Börse Tokio Nikkei-Index gewinnt fast zwei Prozent

Der Start in die neue Woche ist gelungen. Die Kurse erholen sich, und die Anleger werden wieder risikofreudiger. Zu den Gewinnern gehören vor allem Exportwerte wie der Autobauer Toyota.
Update: 10.02.2014 - 08:50 Uhr Kommentieren

Börsenausblick für die Kalenderwoche Sieben

TokioDie asiatischen Börsen sind überwiegend mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Dabei spielte eine Rolle, dass die US-Börsen gemischte Daten zum US-Arbeitsmarkt gut verdaut hatten. "Kurzfristig ist die Risikofreude zurückgekehrt", sagte Nobuhiko Kuramochi, Stratege bei Mizuho Securities. "Aber die Anleger vertrauen noch nicht auf weitere Kursanstiege, sondern warten die Aussagen der neuen Fed-Chefin Janet Yellen zur weiteren Geldpolitik in den USA ab."

Der Nikkei-Index schloss am Montag 1,8 Prozent fester bei 14.718 Zählern, der breiter gefasste Topix legte 1,3 Prozent auf 1204 Punkte zu. Der schwächere Yen verhalf vor allem den Exportwerten zu Kursgewinnen, etwa Toyota. Außerhalb Japans stieg der entsprechende MSCI-Index um 0,3 Prozent. Das Handelsvolumen war jedoch gering, weil viele Investoren auf den ersten Auftritt von Yellen als Fed-Chefin warteten.

Die Notenbankerin will am Dienstag vor dem Repräsentantenhaus und am Donnerstag vor den Senat den weiteren geldpolitischen Kurs für die USA vorstellen. Analysten gehen davon aus, dass sie sich weitgehend an die jüngsten Protokolle der Zinssitzungen hält und ein weiteres schrittweises Drosseln der Wertpapierkäufe signalisiert, wenn sich die Lage der Wirtschaft bessert. Zudem dürfte sie deutlich machen, dass eine Zinserhöhung nicht im Raum steht, bevor die Arbeitslosigkeit unter 6,5 Prozent gesunken ist, niedrige Inflationsraten vorausgesetzt.

Zuletzt kamen gemischte Daten vom US-Arbeitsmarkt. So wurden im Januar deutlich weniger neue Jobs geschaffen als erwartet. Zugleich sank die separat erhobene Arbeitslosenquote aber deutlich auf 6,6 Prozent. Sie ist damit so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die US-Börsen legten deswegen kräftig zu.

Mit diesen Aktien retten Anleger ihr Geld

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
Xetra

-0,55 -2,79%
+19,12€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Thyssen-Krupp: Analyst sieht Aktienkurs skeptisch
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Thyssen-Krupp: Analyst sieht Aktienkurs skeptisch

Die Aktie des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp hatte sich in den zurückliegenden Monaten immer wieder einmal erholt, doch die Anleger bleiben skeptisch. Am Mittwoch sorgte eine Herunterstufung durch die Analysten der HSBC für Verkaufsdruck; die Titel fielen um mehr als zwei Prozent und trugen im Dax die rote Laterne. Thorsten Zimmermann von HSBC rechnet laut einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie zwar mit einem ordentlichen ersten Geschäftsquartal der Essener. Die operativen Verbesserungen hinkten der Aktienkursentwicklung aber hinterher.

Kursentwicklung 1 Woche: - 3,8 Prozent

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
Xetra

+0,03 +0,18%
+14,02€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Telekom: Nachrichten belasten Aktie
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Deutsche Telekom: Nachrichten belasten Aktie

Mehrere Meldungen verunsicherten diese Woche die Telekom-Aktionäre. Am Mittoch gaben die Papiere bis zu 1,5 Prozent ab, nachdem die Nachricht kursierte, der Bund erwäge den Abbau seiner Beteiligung an dem Telekommunikationsriesen. „Da kommen womöglich jede Menge Aktien auf den Markt, und deshalb gerät der Kurs unter Druck", erklärte ein Börsianer. Aktuell ist der Staatsanteil von rund 32 Prozent gut 16 Milliarden Euro wert. Auch am Dienstag verloren die Titel rund 1,5 Prozent. Verantwortlich waren Neuigkeiten aus den USA rund um die Tochter T-Mobile US. Ein Vertreter der US-Aufsichtsbehörde FCC sieht die Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenschluss mit Sprint, einem Tochterkonzern der japanischen Softbank, sinken.

Kursentwicklung 1 Woche: - 6,4 Prozent

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
Xetra

-0,16 -0,69%
+23,02€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa: Streit erschreckt Investoren
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Lufthansa: Streit erschreckt Investoren

Dicke Luft rund um Deutschlands größte Airline Lufthansa. Ihr droht ein Streik der Piloten. Mehr noch verunsicherte die Anleger ein Streit mit der italienischen Regierung: Die Lufthansa forderte die EU-Kommission zum Einschreiten gegen den geplanten Einstieg der staatlichen Golf-Fluggesellschaft Etihad bei der klammen Alitalia. Die italienische Regierung reagierte verschnupft. „Es scheint so, als ob es nun die Lufthansa ist, die Angst vor Konkurrenz hat“, sagte Verkehrsminister Maurizio Lupi. Am Dienstag fielen die Lufthansa-Aktien um 0,6 Prozent – obwohl die Analysten der Credit Suisse eine Kaufempfehlung für die Papiere abgegeben hatten.

Kursentwicklung 1 Woche: - 1,8 Prozent

GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006602006
Börse
Xetra

+0,17 +0,53%
+32,24€
Chart von GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Gea: Ausblick enttäuscht Börsianer
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Gea: Ausblick enttäuscht Börsianer

Beim Blick in den Nebenwerteindex MDax fällt diese Woche der Anlagenbauer Gea auf. Der ohnehin schwache Chart knickt am Donnerstag nochmal ein, die Aktie verliert bis zu 6,8 Prozent im frühen Geschäft. Das Minus reduzierte sich auf 2,5 Prozent. Die Analysten von Equinet machen dafür den Ausblick verantwortlich: „Insgesamt waren die Zahlen für 2013 solide, aber die Prognose eines moderaten Umsatzwachstums ist immer noch recht vorsichtig.“ Auch das Ziel, 2014 einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 550 bis 590 Millionen Euro einzufahren, enttäuschte die Investoren. „Obwohl wir der Meinung sind, dass das Management konservativ sein will und sie ihre Ziele schaffen wollen, ist diese Ebitda-Prognose klar unter unseren Erwartungen“, heißt es bei der DZ Bank.

Kursentwicklung 1 Woche: - 4,8 Prozent

PUMA SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006969603
Börse
Xetra

+5,50 +1,21%
+459,00€
Chart von PUMA SE INHABER-AKTIEN O.N.
Puma: Anleger folgen Verkaufsempfehlung
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Puma: Anleger folgen Verkaufsempfehlung

Im Nebenwerteindex SDax machte am Donnerstag der Sportartikelhersteller Puma von sich reden. Während Wettbewerber Adidas von den Olympischen Winterspiele in Sotchi profitiert, sehen Beobachter bei Puma eher Grenzen. Die Hürden, um in der globalen Sportindustrie mithalten zu gönnen, würden höher, heißt es in einem Kommentar der Analysten von Goldman Sachs. Die dafür nötigen Anstrengungen kosteten Geld, was wiederum die Margen belasten könnte. Die Experten stuften die Puma-Aktien herunter auf "Sell" von "Neutral". Anleger folgten der Verkaufsempfehlung. Die Aktien, die zuvor schon auf Sinkflug waren, verloren in der Spitze abermals 2,4 Prozent und waren damit so billig wie seit August 2011 nicht mehr.

Kursentwicklung 1 Woche: - 7,0 Prozent

HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007314007
Börse
Xetra

-0,02 -0,75%
+2,39€
Chart von HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG INHABER-AKTIEN O.N.
Heidelberger Druck: Zahlen geben nur kurz Aufwind
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Heidelberger Druck: Zahlen geben nur kurz Aufwind

Im Kleinwerteindex befinden sich auch die Papiere des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck auf Sinkflug. Nur am Mittwoch gab es einen Impuls nach oben. Die Börse hatte die Geschäftszahlen mit Erleichterung aufgenommen. Die Aktien legten im frühen Geschäft mehr als drei Prozent zu und waren damit Spitzenreiter im SDax. Die Analysten des Bankhauses Close Brothers Seydler schrieben in einem Kommentar, das Unternehmen sei bei der Entwicklung des Umsatzes und der Profitabilität weiterhin auf einem guten Weg. Sie verwiesen darauf, dass der operative Gewinn der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ohne Sonderbelastungen auf 67 von vier Millionen Euro gestiegen sei.

Kursentwicklung 1 Woche: - 8,8 Prozent

TWITTER INC. REGISTERED SHARES DL -,000005

WKN
ISIN
US90184L1026
Börse
Xetra

-0,29 -1,00%
+28,51€
Chart von TWITTER INC. REGISTERED SHARES DL -,000005
Twitter: Nutzerzahlen fallen an der Börse durch
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Twitter: Nutzerzahlen fallen an der Börse durch

Auf den internationalen Märkten fiel diese Woche der Kurznachrichtendienst Twitter auf, der mit seinen Nutzerzahlen enttäuschte. Die Titel fielen am Donnerstag um fast 23 Prozent. Das Netzwerk Facebook hat inzwischen auf 1,23 Milliarden Nutzer und zeigt zudem mit überraschend starken Quartalszahlen, dass es auch auf Smartphones mit Anzeigen viel Geld verdienen kann. Dagegen weitete Twitter von Oktober bis Dezember den Nettoverlust auf fast 512 Millionen Dollar aus von neun Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Im Schlussquartal 2013 stieg die Zahl der Nutzer trotz massiver Werbeausgaben lediglich um knapp vier Prozent auf 241 Millionen.

  • rtr
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