Börse Tokio Händler freuen sich über Vorgaben

Die jüngsten US-Konjunkturdaten sind besser als erwartet ausgefallen. Das stützte schon amerikanische Aktien. Zu den Gewinnern in Japan gehören die Titel von exportorientierten Firmen.
Update: 02.05.2012 - 08:53 Uhr Kommentieren
Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

(Foto: dapd)

Unerwartet positive Konjunkturdaten aus den USA haben am Mittwoch den Börsen in Fernost Auftrieb gegeben. Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie hellte sich im April überraschend auf und unterstützte die Hoffnung auf eine weitere Belebung der amerikanischen Wirtschaft. In Japan konnten sich nach Kursverlusten am Vortag dadurch vor allem exportorientierte Firmen wieder erholen. Vor einem Treffen der Europäischen Zentralbank am Donnerstag, den am Freitag erwarteten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt sowie den anstehenden Wahlen am Wochenende in Griechenland und Frankreich zeigten sich Investoren aber insgesamt zurückhaltend.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Mittwochshandel in der verkürzten Handelswoche um 0,31 Prozent höher bei 9380 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,43 Prozent auf 792 Punkte. Der Dow-Jones-Index hatte zuvor ebenfalls zugelegt und den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren erreicht. Mit einem Plus von rund zwei Prozent konnten die Märkte in Taiwan und Shanghai am stärksten zulegen. Auch die Börsen in Hongkong, Singapur und Südkorea verbuchten Gewinne. Nach Zuwächsen am Vortag lagen die Kurse in Australien nur leicht im Plus.

"Die Wirkung der soliden US-Industrie-Aktivitäten wird man in etwa sechs Monaten in Asien spüren. Das unterstützt meine Ansicht, dass sich asiatische Exportfirmen gegen Jahresende allmählich erholen werden", sagte Hirokazu Yuihama von Daiwa Securities. "Die Ausfuhrdaten aus Asien für April und Mai werden im Mittelpunkt stehen, um die Stärke der asiatischen Wirtschaften und damit den Risikohunger der Investoren abschätzen zu können."

Zu den Gewinnern in Tokio gehörten Aktien von exportorientierten Firmen wie Toyota, Honda und Sony. Am Dienstag hatten solche Papiere nachgegeben, weil der japanische Yen stark zulegte. Aktien von Sharp verloren weitere 4,3 Prozent, nachdem sie schon am Dienstag 9,3 Prozent verloren hatten. Die Papiere notierten damit auf dem tiefsten Stand seit 28 Jahren. Der Elektronik-Hersteller hatte einen Rekordverlust ausgewiesen.

  • rtr
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