Börse Tokio Nikkei schließt Achterbahnfahrt unverändert ab

Die Anleger in Asien warten auf Neuigkeiten aus Peking. Der Nikkei notierte daher zunächst nervös. Am Ende schloss er unverändert. Bei den Einzelwerten mussten vor allem japanische Autobauer größere Verluste hinnehmen.
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Japanische Anleger rätseln über die Konjunkturpolitik Chinas. Quelle: Reuters
Tokioter Börse:

Japanische Anleger rätseln über die Konjunkturpolitik Chinas.

(Foto: Reuters)

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenauftakt keine gemeinsame Richtung gefunden. In Tokio machten die Anleger nach den jüngsten Kursgewinnen Kasse. Vor allem zuletzt besonders gefragte Papiere wie von Toyota verloren am Montag an Wert. Der Nikkei blieb schließlich nach einem unruhigen Handelstag praktisch unverändert. Die Börsen in China legten dagegen kräftig zu. Die Investoren setzten darauf, dass die Regierung in Peking mit neuen Konjunkturmaßnahmen auf den überraschenden Rückgang der Exporte reagieren wird.

Der Tokioter Leitindex Nikkei schloss bei 19.905 Punkten, nachdem er am Freitag erstmals seit 15 Jahren die Hürde von 20.000 Zählern genommen hatte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,4 Prozent fester. Die Börse in Shanghai legte 1,8 Prozent zu, der Markt in Hongkong gewann 1,5 Prozent.

In Tokio trennten sich die Anleger vor allem von Auto-Aktien. Toyota-Papiere büßten 0,9 Prozent an Wert ein, Nissan-Anteilsscheine verbilligten sich um 1,3 Prozent. Auch von Versicherungstiteln wie Tokio Marine und Sompo Japan Nipponkoa trennten sich die Anleger. Die Aktien gaben ein beziehungsweise eineinhalb Prozent nach.

Was spricht für, was gegen Aktien?
Pro: Kursgewinne
1 von 8

Wer zum richtigen Zeitpunkt einsteigt, dessen Einsatz lohnt sich allein dank steigender Kurse. Wer zum Beispiel Anfang 1997 zur Rückkehr des Firmengründers Steve Jobs 1000 Dollar in Papiere des am Boden liegenden Computerbauers Apple steckte, ist heute mehr als 200 000 Dollar reicher. Apple ist inzwischen das wertvollste Unternehmen der Welt.

Pro: Dividenden
2 von 8

Viele Unternehmen beteiligen ihre Anteilseigner am Geschäftserfolg. Bei Europas größtem Versicherer Allianz fällt die Gewinnbeteiligung für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2014 besonders üppig aus: Der Münchner Dax-Konzern schüttet 6,85 Euro Dividende je Aktie aus. Viele andere Dax-Konzerne heben ihre Dividende an. K+S hebt sie um 25 auf 90 Cent, Continental will statt 2,50 nun 3,25 Euro je Aktie ausschütten.

Pro: Miteigentümer
3 von 8

Wer Aktien kauft, kauft einen Unternehmensanteil. Mit dem Geld werden neue Geschäftsideen oder der Ausbau des bestehenden Geschäfts finanziert. Das trägt im Idealfall auch dazu bei, dass Arbeitsplätze geschaffen werden oder zumindest erhalten bleiben. Angesichts des schwachen Euros und der damit verbundenen verbesserten Ausgangslage des Exportgeschäfts, kann man als Miteigentümer eines Exportunternehmen Geld verdienen.

Pro: Anlagenotstand
4 von 8

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinsen im Euroraum quasi abgeschafft. Davon profitieren zwar Kreditnehmer, andererseits wird die bei vielen Deutschen so beliebte Geldanlage auf Sparbuch, Tagesgeld- oder Festgeldkonten kaum noch belohnt. Dass die Menschen zunehmend selbst fürs Alter vorsorgen müssen, zwingt sie dazu mehr Risiko einzugehen. Für ein annehmbares Risiko bekommen sie auf dem Aktienmarkt akzeptable Renditen.

Kontra: Aufs falsche Pferd setzen
5 von 8

Die „Volksaktie“ Telekom startete im November 1996 bei 28,50 Deutsche Mark (14,57 Euro) und kletterte bis März 2000 auf umgerechnet knapp über 100 Euro. Aktuell ist die T-Aktie noch gut 17 Euro wert. Fachleute raten ohnehin dazu, Geld nicht nur in einen Titel zu stecken, sondern möglichst breit zu investieren und die Aktien mehrerer Unternehmen ins Depot zu nehmen, um Schwankungen ausgleichen zu können. Ein zu breite Streuung ist allerdings ebenfalls nicht erbaulich für das Depot, da sonst Gewinne durch Verluste anderer Titel vernichtet werden können.

Kontra: Zum falschen Zeitpunkt einsteigen
6 von 8

Gerade Kleinanleger lassen sich oft von einem Börsenhype mitreißen und steigen ein, wenn die Kurse schon vergleichsweise hoch sind – etwa, weil dann viel darüber berichtet wird. Profi-Investoren machen dann längst schon wieder Kasse und sorgen durch Verkäufe dafür, dass die Kurse wieder sinken. Daher sollten Kleinanleger sich über die Aktienmärkte nicht erst informieren, wenn viel auf ihnen los ist, sondern bereits vorher.

Kontra: Gebühren
7 von 8

Börsenbetreiber und Banken verdienen beim Kauf und Verkauf von Aktien und Fondsanteilen mit. Verbraucherschützer kritisieren, die Gebührenstruktur sei bisweilen unübersichtlich – zulasten der Kunden.

In Hongkong stieg der Hang-Seng-Index auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Die jüngsten Konjunkturdaten nährten die Erwartung der Investoren, dass die Volksrepublik das Wachstum bald ankurbeln wird. „Künftig werden weitere Konjunkturmaßnahmen benötigt“, sagte Anlagestratege Nie Wen vom Hwabao Trust in Shanghai.

Die chinesischen Ausfuhren fielen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15 Prozent, Experten hatten dagegen mit einer Zunahme von zwölf Prozent gerechnet. Die Einfuhren gingen mit 12,7 Prozent so stark wie seit Mai 2009 nicht mehr zurück, als die Weltwirtschaft mit der Finanzkrise kämpfte. Außerdem nahm die Weltbank ihre Wachstumsprognosen für China und die gesamte Region Ostasien/Pazifik leicht zurück.

  • rtr
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