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Börse Tokio Nikkei-Index fällt leicht zurück

Der Aktienmarkt in Tokio nimmt eine Atempause. Die Kurse sinken leicht, doch der Optimismus bleibt. In Japan wird eine baldige Lockerung der Geldpolitik erwartet. Das beflügelt den Handel an der Börse.
Update: 12.03.2013 - 06:15 Uhr Kommentieren
Ein Passant schaut auf die elektronische Außenanzeige der Aktienstände der Börse in Tokio. Quelle: dpa

Ein Passant schaut auf die elektronische Außenanzeige der Aktienstände der Börse in Tokio.

(Foto: dpa)

TokioNach ihrem jüngsten Höhenflug haben die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Angesichts mangelnder Impulse von der Konjunktur- und Unternehmensseite sorgten Gewinnmitnahmen für leichte Verluste. Händler sprachen von einer kurzeitigen Kursbereinigung. Grundsätzlich halte der Aufwärtstrend aber an, sagte Fondsmanager Takeo Okuhara von Daiwa SB Investments.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei 0,3 Prozent tiefer bei 12.314 Punkten und beendete damit eine Gewinnserie von acht Handelstagen in Folge. Am Montag war er noch auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren geklettert.

Der breiter gefasste Topix verlor 0,4 Prozent auf 1035 Stellen. Auch die Börsen in Hongkong, Taiwan, Seoul und Sydney sowie der MSCI-Index für die asiatischen Aktien ohne Japan verbuchten Verluste. Mit einem Abschlag von 1,5 Prozent am kräftigsten bergab ging es am chinesischen Markt in Shanghai.

In Tokio versilberten Anleger vor allem Kursgewinne bei zuletzt kräftig gestiegenen Exportwerten. So verloren die Papiere des Elektronikkonzerns Toshiba 1,5 Prozent. Die Anteilsschiene des weltgrößten Autobauers Toyota gaben 0,8 Prozent nach.

Bei Schnäppchenjägern gefragt waren hingegen Unternehmen, die bei der Rally der vergangenen Tage etwas ins Hintertreffen geraten waren. So gewannen die Papiere des Elektronikriesen Panasonic 4,6 Prozent und die Titel des Kamera- und Bürogeräte-Herstellers Canon 1,3 Prozent.

Zudem ließen die Aktien von Japan Tobacco 0,6 Prozent Federn. Die Regierung will sich von Anteilscheinen des Zigarettenherstellers im Milliarden-Volumen trennen.

Der Euro gab in Fernost leicht nach. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3018 Dollar nach 1,3034 Dollar im späten US-Handel am Montag. Zum Yen notierte die US-Währung letztlich wenig verändert bei 96,37 Yen. Zeitweise stieg der Dollar aber auf 96,71 Yen.

Japanische Währung fällt wie gewünscht

Der Yen fiel damit auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Händler erklärten dies mit einem Bericht in der Zeitung "Nikkei". Demnach will Japans Kandidat für den Notenbank-Chefposten, Haruhiko Kuroda, mit neuen Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik schneller beginnen als erwartet.

Wenn das Geld nichts mehr wert ist
Staatskrisen und politischer Wille
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Der Tausch einer Währung kann viele Gründe haben. In Deutschland waren es politische, wie bei der Einführung des Euro. Aber auch Inflation wie bei der Einführung der Rentenmark mit drohendem Staatsbankrott könne Gründe für einen Währungswechsel sein. Auch nach Kriegen werden die Geldsorten gewechselt, in Deutschland etwa im Jahre 1948. 

Foto: Peter Hintze, ehemaliger CDU-Bundesgeschaeftsführer, stellt ein Plakat zur Euroeinführung vor.

(Foto: ap)
Staatliche Wechselstube
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Die Auswirkungen sind enorm und Währungswechsel kommen sehr häufig vor. So erlebte etwa ein Deutscher, der im Jahr 1921 in Leipzig geboren wurde, sechs Währungen. Im Durchschnitt wechselte bei ihm die Währung alle 15 Jahre. Handelsblatt Online zeigt auf den nächsten Seiten die wichtigsten Währungsreformen in Deutschland.

(Foto: dpa)
1871 bis 1873
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Nach der Gründung des deutschen Reichs aus zahlreichen souveränen Einzelstaaten sollte auch eine einheitliche Währung her. Im Laufe der Jahre tauschten die Deutschen ihre Taler, Gulden und Kreuzer in Mark. Als letztes Land führte Bayern die Mark ein.

1923 bis 1925
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Die Hyperinflation in der Weimarer Republik besiegelte das Schicksal der Mark. Wegen des Weltkrieges hatte die Währung bereits mehr als die Hälfte an Kaufkraft verloren. In den Folgejahren verlor die Währung- auch wegen Kriegskosten und Reparationsleistungen drastisch an Wert.

Reichsmark
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In der Folge wurde die Mark auf die Renten- und später Reichsmark umgestellt. Der Wechselkurs betrug eine Billion Mark zu einer Reichsmark. Auch wenn die Reichsmark als Goldkernwährung keinen Goldstandard hatte, bewirkte sie eine Entspannung bei der Inflation. Der Währungskurs pendelte sich zum US-Dollar auf den Stand vor 1914 ein. Nach der Machtübernahe der Nazis und im folgenden Krieg stieg das Geldvolumen wieder stark an.

1948 (BRD)
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Nach den Verheerungen des Zweiten Weltkrieges wurde in den alten Bundesländern die Deutsche Mark eingeführt. Die Reichsmark hatte keinen Wert mehr, die Deutschen schlugen sich mit Tauschgeschäften durch oder rechneten mit Zigaretten ab.

D-Mark
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Die Deutschen konnten ihre neue D-Mark an den Ausgabestellen für Lebensmittelmarken abholen: 40 DM sofort und weitere 20 DM zwei Monate später. Nach der Einführung folgte ein enormer Wirtschaftsaufschwung.

Bild: Am 20. Juni 1948, dem Stichtag der Wahrungsreform in den westlichen Besatzungszonen, drängen sich die Bürger in einer Hamburger Umtauschstelle, um sich die neue Währung auszahlen zu lassen.

(Foto: ap)

Die US-Börsen haben am Montag nach kurzer Verschnaufpause ihre Rekordjagd fortgesetzt. Anleger nutzten die kleine Schwächephase zum Handelsauftakt, um noch mehr in Aktien zu investieren, sagte Tim Ghriskey, Chefinvestmentstratege der Solaris Group.

Dabei waren sie Statistiken zufolge so entspannt wie lange nicht mehr: Der Volatilitätsindex, der die Nervosität der Investoren misst, sank auf den niedrigsten Stand seit Februar 2007. Dies deute darauf hin, dass sich die Anleger von der Konsolidierung zu Handelsbeginn nicht aus der Ruhe bringen ließen. "Die Leute glauben wirklich an diese Rally", resümierte Ghriskey.

Neue Konjunkturdaten könnten auf eine allmählich breitere Erholung der japanischen Wirtschaft hindeuten. Das Verbrauchervertrauen legte im Februar leicht zu, wie eine am Dienstag veröffentlichte staatliche Umfrage unter Haushalten mit mindestens zwei Personen ergab.

Allerdings überwog weiter der Pessimismus unter den Konsumenten. Demnach stieg der entsprechende Index auf 44,3 Punkte von 43,3 Zählern im Januar. Allerdings liegt der Index weiter unter der Marke von 50 Punkten, ab der er einen grundsätzlichen Optimismus signalisiert.

Japan hatte sich erst im Schlussquartal 2012 aus der vierten Rezession seit 2000 gelöst. Doch die jüngsten Auftragsdaten für die Industrie signalisieren eine weiterhin schwache Nachfrage. Regierung und Notenbank wollen das Land mit einer ultra-lockeren Geldpolitik aus der Krise führen.

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