Börse Tokio Gewinnmitnahmen belasten Aktien in Japan

Der US-Feiertag Thanksgiving verdünnte auch den Handel in Tokio. Dazu kam, dass sich viele Anleger ihre Gewinne sichern wollten. Nach einem Rekord am Donnerstag verlor der Nikkei.
Update: 29.11.2013 - 08:49 Uhr Kommentieren
Downtown Tokio. Quelle: dpa

Downtown Tokio.

(Foto: dpa)

TokioGewinnmitnahmen haben der japanischen Börse zum Wochenschluss einen Dämpfer versetzt. Der Nikkei-Index gab am Freitag 0,4 Prozent auf 15.661 Zähler nach. Den November schloss er allerdings mit dem stärksten Kursplus seit 2005 ab.

Seit Jahresbeginn hat der japanische Leitindex 51 Prozent zugelegt. Sollte er dieses Plus im Dezember halten, dann würde es das beste Jahr für die japanischen Aktien seit 1972. Der breiter gefasste Topix verlor 0,2 Prozent auf 1258 Zähler.

Viele Investoren nahmen Gewinne mit, nachdem die Börse am Donnerstag noch den höchsten Schlusskurs seit knapp sechs Jahren erreicht hatte. Zwar seien die jüngsten Daten zur japanischen Industrieproduktion etwas schwächer ausgefallen als erwartet, sagte Kyoya Okazawa, Aktienexperte bei BNP Paribas in Tokio. "Fundamental gibt es aber keine Gründe, Aktien zu verkaufen, nur Gewinnmitnahmen." Eine kurzfristige Korrektur sei möglich, weil viele Fonds ihre Bücher zum Jahresende schließen.

Der Yen gab nach. Er fiel zum Euro auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren und zum Dollar auf ein Sechs-Monats-Tief. Am Markt werde zunehmend damit gerechnet, dass die Bank von Japan irgendwann im kommenden Jahr zu einer weiteren geldpolitischen Lockerung gezwungen werde, sagte Okazawa.

Die Hüter der japanischen Währung haben im Kampf gegen die seit Jahren lähmende Deflation die Geldschleusen zuletzt schon so weit aufgedreht wie keine andere Notenbank weltweit. Der schwächere Yen kommt den exportabhängigen japanischen Unternehmen zugute.

Außerhalb Japans legten die Aktienkurse leicht zu. Der entsprechende MSCI-Index notierte 0,2 Prozent fester. Seit Jahresbeginn hinkt er aber japanischen Börse mit einem Plus von lediglich 1,4 Prozent weit hinterher. Während die Kurse in Taiwan und Hongkong zulegten, verzeichneten die Börsen in China und Südkorea Verluste. An vielen Aktienmärkten blieb der Handel dünn, weil am Donnerstag wegen eines Feiertags die US-Börsen geschlossen waren und die US-Händler an diesem Freitag nur einen halben Tag arbeiten.

Aktienboom macht die Milliardäre noch reicher
Reichtum
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Die Reichen werden immer reicher. Wer unter den 100 Superreichen 2013 bisher die meisten Milliarden scheffelte und sein Vermögen relativ betrachtet am stärksten steigerte, zeigt diese Galerie. Die Daten sammelt die Nachrichtenagentur Bloomberg auf täglicher Basis.

Stand: 26. Dezember 2013

Alice Walton
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Platz 20: Alice Walton

Die Geschwister Walton sind die Erben des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. Alice Walton besitzt 343 Millionen Aktien des Supermarkt-Imperiums. Außerdem ist sie engagiert im Kunstmarkt aktiv.

Vermögenszuwachs 2013: 5,8 Milliarden Dollar

huGO-BildID: 17882167 ARCHIV - Das Logo einer Lidl-Filiale, aufgenommen in Frankfurt, Hessen, am 30. Maerz 2008. Wegen des Verdachts auf Dioxin belas
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Platz 19: Dieter Schwarz

Der Eigentümer der Handelskette Lidl gilt als einer der geheimnisvollsten Unternehmer Deutschlands. Bilder von ihm sind daher Mangelware. Den Grundstein für das Billig-Imperium legte bereits sein Vater, der Heilbronner Unternehmer Josef Schwarz. Er war 1930 als Gesellschafter in die Südfrüchte-Großhandlung Lidl & Co eingestiegen, die ihre Kunden in Heilbronn noch per Pferdefuhrwerk mit Bananen und Zitronen belieferte.

Vermögenszuwachs 2013: 5,8 Milliarden Dollar

File photo of Inditex Chairman Amancio Ortega
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Amancio Ortega

Der Vater der Inditex-Erbin Sandra Ortega Mera ist der reichste Europäer und kommt ebenfalls aus Spanien. Während sein Land im Schuldensumpf zu versinken droht, kann Amancio Ortega sein Vermögen deutlich steigern. Seine Haupteinnahmequelle ist das Unternehmen Inditex – das größte Textilunternehmen der Welt. Begonnen hat seine Karriere mit der Modekette Zara. Im Laufe der Jahre gründete er zahlreiche weitere Modemarken und übernahm einige Kleidungsunternehmen, die unter dem Dach von Inditex an der spanischen Börse notiert sind. Weltweit ist er gemessen am Vermögen die Nummer drei.

Vermögenszuwachs 2013: 7,5 Milliarden Dollar - Platz 15
Gesamtvermögen 2013: 65 Milliarden Dollar - Platz 3

People enter a Zara store in Barcelona
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Sandra Ortega Mera

Die Erbin des Modeimperiums Zara ist scheu in der Öffentlichkeit. Deshalb gibt es kaum Bilder von ihr. Die Tochter der Inditex-Gründer Amancio Ortega und Rosalia Mera ist nach dem Tod ihrer Mutter zur reichsten Spanierin geworden. Sandra Ortega Mera erhielt mehr als 90 Prozent des Vermögens ihrer Mutter, darunter die gesamte Holdinggesellschaft Rosp Corunna Participaciones Empresariales SL, berichtet eine informierte Person. Bis zu Meras Tod im August hatten beide zusammen die Gesellschaft kontrolliert. Unter den Superreichen liegt sie nach der Bloomberg-Liste nun auf Platz 181. Gemessen am Zuwachs ist sie in diesem Jahr jedoch Spitze.

Vermögenszuwachs 2013: 6,1 Milliarden Dollar - Platz 19

Prozentualer Zuwachs 2013: 540 Prozent - Platz 1

Robson Walton
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Platz 16: Robson Walton

Die Geschwister Walton sind die Erben des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. Der älteste Sohn Robson Walton ist Vorsitzender von Wal-Mart. Er besitzt 339 Millionen Aktien.

Vermögenszuwachs 2013: 6,1 Milliarden Dollar

Mannequins wearing cashmere clothes are displayed at Fast Retailing's Uniqlo casual clothing store in Tokyo
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Platz 15: Tadashi Yanai

Der japanische Unternehmer Tadashi Yanai gründete Fast Retailing, das größte Bekleidungsunternehmen in Asien. Der reichste Mann Japan ist auch wegen des Tochterunternehmens Uniqlo bekannt.

Vermögenszuwachs 2013: 6,3 Milliarden Dollar

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