Börse Tokio Nintendo-Aktie sackt noch mehr ab

Japans Anleger sind wieder in Kauflaune. Die wichtigen Indizes legen zu, der Nikkei gar um mehr als ein Prozent. Für die Elektronikkonzerne Panasonic und Nintendo ging es dagegen weiter nach unten.
Update: 21.01.2014 - 08:20 Uhr Kommentieren
Anzeige der Börsenkurse in Tokio. Quelle: ap

Anzeige der Börsenkurse in Tokio.

(Foto: ap)

TokioAn die asiatischen Aktienmärkte ist die Zuversicht zurückgekehrt. In Japan gab ein schwächerer Yen am Dienstag der Börse Auftrieb. Für allgemeine Erleichterung sorgte zudem eine Beruhigung am chinesischen Geldmarkt nach einer Intervention der Zentralbank. Die Erwartung einer weiteren Drosselung der US-Geldpolitik verhalf dem Dollar zu Kursgewinnen.

An der Tokioter Börse ging der Leitindex Nikkei ein Prozent im Plus mit 15.796 Punkten aus dem Handel. Der gesunkene Kurs des Yen schob insbesondere die Aktien von Exporttiteln an. Toyota etwa legten 1,5 Prozent zu. Aus der Reihe fiel allerdings der Elektronikkonzern Panasonic, dessen Papier 2,1 Prozent verlor. Citigroup hatte die Aktie auf die Verkaufsliste gesetzt.

Auch an anderen Börsen in Fernost herrschte gute Stimmung. Der MSCI-Index der wichtigsten Aktien des Asien-Pazifik-Raums außerhalb Japans notierte 0,5 Prozent höher. In Shanghai ging es 0,7 Prozent nach oben. Im Blick der Anleger standen die gesunkenen Geldmarktsätze in China. Damit müssen dort kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest Geldinstitute weniger Zinsen für kurzfristige Kredite bezahlen.

Die Zentralbank hatte dem Finanzsystem umgerechnet 31 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. "Das ist eine große Spritze", sagte ein Händler in Shanghai. "So kommen wir in Ruhe durch das Neujahrsfest." Viele Banken decken sich vor dem Ende Januar anstehenden Fest mit Liquidität ein, da Kunden und Firmen Geld für Geschenke und Bonuszahlungen benötigen.

Neues von Nintendos Hausklempnern
Schlafend ins Abenteuer: In «Dream Team Bros.» muss der Spieler gemeinsam mit Mario und Luigi eine Traumwelt erforschen. Foto: Nintendo
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Mario & Luigi: Dream Team Bros

Nintendo hat mal wieder ein neues Abenteuer mit seinen Hausklempnern im Angebot. „Mario & Luigi: Dream Team Bros.“ für den 3DS ist jedoch keine Hüpferei, sondern ein echtes Rollenspiel mit rundenbasierten Kämpfen und Rätseln. Die Story ist die gleiche wie immer: Wieder einmal wurde Prinzessin Peach entführt, dieses Mal in eine Traumwelt. Um die Verfolgung aufzunehmen, macht Luigi ein Nickerchen, Mario reist auf magische Weise in seinen Kopf und gelangt damit auch in die Traumwelt.

Der Spieler kann so nicht nur Mario steuern, sondern auch die Traumwelt kontrollieren: Ein Level dreht sich zum Beispiel, wenn der schlafende Luigi gedreht wird. Und ein Kitzler an der Nase löst einen Nieser aus, der Hindernisse beseitigen kann. Das humorvolle Rollenspiel ist ab sechs Jahren freigegeben und kostet etwa 40 Euro.

Shoppingtour: «Animal Crossing: New Leaf» macht den Spieler zum Bürgermeister einer Kleinstadt voller sprechender Tiere. Foto: Nintendo
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Animal Crossing: New Leaf

Mit „Animal Crossing: New Leaf“ feiert eine weitere erfolgreiche Nintendo-Reihe ihr Debüt auf dem 3DS. Als Bürgermeister herrscht der Spieler über eine kleine Stadt voller sprechender Tiere. Um Geld zu verdienen und das Dorf zu verschönern, muss er zum Beispiel Gemüse anpflanzen oder angeln gehen.

Die Zeit in „Animal Crossing“ entspricht dabei der realen Welt: Geht bei uns die Sonne unter, tut sie das auch im Spiel. Erkundungstouren zu unterschiedlichen Zeiten lohnen sich also, weil manche Dorfbewohner zum Beispiel nur zu abends oder morgens anzutreffen sind. Online kann der Spieler außerdem die Städte seiner Freunde besuchen. „Animal Crossing: New Leaf“ kostet knapp 40 Euro und hat keine Altersbeschränkung.

Buntes Gewusel: In «Kingdom Rush Frontiers» verteidigen iPad- und iPhone-Besitzer ihre Basis gegen Horden von Feinden. Foto: Ironhide Game Studio
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Kingdom Rush: Frontiers

Apple-Nutzer können schon seit gut zwei Jahren in "Kingdom Rush" ihre Fantasywelt gegen Orks und andere Monster verteidigen. Nun gibt es das Spiel für rund 1,50 Euro auch auf Android-Smartphones und -Tablets. Für iOS hat Entwickler Ironhide Game Studios schon den Nachfolger veröffentlicht.

„Kingdom Rush: Frontiers" bietet neue Level und Feinde, am Gameplay ändert sich nichts: Nach wie vor baut der Spieler Türme, um den scheinbar endlosen Strom der Gegner zu stoppen. Außerdem kann er Helden anheuern, die den Monstern direkt gegenübertreten. Die In-App-Käufe haben sich leider im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls vermehrt. Das Spiel lässt sich aber auch ohne zusätzliches Geld beenden. Die iPad-Version von „Kingdom Rush: Frontiers“ kostet 4,49 Euro, die iPhone-Variante gibt es für 2,69 Euro.

In Deckung: «XCOM: Enemy Unknown» sieht auf iPad und iPhone nicht ganz so gut aus wie auf dem PC, lässt sich auf dem Touchscreen aber gut steuern. Foto: 2K Games
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XCOM: Enemy Unknown

1994 setzte der erste Teil der XCOM-Reihe Standards für rundenbasierte Strategiespiele, 2012 erschien eine von Fans und Kritiken viel gelobte Neuauflage auf PC und Konsole. Nun erscheint „XCOM: Enemy Unknown“ von 2K Games auch für iPad und iOS - und zwar ohne dabei an Umfang einzubüßen. Zwar ist es dort nicht ganz so schön anzusehen wie auf dem PC, die Ladezeiten sind erheblich länger und ein Umfang von 3,2 Gigabyte ist für mobile Geräte recht happig.

Insgesamt ist die Portierung aber gut gelungen: Der Kampf einer Elitetruppe gegen die Außerirdischen lässt sich vor allem auf großen Displays gut steuern. Zwischen den Kampfeinsätzen baut der Spieler seine Basis aus, erforscht neue Technologien und entwickelt die Fähigkeiten seiner Soldaten weiter. „XCOM: Enemy Unknown“ ist mit 17,99 Euro allerdings deutlich teurer als viele andere iOS-Spiele.

 

Dynamisches Duo: Die ersten drei Auftritte dieser beiden Helden gibt es jetzt als «Jak and Daxter Trilogy» auch für die Playstation Vita. Foto: Sony Computer Entertainment
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Jak and Daxter

Eine Frischzellenkur haben zwei alte Bekannte aus dem Hause Sony erfahren. „Jak and Daxter“ kennen Spieler noch von der Playstation 2. Nun erscheinen die ersten drei Teile der Reihe für etwa 30 Euro als „Jak and Daxter Trilogy“ für die Playstation Vita. Der Mischung aus Hüpfspiel, Action-Adventure und Rennspiel kann das hohe Alter kaum etwas anhaben, außerdem hat Sony die Grafik gründlich überarbeitet.

Mit aktuellen Spielen kann die „Jak and Daxter Trilogy“ zumindest grafisch aber trotzdem nicht mithalten, auch die Steuerung macht auf der Vita gelegentlich Probleme. Die Spielesammlung steht für 30 Euro in den Läden und ist ab sechs Jahren freigegeben.

Wer ist schneller? Das Reaktionsspiel «Omicron» hat jetzt auch einen Mehrspielermodus. Foto: Canupa
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Omicron

Auch das bunte Reaktionsspiel „Omicron“ von Canupa ist keine echte Neuheit. Seit kurzem ist bei iTunes aber Version 2.0 des Titels mit zahlreichen Neuerungen verfügbar, darunter auch ein Mehrspielermodus: Per Splitscreen können zwei Spieler am selben Tablet um die Wette bunte Sechsecke wegdrücken - wer schneller reagiert, gewinnt. Unterstützt wird das hektische Treiben durch einen passenden Soundtrack.

„Omicron“ ist für 89 Cent bei iTunes erhältlich, auf dem iPad kostet es 1,79 Euro.

Der Spielkonsolenhersteller Nintendo stand erneut auf den Verkaufszetteln. Der Konzern aus Kyoto hatte Anleger mit einer Verlustwarnung überrascht, weil sich seine neue Konsole Wii U als Flop erweist. Die Aktie verlor am Dienstag weitere 2,4 Prozent.

Am Montag hatte die Aktie des Videospielkonzerns sechs Prozent im Minus geschlossen. Zeitweise verlor das Papier am Vortag sogar 18,5 Prozent. Damit steigt der Druck auf den Erfinder der Figur "Super Mario", die Geschäftspolitik zu ändern und Spiele auch für Konkurrenzkonsolen anzubieten. Bislang können Nintendo-Spiele nur auf eigenen Geräten benutzt werden. Immer mehr Anwender spielen aber auf Tablet-PCs oder Smartphones.

Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem Verlust von 25 Milliarden Yen (176 Millionen Euro) statt des angekündigten Gewinns von 55 Milliarden Yen. Die Erwartungen für den Geräte-Absatz kappte Nintendo am Freitag radikal: Statt neun Millionen Wii-U-Konsolen dürften in dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr nur 2,8 Millionen verkauft werden.

  • rtr
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