihren Geldhahn inzwischen bis zum Anschlag offen und hofft so, die seit Jahrzehnten währende Deflation endlich zu überwinden".

    Kann das HB den Nicht-Volkswirten einmal erklären, warum Deflation in Japan (wie im übrigen in allen volkswirtschaftlichen Lehrbüchern auch) als Wachstumsbremse gesehen wird, die Griechenland aufgezwungene Deflation aber Wachstumsförderlich sein soll????

  • Jeden Tag kommen unerwartet gute, oder unerwartet schlechte Daten im Vergleich zu den vorher genannten Erwartungen heraus
    So hält man die Dummen in Schach! Am Ende sind wir im besten Fall hinterher schlauer. Ich mag so einen Schwachsinn nicht mehr lesen...

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