Börse Tokio Wachstumsdämpfer für Anleger in Japan

Die Wirtschaft in Japan wächst schwächer als erwartet. Das hat Anleger enttäuscht. Das Comeback der Schwellenländer treibt die Börsen in Asien dagegen an. Fonds wagen sich zurück in Länder wie Indonesien.
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An der Börse in Tokio steigen die Kurse leicht. Quelle: dpa

An der Börse in Tokio steigen die Kurse leicht.

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TokioAsiens Börsen haben zum Wochenstart von der Rückkehr der Anleger in Schwellenländer profitiert. Die Investoren wagen sich zunehmend wieder in Staaten wie Indonesien und die Philippinen, die Währungen dieser Länder legten zu. Das hob am Montag auch an anderen Börsen die Stimmung. Der MSCI-Index für die asiatischen Staaten außerhalb Japans gewann 0,8 Prozent.

Der Aktienmarkt in Indonesien notierte 0,9 Prozent fester, der Index der philippinischen Börse legte knapp ein Prozent zu. Die Ankündigung der US-Notenbank (Fed), ihr Wertpapier-Kaufprogramm zu drosseln, hatte im Herbst 2013 eine Kapitalflucht aus Schwellenländern ausgelöst und deren Währungen unter Druck gesetzt. Doch inzwischen hat sich die Stimmung dort wieder spürbar gebessert.

Auch in Japan legten die Aktienkurse zu. Der Nikkei-Index gewann 0,6 Prozent auf 14.393 Punkte, der breiter gefasste Topix notierte 0,7 Prozent fester bei 1192 Zählern. Die gute Stimmung wurde von überraschend schwachen Wachstumsdaten nur vorübergehend gedämpft.

Die Wirtschaftsleistung in Japan stieg im vierten Quartal lediglich um 0,3 Prozent, während von Reuters befragte Analysten im Schnitt 0,7 Prozent vorhergesagt hatten. Das erhöht nach Ansicht von Experten den Druck auf die Bank von Japan, die Wirtschaft nach der Mehrwertsteuererhöhung im April weiter zu unterstützen. Die Notenbanker tagen noch bis Dienstag.

In China gewannen die Aktien 0,6 Prozent. Händler begründeten das mit einer überraschend hohen Kreditvergabe zu Jahresbeginn. Im Januar reichten die Banken des Landes Kredite im Volumen von 1,32 Billionen Yuan (159 Milliarden Euro) aus, dreimal so viel wie im Dezember.

Zu Jahresbeginn ist es üblich, dass die Kreditvergabe steigt. Allerdings fiel diesmal das Plus besonders hoch aus. Zuletzt hatten die Banken im Januar 2010 mehr Darlehen vergeben. Experten werteten die hohe Kreditvergabe als Anzeichen, dass das Wachstum in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft doch nicht so stark nachlässt wie zuletzt befürchtet.

Das neue Jahr bringt einen Abwärtstrend
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Das neue Börsenjahr in Japan

Farbenprächtig wurde am 6. Januar das neue Handelsjahr an der Börse in Tokio eingeläutet. Die Kurse fielen trotzdem deutlich: um mehr als zwei Prozent.

Tokyo Stock Exchange opens the New Year's trade
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Finanzminister gibt sich die Ehre

Der japanische Finanzminister Taro Aso (links) eröffnete das neue Handelsjahr an der Börse von Tokio. Der Nikkei-Index honorierte sein Erscheinen nicht. Das Marktbarometer sank zum ersten Mal seit zehn Handelstagen wieder und das auch noch so stark wie seit dem 25. Oktober 2013 nicht mehr. Zudem wurde auch noch die runde Marke von 16.000 Punkten gerissen. Ist das ein schlechtes Omen?

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Beifall von den Zuhörern
Die Damen im Kimono bei der Eröffnungsfeier hatten dennoch genug Grund zum Klatschen. Denn im vergangenen Jahr stieg der Nikkei-Index um satte 57 Prozent. So stark ist das Marktbarometer seit vier Jahrzehnten nicht mehr in die Höhe gegangen - genau seit 1972. Auch der zweite Leitindex an der Börse, der Topix, verbuchte 2013 ein sattes Plus von 51 Prozent. Dies war das drittbeste Jahresergebnis überhaupt.

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Ein Gongschlag

Finanzminister Taro Aso eröffnete mit einem Schlag auf die Börsenglocke das neue Handelsjahr. Es könnte wieder gut werden. Das glauben zumindest die Analysten von Nomura. Die zum Jahresende erreichten 16.291 Punkte hätten ein positives Signal geliefert - glauben jene Analysten, die am liebsten nur auf die Kurse schauen. Doch auch die Fundamentalisten sind guter Dinge. Der Index werde derzeit nur mit dem 16,6fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Das liege 22 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt, der beim 21,4fachen liege.

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Nicht nur der Finanzminister versprüht gute Laune

„Der Markt ist noch immer in der frühen Phase seiner Rally, bisher kann von Überhitzung keine Rede sein“, glaubt Takashi Ito, Analyst bei Nomura, dem größten Brokerhaus des Landes. Japanische Aktien seien in den vergangenen zwei Jahren wegen der lockeren Geldpolitik und der expansiven Fiskalpolitik nach oben gejagt. Dies werde 2014 so weiter gehen, glaubt der Experte - ganz im Sinne der Politik. Da kann sich Finanzminister Taro Aso mit Recht freuen.

Women, dressed in ceremonial kimonos, pose in front of an electronic board showing stock prices after the New Year opening ceremony at the TSE, held to wish for the success of Japan's stock market, in Tokyo
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Der schwache Yen erfreut die Börse

Japanische Aktien haben 2013 die Indizes von 24 entwickelten Märkten in den Schatten gestellt, ergeben Daten, die von der Nachrichtenagentur Bloomberg ausgewertet worden sind. Hauptgrund dafür war der Wertverfall der Währung. Der Yen verlor gegenüber der Haupthandelswährung Dollar rund 18 Prozent. Vor allem die Aktien von Exporteuren wie Toyota Motor oder Panasonic hat dies geholfen. Entsprechend gut ist die Stimmung in der japanischen Industrie.

Shinzo Abe
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Der Ministerpräsident feiert sich selbst

Zum Abschluss eines grandiosen Börsenjahres hatte sich Premierminister Shinzo Abe an der Börse die Ehre gegeben. Er läutete mit einer Feier am 30. Dezember das Ende des Jahres ein. „Dank unserer Bemühungen geht es in der Wirtschaft wieder nach oben“, sagte er. Er weiß genau, wovon er redet. Die Anleger hängen an seinen Lippen und sind grundsätzlich guter Dinge. Denn schließlich will er mit seinem Programm des billigen Geldes weitermachen.

  • rtr
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