Börse Tokio Nikkei schließt mit Gewinnen

Der schwache Yen und die Aussicht auf Erleichterungen für asiatische Banken treiben die Aktienkurse in Tokio. Der japanische Leitndex nimmt wieder Kurs auf die Marke von 10 000 Punkten. Zusätzliche Unterstützung kommt aus China.
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Freundlich in den Tag: Die Börse Tokio Quelle: dpa

Freundlich in den Tag: Die Börse Tokio

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HB TOKIO. Die asiatischen Börsen haben sich am Donnerstag überwiegend freundlich präsentiert. Der schwächere Yen gab der Tokioter Börse Auftrieb. Der japanische Leitindex Nikkei kletterte am Donnerstag auf den höchsten Stand seit viereinhalb Monaten. Gewinnmitnahmen und die Unsicherheit über die weitere Entwicklung bei vielen Anlegern bremsten den Aufwärtstrend jedoch ab, sagten Analysten.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 9861 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte 0,4 Prozent auf 856 Zähler. Die Aktienmärkte in Shanghai, Hongkong, und Singapur legten ebenfalls zu. Die Börsen in Südkorea und Taiwan verzeichneten dagegen Verluste.

Der enttäuschende Ausblick des weltweit größten Netzwerkausrüsters Cisco nach US-Börsenschluss am Mittwoch habe Anleger verunsichert, sagte Fondsmanager Mitsushige Akino von Ichiyoshi Investment Management. Zudem zeige sich der Nikkei zwar weiterhin stark, aber der jüngste Anstieg sei etwas zu schnell gewesen. Das mache viele Anleger so knapp vor der technisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten nervös.

In Japan waren Exportwerte wie Nintendo, Canon oder Toyota die Hauptnutznießer des schwächeren Yen. Nintendo-Aktien legten ein Prozent zu, Canon 0,6 Prozent und Toyota knapp zwei Prozent. Bankaktien profitierten von einer Hochstufung des Sektors durch Deutsche Securities. Das Institut geht davon aus, dass japanische Häuser nicht in neue weltweite Regeln mit einbezogen werden könnten und deshalb Kapitalerhöhungen vermeiden könnten. Papiere der Mizuho Financial Group stiegen 2,4 Prozent und Aktien von Nomura Holdings 3,6 Prozent.

Der Dollar kostete 82,23 Yen. Der Euro wurde mit 1,3785 Dollar gehandelt.

Im Fokus standen zudem die Aussagen des ICBC-Chairmans Jiang Jianqing. Der Verwaltungsratsvorsitzende der nach Marktwert weltgrößten Bank hatte gesagt, Chinas Notenbank werde wahrscheinlich ihre Geldpolitik weiter verschärfen, um die Geldflut zu bekämpfen.

Davon profitierten auch die Kurse an den chinesischen Börsen: In Hongkong gewann der Hang-Seng-Index gut 1,5 Prozent auf 24 870 Punkte, der CSI-Index der Börsen in Schanghai und Shenzhen verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 3 550 Zähler.

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