Börse Tokio
 Japanischer Aktienmarkt rutscht ins Minus

Japans Wirtschaft bekommt die globale Konjunkturabkühlung zu spüren. Das Wachstum hat sich im zweiten Quartal überraschend stark verlangsamt.
Update: 13.08.2012 - 08:52 Uhr Kommentieren
Börsenanzeige in Tokio. Quelle: dapd

Börsenanzeige in Tokio.

(Foto: dapd)

TokioDie Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft hat die asiatischen Börsen belastet. So bewegten sich die Leitbörse in Tokio und die anderen Handelsplätze auf dem Kontinent nach enttäuschenden Zahlen zum japanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) am Montag kaum von der Stelle. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im zweiten Quartal nur noch um 0,3 Prozent nach einem Plus von 1,3 Prozent zu Jahresanfang und damit nur halb so stark wie von Experten erwartet. Hoffnung auf neue Konjunkturhilfen stützten Händlern zufolge allerdings den Markt. Aus Sorge vor einer weltweiten Flaute wagten sich die Anleger vor neuen Konjunkturdaten aus den USA und Europa aber kaum aus der Deckung.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit 8.885 Punkten nahezu unverändert. Der breiter gefasste Topix-Index notierte mit 746 Zählern ebenfalls kaum verändert. Auch an anderen Börsen der Region wie Hongkong, Taiwan oder Singapur bewegten sich die Kurse nur marginal. Lediglich in Südkorea und Shanghai bildeten mit einem Minus von 0,7 Prozent beziehungsweise einem Minus von knapp einem Prozent eine Ausnahme. "Die BIP-Daten haben den Markt sicherlich enttäuscht", sagte Analyst Fumiyuki Nakanishi von SMBC Friend Securities.

Zu den größten Verlierern gehörte der angeschlagene Elektronikkonzern Sharp. Die Aktie gab rund vier Prozent nach. Auch ein Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei", wonach das Unternehmen einen Verkauf seines Geschäfts mit Modulen für Flüssigkristallbildschirme (LCD) an die taiwanische Firma Hon Hai Precision Industry erwägt, konnte dem Kurs nicht auf die Beine helfen. Die Papiere des Rivalen Sony bauten ihre Gewinn von Freitag dagegen weiter leicht aus. Der Konzern hatte Ende der vergangenen Woche angekündigt, die börsennotierte Internet-Tochter So-net für umgerechnet rund 620 Millionen Euro vollständig zu übernehmen.

Der Euro zeigte sich im Handel in Fernost wenig verändert. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,2283 Dollar nach 1,2288 Dollar im späten Handel am Freitag in New York. Die Anleger warteten auf neue BIP-Daten aus der Euro-Zone am Dienstag und hielten sich im Vorfeld zurück, sagten Experten.

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: Schwaches Wachstum in Japan belastet Aktien in Asien"

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