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Börse Tokio Nikkei schließt im Minus

Japanische Aktien fielen am Montag zeitweise auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Im Laufe des Handels grenzte der Nikkei die Verluste ein. Zum Schluss reichte es aber nicht für ein Plus.
Update: 14.04.2014 - 08:35 Uhr Kommentieren
Anzeigetafel für den Nikkei in Tokio. Quelle: Reuters

Anzeigetafel für den Nikkei in Tokio.

(Foto: Reuters)

Die Eskalation der Ukraine-Krise und Sorgen vor weiteren Kurskorrekturen an den US-Börsen haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenauftakt belastet. Investoren befürchten, dass sich die Lage im Osten der Ukraine nach dem Ultimatum der Regierung für die pro-russischen Separatisten weiter zuspitzt, und flüchten daher in als sicher geltende Anlagen wie die japanische Währung Yen.

In Tokio fiel der Leitindex Nikkei um 0,4 Prozent auf 13.910 Zähler und damit den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Der breiter gefasste Topix sank um 0,1 Prozent auf 1132 Punkte. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan verlor 0,5 Prozent und entfernte sich damit weiter von seinem Fünf-Monats-Hoch, das er noch am Donnerstag erreicht hatte. Auch die Börsen in China, Südkorea und Taiwan gaben nach.

Viele Fonds gehörten zu den Verkäufern, berichteten Händler. Die Investoren reagierten damit auf die Spannungen im Ukraine-Konflikt: Separatisten hielten mehrere Verwaltungsgebäude im Osten des Landes besetzt. Am Sonntag versuchte die ukrainische Regierung erstmals mit Gewalt, die Lage im Land wieder unter Kontrolle zu bringen. Die Entwicklung schürte Befürchtungen, die Regierung in Moskau könnte versuchen, nach der Halbinsel Krim auch andere Teile des ehemaligen Sowjetstaates in die Russische Föderation einzugliedern.

In Tokio gehörten die Aktien von Sharp zu den größten Verlierern. Sie gaben fast neun Prozent nach. Einem Zeitungsbericht zufolge will der größte japanische Display-Hersteller über die Ausgabe von neuen Aktien seine Kapitaldecke stärken.

Auch die jüngsten Kursverluste an der Wall Street belasteten die Kurse. Experten sprachen davon, dass eine Blase platzen könnte. "Einige sorgen sich, dass es eine größere Korrektur geben könnte, weil die US-Notenbank nicht mehr ganz so viel Geld in den Markt pumpt wie zuletzt", sagte Kyoya Okazawa von BNP Paribas in Tokio. Die Währungshüter in den USA haben zuletzt ihr Konjunkturprogramm um monatlich zehn Milliarden Dollar reduziert und kaufen inzwischen nur noch Wertpapiere im Volumen von 55 Milliarden Dollar pro Monat. Die zunehmende Risikoscheu trieb die Anleger verstärkt in den Yen: Ein Dollar kostete mit 101,53 Yen etwas weniger als noch am Freitag.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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