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Börse Tokio Japans Aktienmarkt zückt den Währungsjoker

Erneut ist der Yen auf ein Rekordniveau gefallen. Die Aktienkurse in Japan ziehen daraufhin kräftig an. Der Nikkei-Index nähert sich 11.000 Punkten. Rund 200 Aktien im Leitindex legen zu. Samsung fällt dagegen.
25.01.2013 Update: 25.01.2013 - 06:21 Uhr
Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

(Foto: dapd)

Tokio Ein schwächerer Yen hat am Freitag der Tokioter Börse mal wieder Auftrieb gegeben. Zu den Kursgewinnen trugen Analysten zufolge außerdem Erwartungen bei, dass die anstehenden Quartalsberichte vieler Unternehmen über den Prognosen liegen dürften.

Apple-Aktie, jetzt kaufen?
Börse verliert Glauben an Apple-Zauber
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Aktie im Sturzflug

Kurz nach Börsenschluss am 23. Januar kam die überraschende Meldung: Apples Umsatzschätzungen liegen deutlich unter den Erwartungen. Die Aktie stürzte nachbörslich zehn Prozent auf 463 Dollar ab - innerhalb weniger Minuten büßte der Konzern rund 50 Milliarden Dollar an Marktwert ein.

Trotz Rekordverkäufen zweifeln viele Analysten bereits an der Vormachtstellung des einstigen Börsenstars. Apple fuhr im Weihnachtsgeschäft zwar erneut einen fabelhaften Quartalsgewinn von knapp 13,1 Milliarden Dollar ein. Doch es waren unterm Strich gerade einmal 14 Millionen Dollar mehr als ein Jahr zuvor - eine Stagnation statt der gewohnten Wachstumssprünge.

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 28180405 A customers holds the new Apple iPhone 5 smartphone in a telephone operator's shop in central Rome, on September 28, 2012.
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Sell on facts

Eine alte Börsenweisheit besagt: Kaufe bei Gerüchten, verkaufe bei Fakten. Wenn sich ein Gerücht als wahr herausstellt, fällt der Kurs oft, weil Anleger ihre Gewinne mitnehmen. Vor der offiziellen Vorstellung des iPhone 5 erreichte der Kurs der Apple-Aktie neue Höhen. Viele Wochen vorher waren bereits Gerüchte über das iPhone 5 im Umlauf. Nur wenige Tage nach der Vorstellung begann die zweimonatige Talfahrt der Aktie.

(Foto: AFP)
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Personalprobleme?

Apple-Chef Tim Cook feuert zwei Manager. Scott Forstall, der als iOS-Chef für das mobile Betriebssystem und damit auch für die peinliche Kartenpanne verantwortlich ist, musste gehen. Mit ihm entließ Cook auch  John Browett, der für die Apple-Stores zuständig war. Dabei wurde Browett doch selbst von Cook, kurz nach dem Tod Jobs, eingestellt. Der personale Umbau lässt vermuten, dass Tim Cook sein Team nicht so gut im Griff hat wie Steve Jobs. Das verunsichert Investoren.

(Foto: AFP)
Apple zieht Bilanz
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Verwöhnte Aktionäre

So manches deutsches Unternehmen träumt von einer Bilanz wie bei Apple. Doch die Aktionäre des Technologiekonzerns wurden mit einem Rekordergebnis nach dem anderem verwöhnt. Wenn das Ergebnis also lediglich gut und nicht fantastisch ausfällt, wie im dritten Quartal 2012 (bei Apple das vierte fiskalische Quartal), strafen sie die Aktie schnell ab. Insbesondere über das zu geringe Wachstumsplus beim iPad-Verkauf zeigte sich die Börse enttäuscht. Das hing auch damit zusammen, dass potenzielle Käufer auf das iPad mini warteten.

(Foto: dapd)
Obama Asia
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Obamas Wiederwahl verunsichert Börsen

Seit Obamas Wiederwahl fingen die Börsen an die "Fiskalklippe" einzupreisen, was zu einem Bärenmarkt führte, der allein in den USA innerhalb von zwei Wochen 806 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtete. Der Verkaufsstimmung an der Börse konnte sich auch nicht die Apple-Aktie entziehen.

Außerdem könnte mit Obamas Wiederwahl ab 2013 die Kapitalertragssteuer steigen - von 15 auf 20 Prozent. Diese Steuer erhöht sich noch um 3,8 Prozent für jeden, der mehr als 200.000 Dollar verdient. Das könnte Investoren dazu veranlassen ihre Apple-Aktie jetzt mit niedrigerem Steuersatz zu verkaufen.

(Foto: dapd)
Digital Life Tech test Apple iPad Mini
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iPad Mini: Eine Totgeburt?

Aktionäre und Kunden sind vom Technologiekonzern seit der Einführung des iPhone, mit der Konzern den Smartphone-Markt umkrempelte, kleine Revolutionen gewohnt. Diese blieben die letzten Male jedoch aus. Das iPad Mini sorgte für Ernüchterung, eine Revolution blieb aus. Der Aktienkurs machte keine Sprünge. Was am iPad Mini bemängelt wird ist auch der Preis. Die Konkurrenz ist deutlich billiger. Außerdem läuft Apple in diesem Segment der Konkurrenz hinterher. Amazon und Google haben schon seit langem kleine Tablets auf dem Markt.

Steve Jobs selbst hatte ein kleines iPad damals noch als „Totgeburt“ bezeichnet. Die Zukunft wird es zeigen wer Recht hatte: Jobs oder Cook.

(Foto: dapd)
File photo of members of the public entering a new Apple store during the official opening in Beijing's Wangfujing shopping district
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Evolution, nicht Revolution

Die Apple-Aktie lebt von positiven Überraschungen und Innovationen. Die neuesten Produkte von Apple waren jedoch nur Verbesserungen der alten Produktpalette. Die iPhones, MacBooks und iMacs werden zwar allesamt dünner und damit attraktiver, aber an echten Produktneuheiten fehlt es. So blieb zum Beispiel der mit Spannung erwartete Fernseher von Apple aus, welcher dem Konzern eine weitere Einnahmequelle bescheren könnte.

Doubleline Capital CEO Jeff Gundlach geht davon aus, dass die Aktie ihren Zenit bereits überschritten hat und sieht sie bei 425 Dollar. "Die Produkte einfach nur zu schrumpfen ist für mich keine Innovation.", begründet er sein Kursziel.

(Foto: Reuters)

Die Samsung-Aktie rutschte an der Börse in Seoul 2,5 Prozent ab.

Denn der südkoreanische Elektronikriese zügelt trotz eines Rekordgewinns seine Investitionen. Diese sollen im laufenden Jahr erstmals seit der Finanzkrise nicht erhöht werden, wie das Management am Freitag ankündigte.

Geplant sei vielmehr ein ähnliches Niveau wie im vergangenen Jahr, in dem der Konzern früheren Angaben zufolge umgerechnet 17,5 Milliarden Euro investieren wollte. Der Konzern spürt eine Verlangsamung des Wachstums im Smartphone-Markt und eine abflauende Nachfrage nach Computerchips. Unter anderem zeichnet sich ab, dass Rivale Apple weniger Mikroprozessoren bei Samsung für seine iPhones und IPads einkauft.

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