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Börse Tokio Japan drückt den Yen

Die japanische Regierung schwächt ihre eigene Währung weiter - nicht nur durch die expansive Geld- und Fiskalpolitik, sondern auch durch aggressive Äußerungen.
Update: 14.01.2013 - 07:57 Uhr Kommentieren
Die Börse in Tokio. Quelle: Reuters

Die Börse in Tokio.

(Foto: Reuters)

Tokio Mit seiner Forderung nach einem zweiprozentigen Inflationsziel hat der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe den Yen an den asiatischen Märkten unter Druck gesetzt.

Der Yen fiel am Montag in Fernost gegenüber dem Dollar auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren.

Auch der Euro konnte im Vergleich zu Dollar und Yen kräftig zulegen: Die europäische Gemeinschaftswährung stieg auf rund 1,3382 Dollar nach zuletzt rund 1,3340 Dollar. Das ist der höchste Stand seit April 2012. Zum Yen notierte er bei 119,90 Yen. Die Tokioter Börse blieb wegen eines Feiertags geschlossen.

Abe hatte die japanische Notenbank am Sonntag abermals aufgefordert, sie solle sich ein Zwei-Prozent-Inflationsziel setzen und dies eher auf kurze denn auf lange Sicht umsetzen. Entsprechend fiel der Yen zeitweise auf ein Zweieinhalb-Jahrestief zum Dollar und notierte zuletzt bei 89,60 Yen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hat seit zwei Jahrzehnten mit einer Deflation zu kämpfen.

An den Aktienmärkten gab es dagegen kaum Bewegung. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans tendierte gegenüber dem 17-Monats-Hoch vom Freitag wenig verändert mit plus 0,3 Prozent. Ausreißer mit kräftigen Kursgewinnen waren die Börsen in Hongkong und in Shanghai.

Sie legten nach einem Pressebericht über die mögliche Verschiebung eines neuen Steuergesetzes zu. Auch der Yuan notierte gegenüber dem Dollar den zweiten Handelstag in Folge auf einem Höchststand.

  • dpa
  • rtr
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