Börsen Asien Asiens Börsen finden keine Richtung

Die Signale der US-Notenbank Fed haben Sorgen über eine baldige Zinserhöhung in den Hintergrund gedrängt. Doch der sinkende Ölpreis dämpfte die Stimmung an den asiatischen Märkten. In Tokio drehte der Nikkei ins Minus.
Update: 31.03.2016 - 09:41 Uhr
Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Quelle: AFP
Tokio

Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio.

(Foto: AFP)

TokioDer Rückgang der Ölpreise hat am Donnerstag auf die Stimmung an den Börsen in Asien gedrückt. Dass der Preis für den wichtigsten Rohstoff der Weltwirtschaft von seinen jüngste Zuwächsen wieder etwas nachgab schürte Unsicherheit, die Märkte präsentierten sich nach anfänglichen Gewinnen uneinheitlich. Die Aussicht auf weiterhin billiges Geld in den USA stützte dagegen die Kurse. Auch in Asien setzten die Anleger nach den jüngsten Äußerungen der amerikanischen Notenbank-Chefin Janet Yellen darauf, dass eine erneute Zinserhöhung der Federal Reserve nicht allzu bald zu erwarten sei.

Angesichts hoher Lagerbestände in den USA verbilligte sich US-Leichtöl WTI um ein Prozent auf 37,95 Dollar, der Preis für Nordsee-Öl der Sorte Brent sank um 0,6 Prozent auf 39 Dollar. Die chinesische Börse in Shanghai notierte 0,3 Prozent höher. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen kletterte ebenfalls um 0,3 Prozent. Allerdings drehten die Kurse auch immer wieder ins Minus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

In Tokio gab der dagegen der japanische Leitindex Nikkei anfängliche Gewinne wieder ab und schloss 0,7 Prozent tiefer bei 16.758 Punkten. Hier belastete die jüngste Yen-Stärke Exportwerte. So gaben die Aktien von Toyota 0,8 Prozent nach. Auch die Märkte in Hongkong und Seoul verbuchten Verluste.

Wenn Aktienkurse einbrechen

VTION WIRELESS TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CHEN993
Börse
HAM

0,00 0,00%
+0,45€
Chart von VTION WIRELESS TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.
Vtion Wireless Technology
1 von 11

Auf dem ersten Platz landete mit der Vtion Wireless Technology AG ein Neuling. Der Anbieter von Mobilfunk-Datenkarten musste Mitte 2015 einen massiven Umsatzeinbruch vermelden, was den Kurs einbrechen ließ. Das Unternehmen brachte den Eigentümern sowohl auf Fünf-Jahres-Sicht (-91 Prozent), also auch in der dreijährigen (- 78,38 Prozent) und einjährigen Betrachtung ( -70,97 Prozent) wenig Freude.

Singulus Technologies

WKN
ISIN
Börse

Chart von Singulus Technologies
Singulus Technologies
2 von 11

Der zweite Platz auf der Kapitalvernichterliste geht an den Maschinenbauer Singulus Technologies. Die Gesellschaft ist schon ein alter Bekannter in der Watchlist. Nach Platz 32 im Jahr 2014 und Platz 6 im vergangenen Jahr ging es jetzt noch weiter nach oben. Kursverlust in den vergangenen fünf Jahren; 93,39 Prozent.

11 88 0 SOLUTIONS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005118806
Börse
FSE

+0,03 +2,70%
+1,13€
Chart von 11 88 0 SOLUTIONS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Telegate
3 von 11

Die Telegate AG ist nach eigenen Angaben der zweigrößte Anbieter für Telefonauskunft und regionale Werbung. In den vergangenen Jahren lief das Geschäft schlecht: „Wir sind natürlich nicht zufrieden mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2015“, sagte Vorstandschef Christian Maar bei der Vorstellung der Bilanz für 2015. Um langfristig am Markt erfolgreich bestehen zu können, habe man im Herbst letzten Jahres den Reset-Knopf drücken müssen. Auf Fünf-Jahres-Sicht hat das Unternehmen mehr als 83 Prozent verloren.

TELES AG INFORMATIONSTECHNOL. INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007454902
Börse
FSE

+0,03 +21,32%
+0,17€
Chart von TELES AG INFORMATIONSTECHNOL. INHABER-AKTIEN O.N.
Teles
4 von 11

Die Teles AG ist Hersteller von Kommunikationslösungen. 2015 beschloss das Unternehmen eine grundlegende Umstrukturierung. Ein kontinuierlicher Umsatzrückgang mit unbefriedigender Stückzahlen habe tiefe Spuren hinterlassen, hieß es in einer Mitteilung. Kursverlust auf Fünf-Jahres-Sicht: 79,0 Prozent.

AIXTRON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A0WMPJ6
Börse
FSE

-0,01 -0,15%
+10,19€
Chart von AIXTRON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Aixtron
5 von 11

Aixtron ist das einzige Unternehmen aus dem TecDax in den Top 10 der Kapitalvernichter. Die Kursverluste des Maschinenbauers aus Herzogenrath begründeten Börsianer die Kursverluste unter anderem mit der generell schlechten Stimmung im Technologiesektor. In den vergangenen fünf Jahren rutschte der Kurs um 85 Prozent ab. Bei Aixtron wirke außerdem der Wirbel um einen chinesischen Großauftrag im Dezember noch negativ nach, sagte ein Händler. Nach der Reduzierung auf nur noch drei von mehr als 50 Anlagen durch den chinesischen Leuchtdioden-Hersteller Sanan Optoelectronics hatte der Vorstand seine Jahresziele eingedampft. Börsianer hatten von einer Katastrophe für das Unternehmen gesprochen und die Aktien aus ihren Depots geworfen. Im Monat Dezember brachen Aixtron insgesamt um rund 45 Prozent ein.

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
FSE

-0,27 -1,25%
+21,36€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
6. RWE
6 von 11

Der Energieversorger ist der einzige Dax-Wert, den die DSW in den Top Ten der Watchlist über die größten Kapitalvernichter führt. Die 2011 beschlossene Energiewende hat den Essener Konzern gehörig unter Druck gesetzt. Die Aktie verlor auf Fünf-Jahres-Sicht mehr als 76 Prozent an Wert. RWE-Chef Peter Terium hat auf das schwierige Marktumfeld reagiert. Wie sein Konkurrent Eon will er den Konzern aufspalten – in eine Sparte, die das konventionelle Geschäft mit Kraftwerken weiterbetreibt und eine Sparte mit dem Zukunftsgeschäft, den erneuerbaren Energien. Letztere will Terium künftig selbst führen.

YOC AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005932735
Börse
FSE

+0,05 +1,45%
+3,48€
Chart von YOC AG INHABER-AKTIEN O.N.
7. Yoc
7 von 11

Bei Yoc handelt es sich um ein Unternehmen, das sich auf Mobile Advertising spezialisiert hat. Dass das moderne Leben sich immer mehr vor dem Smartphone- oder Tablet-Bildschirm abspielt – und somit der Bedarf an mobiler Werbung steigt – hat dem Kurs des 2000 gegründeten Unternehmens offenbar gar nicht geholfen. Seit Anfang 2011 brach er nahezu völlig in sich zusammen, um 94 Prozent. Immerhin: Seit Anfang des Jahres stieg er um mehr als ein Viertel. Im ersten Quartal 2016 rechnen die Berliner mit einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent.

Bei den Einzelwerten stand die Sharp -Aktie im Mittelpunkt, die mehr als vier Prozent einbüßte. Nach zähen Verhandlungen übernimmt der taiwanische Apple -Zulieferer Foxconn den japanischen Elektronikkonzern, zahlt mit umgerechnet gut drei Milliarden Euro allerdings 800 Millionen Euro weniger als ursprünglich geplant. Der Kurs der Taiwaner legte mehr als drei Prozent zu

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