Börse Tokio Nikkei-Index fällt leicht

Der Aktienmarkt in Tokio kann seine anfänglichen Gewinne nicht halten. Im Verlauf nehmen Anleger Gewinne mit. Andere Börsen in Asien profitieren dagegen von der positiven Entwicklung an den US-Märkten.
Update: 16.01.2014 - 08:42 Uhr 1 Kommentar
Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

(Foto: dpa)

TokioErfreuliche US-Konjunkturdaten und die Quartalszahlen der Bank of America haben am Donnerstag auch an den asiatischen Börsen für Optimismus gesorgt. "Die starken Daten deuten auf eine verbesserte Lage der US-Wirtschaft hin und das strahlt auch auf Schwellenländer aus", sagte Ko Seung Hee, Analyst bei SK Securities.

Die Bank of America hatte am Mittwoch über eine Vervielfachung ihres Überschusses im vierten Quartal berichtet. Das hatte schon in den USA den S&P auf ein Rekordhoch getrieben. Der Index der New Yorker Notenbank Fed für die verarbeitende Industrie hatte zudem stärker als erwartet zugelegt.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei nach einem Auf und Ab 0,4 Prozent leichter bei 15.747 Punkten. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen im späten Handel. Im Verlauf war der Index bis auf 15.941 Stellen gestiegen, nachdem er schon am Mittwoch zugelegt hatte. Der breiter gefasste Topix schloss nahezu unverändert bei 1294 Zählern.

An einigen anderen Handelsplätzen in Asien hielten sich die Indizes im Plus. Der MSCI-Index der wichtigsten Aktien des Asien-Pazifik-Raums außerhalb Japans kletterte um 0,1 Prozent. In Hongkong stieg der Hang Seng um 0,4 Prozent, der Kospi in Südkorea legte 0,2 Prozent zu. In Australien ging es gar 1,2 Prozent nach oben.

"Der Markt geht wieder Risiken ein", sagte Isao Kubo von Nissay Asset Management. Die Investoren seien erleichtert, dass das US-Wachstum intakt sei. In Australien stiegen die Papiere von Minenbetreibern an: BHP Billiton kletterten um 2,5 Prozent, Newcrest Mining um sieben Prozent. Händlern zufolge profitierten die Werte von der guten Aussicht für die Weltwirtschaft und starken Geschäftszahlen aus der Branche.

Die Party an der Börse wird weitergehen
Japan's Nikkei 225 Stock Average closed at a six-year high
1 von 14

Hauptthema am Markt wird die Fed bleiben

„Kaum etwas dürfte so sehr über den weiteren Verlauf der Aktienmärkte entscheiden wie die zukünftige Politik der US-Notenbank,“ prognostiziert Ralf Zimmermann vom Bankhaus Lampe für das Jahr 2014. Das größte Risiko für den Markt stelle ein rascher Ausstieg der Fed aus der ultraexpansiven Geldpolitik dar. Allerdings sei dieser nicht zu erwarten. Dafür sei das Wirtschaftswachstum noch zu schwach.

EZB Zinspause
2 von 14

Im Zeichen der Politik

Ähnlich sieht dies auch Michael Winkler, Chief Investment Officer der St.Galler Kantonalbank: „Schon das Jahr 2013 hat gezeigt, wie leicht sich die Märkte beeinflussen lassen. Auch 2014 wird im Zeichen der Politik der Notenbanken stehen.“

The headquarters of Deutsche Bank are pictured in Frankfurt
3 von 14

„Die Bäume wachsen, aber nicht in den Himmel“  

Nach Ansicht der Experten von Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) ist die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. Vor allem dank der Wirtschaftserholung in Südeuropa dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum 2014 um 0,7 Prozent wachsen, sagt Asoka Wöhrmann, Geschäftsführer der DeAWM Investment GmbH. Für 2014 rechnen die Analysten noch nicht mit einer restriktiven Geldpolitik der EZB, sondern eher mit einer „Konsolidierung der Bankenlandschaft, die in den USA nach mehr als 450 abgewickelten Finanzinstituten bereits als abgeschlossen gilt“.

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head of EMEA Equities: „2012 und 2013 standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber der Aktienmärkte werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

DAX auf neuem Rekordthoch
4 von 14

Die Party am Aktienmarkt geht weiter – aber nüchtern

„Steigende Kapitalmarktzinsen und mehr Unsicherheit über den künftigen Kurs der US-Notenbank dürften für höhere Volatilität und niedrigere Kursgewinne an den Aktienmärkten sorgen“, schreibt Ralf Zimmermann vom Bankhaus Lampe in seinem Kapitalmarktausblick. Insgesamt werde es weiter bergauf gehen, allerdings nicht im zweistelligen Bereich. Angesichts der Rekorde, die Dax und Co. verzeichnet haben, sei nur noch wenig Luft nach oben.

Made in Germany Schriftzug
5 von 14

Deutschland bleibt Top-Pick in Europa

Wirtschaftlich wird Deutschland in Europa weiter den Ton angeben, prognostiziert Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund. Insgesamt seien deutsche Unternehmen bei Investoren beliebt, weshalb die Kurse weiter steigen dürften. Hauptgrund für die Hausse sei das neue Vertrauen der Anleger in den Aktienmarkt. Allerdings genüge es nicht, einfach alle deutschen Werte zu kaufen. Anleger sollten genau auf die Fundamentaldaten achten, um die besten deutschen Aktien zu finden.

Deutsche Boerse
6 von 14

Fundamentaldaten werden wichtiger

Auch Matt Siddle, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund, geht in seinem Ausblick für 2014 davon aus, dass Anleger verstärkt auf Fundamentaldaten schauen werden. „Im kommenden Jahr dürften vor allem unternehmensspezifische und nicht so sehr makroökonomische Faktoren den Ton angeben.“

Lange haben Anleger nur auf die Notenbanken geschaut. Doch die Geldflut der Zentralbanken gehört mittlerweile zur Normalität.

MDax knackt 14.000er-Marke
7 von 14

Dax wird den MDax schlagen

Für den MDax sieht das Bankhaus Lampe 2014 keine Wachstumschancen mehr. Der Mittelwerte-Index habe sein Pulver bereits 2013 verschossen und werde deshalb 2014 wohl ein Minus aufweisen. Für den Dax sehen die Experten dagegen ein Jahresendziel von 9.650 Punkten.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Börse Tokio - Nikkei-Index fällt leicht

1 Kommentar zu "Börse Tokio : Nikkei-Index fällt leicht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • In Japan hatte man wohl vor den Gewinnmitnahmen hier und in den USA Angst.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%